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Düsseldorf. (MR) Ein großer Kampf der Düsseldorfer EG gegen den amtierenden Deutschen Meister EHC Red Bull München wurde nicht belohnt, Düsseldorf... 1:3 – DEG beißt sich an David Leggio die Zähne aus
David Leggio pariert gegen Spencer Machacek - © by EH-Mag. (DR)

David Leggio pariert gegen Spencer Machacek – © by EH-Mag. (DR)

Düsseldorf. (MR) Ein großer Kampf der Düsseldorfer EG gegen den amtierenden Deutschen Meister EHC Red Bull München wurde nicht belohnt, Düsseldorf haderte mit der Chancenverwertung.

Vor dem Spiel wurde Düsseldorfs Daniel Weiß für 500 Spiele im Oberhaus des Deutschen Eishockeys geehrt – und eigentlich stand jetzt schon der Sieger fest. Denn die DEG kann (bis auf gefühlte 2 oder 3 Ausnahmen in den letzten 15 Jahren) kein Spiel gewinnen, wenn es vorher eine Ehrung jedweder Art gegeben hatte, egal ob irgendwelche persönlichen Marken eines Spielers, Walter Köberles Geburtstag oder ein neues Banner unter dem Hallendach!

Zunächst hatte das von Don Jackson trainierte Team der bayerischen Hauptstadt mehr vom Spiel, ehe auch die Gastgeber ihrerseits zu Möglichkeiten kamen. Bereits in der ersten Überzahl verteilte Spencer Machacek gut die Scheiben, ein Treffer wollte nicht fallen. Torlos wurden die Seiten gewechselt. Der zweite Abschnitt sah eine druckvollere DEG. In Unterzahl konnten die Gäste befreien, und Michael Wolf machte sich auf den Weg. Stephan Daschner, der die Scheibe verloren hatte, lief Gefahr, auch den Gegner zu verlieren, so setzte er den Schläger ein. Den fälligen Penalty konnte aber Dan Bakala neben das Tor lenken. Da war die Welt in Düsseldorf noch in Ordnung, die Halle bejubelte den Save. Bei angezeigter Strafe gegen die DEG wurde es vor Bakala unübersichtlich, ein Münchner Spieler landete im Tor und auch der Puck. Nach Videostudium wurde das Tor für gut befunden (eine Erklärung für das Tor oder auch die angezeigte Strafe entfiel).

Nun schnürten die Gäste die DEG lange im Verteidigungsdrittel ein, und keine drei Minuten nach der Führung zappelte der Puck erneut in den Maschen. Doch die Landeshauptstädter gaben wütende Antworten. Ein strammer Schuss von Maxi Kammerer wurde von Münchens Markus Lauridsen mit dem Gesicht geblockt: blutend musste der Stürmer das Eis und auch das Spiel verlassen. Der Versuch, das Blut vom Eis zu waschen (statt zu kratzen), ergab für alle eine gute Verschnaufpause. Die Gäste nahmen weitere Strafen, doch auch mehr Übung von Überzahlspiel brachte den Puck immer noch nicht im Tor unter.

München übersteht auch eine fünfminütige Unterzahl

Nach einem Kniecheck blieb Düsseldorfs Marcel Brandt am Boden, und für den „roten Bullen“ Daryl Boyle war der Spieltag beendet. Wie so oft konnte Düsseldorf mit der fünfminütigen Strafzeit nichts anfangen, zumal diese durch die Pausensirene zerstückelt wurde. Eigentlich wäre Zeit genug gewesen, hier drei Buden zu machen… Aber wenn es einmal nicht läuft, kommt auch noch Pech hinzu – und 5 Euro für’s Phrasenschwein. Die Stimmung in der Halle hatte inzwischen nahezu Null-Niveau erreicht. Jubilar Daniel Weiß hätte nach 50 Spielminuten zum Held werden können, hätte er seinen Break statt mit dem Ausrutscher mit einem Tor gekrönt. Beim Stand von 0:2 wäre das der Anschluss gewesen und hätte dem Spiel vielleicht noch die Wendung gegeben. So aber durften nochmals die Bayern jubeln (Hager, 56.). Als selbiger wenig später auf die Sünderbank musste, machte Bakala für den sechsten Feldspieler Platz, und endlich, endlich fand ein Schuss sein Ziel hinter der Linie! Doch es war zu spät. Da auch München das leere Tor nicht mehr traf, blieb es beim 1:3 Endergebnis.

Die Erkenntnis, dass die DEG nach einer Ehrung kein Spiel gewinnen kann, hat sich wieder einmal bestätigt.

Stimmen zum Spiel

Michaela-Ross

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