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Köln. (HHK) „Köln ist mein zuhause, hier sind meine Kinder geboren und von hier werde ich nicht mehr   weggehen!“ Dieser Satz...

Die KEC Neuzugänge 1987: Thomas Brandl (2. von rechts) – © by privat

Köln. (HHK) „Köln ist mein zuhause, hier sind meine Kinder geboren und von hier werde ich nicht mehr   weggehen!“ Dieser Satz stammt von Thomas Brandl, der zu den großen Stars in der 40jährigen Geschichte der Kölner Haie gerechnet werden darf.

 

Der 1969 in Bad Tölz geborene Brandl kam – wie das in der Eishockey-Hochburg unvermeidlich ist – früh mit dem Eishockey in Verbindung. Dafür sorgte schon sein zehn Jahre älterer Bruder Tino, für Thomas „das große Vorbild“. Weil Tino die Nr. 7 trug, war es für den jüngeren Bruder selbstverständlich, ebenfalls diese Rückennummer zu wählen und sie während seiner gesamten Karriere zu tragen. Aus den Anfangsjahren als Eishockeyspieler stammt auch sein Spitzname „Peewee“, angelehnt an die in Nordamerika übliche Bezeichnung für die jüngsten Nachwuchsspieler.

 

Schon mit 17 Jahren debütierte „Peewee“ in der ersten Mannscasft des EC Bad Tölz und sammelte in der 2. Bundesliga 90 Skorerpunkte, 36 Tore und 54 Vorlagen. Das trug ihm die Aufmerksamkeit mehrerer Erstligisten ein, Brandl entschied sich für einen Wechsel zum Kölner EC. Die Haie hatten gerade ihre insgesamt fünfte Deutsche Meisterschaft gewonnen und  als erste Mannschaft seit zwei Jahrzehnten 1987 den Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt. Leicht war es nicht, im damaligen Starensemble neben Stürmern wir Gerd Truntschka, Miro Sikora, Holger Meitinger, Doug Berry. Helmut Steiger und Dieter Hegen einen Stammplatz zu ergattern, schließlich spielte man zu jener Zeit in aller Regel nur mit drei Sturmreihen. Doch Trainer Hardy Nilsson vertraute seinem jungen Talent und baute es kontinuierlich auf. Am Ende der Saison hatte Thomas Brandl sein erstes  Dutzend Skorerpunkte gesammelt und er konnte sich mit den Haien über den nächsten Meistertitel freuen. Sei erstes Bundesligator erzielte Brandl am dritten Spieltag beim 7:2 der Haie gegen BSC Preußen Berlin.

 

Schon bald schaffte Thomas Brandl den Sprung in die Nationalmannschaft und nahm 1990 erstmals an einer Weltmeisterschaft teil. Es folgten vier weitere WM-Teilnahmen, die Olympischen Spiele 1992, 1994 und 1998, sowie der World Cup of Hockey 1996.

 

Meister 1988: Thomas Brandl vorne liegend – © by privat

Ein Karrierehöhepunkt war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1995. Die Angriffsformation mit Leo Stefen, Thomas Brandl und Sergey Berezin war die beste Angriffsformation Mitte der 90er Jahre. Gemeinsam brachte es das Sturmtrio auf 226 Skorerpunkte in 61 Spielen. Torjäger Berezin verdankte den großen Teil seiner 55 Tore der genialen Vorarbeit Brandls, der 47 Assists markierte.

 

Ein Jahr später wechselte Bernd ein paar Kilometer rheinaufwärts zur Düsseldorfer EG, wo er drei Saisons lang vergeblich versuchte, einen weiteren Titel zu gewinnen. Dann ging es wieder zurück auf die andere Rheinseite zum Krefelder EV. Vier Jahre spielte er für die Pinguine und beendete seine DEL-Karriere als Deutscher Meister 2003. Verletzungsbedingt konnte Brandl an den Finalspielen nicht aktiv teilnehmen, stattdessen arbeitete er als Assistent von Coach Butch Goring hinter der Bande.Beim Zweitligisten Duisburger EV folgten noch ein paar Spiele in der 2. Liga, dann ging die großartige Karriere mit der Saison 2003/04 zu Ende.

 

Für den KEC bestritt Thomas Brandl 414 Erstligaspiele: dabei erzielte er 131 Tore, gab 257 Torvorlagen und kam so auf 388 Skorerpunkte. Seine engagierte Spielwiese brachten ihm 552 Strafminuten ein.

 

Seine großen Verdienste um das deutsche Eishockey wurden 2011 honoriert mit der Aufnahme in die „Hall of Fame“.

Thomas Brandl heute als Nachwuchcoach der Haie – © by privat

 

Sportliches Talent bewies Thomas Brandl nach dem Ende seiner Eishockeylaufbahn als Golfspieler, wo er schnell sein Handicap Richtung „0“ schraubte. Fit hielt er sich als Spieler der Traditionsmannschaft des Kölner EC und darüber entstand 2010 der Kontakt zu Rodion Pauels und dem für die Nachwuchsarbeit zuständigen Stammverein KEC „Die Haie“ e.V. Seither arbeitet er an der Seite von Pauels für die U18-Mannscaft des KEC und sieht in dieser Funktion seine nächsten Ziele: „Ich will mit Rodion Pauels den Kölner Nachwuchs wieder hochbringen und dafür sorgen, dass wir wieder Zuspruch von Spielern aus ganz Deutschland erhalten.“

 

 

 

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