Mannheim. (gk) Über ein Match Mannheim gegen Berlin muss man eigentlich nicht viel erklären, es ist der Leckerbissen
der DEL schlecht hin. Keine Begegnung weckt wohl so viele Emotionen wie das Prestige-Duell der Rekordmeister. Man muss weder Spielern noch Zuschauern etwas sagen, das Match Eisbären gegen Mannheim elektrisiert – zumindest in der Metropolregion Rhein-Neckar – die Massen. Die Spiele sind immer emotionsgeladen und besitzen Play-Off-Charakter. So auch am Sonntagabend in der mit 13.600 ausverkauften SAP-Arena.
Die waren Adler von Beginn an hoch motiviert, kein Wunder, hatten sie nach drei Niederlagen in Folge doch einiges wieder gut zu machen. Und auch Berlin wollte die Klatsche vom Freitag in Nürnberg vergessen machen. Beste Voraussetzungen also für eine Top-Begegnung. Und dies wurde es auch. Es war ein schnelles Spiel, es war tolles Spiel, es war Werbung fürs Eishockey. Das Resultat von 5:2 (2:0/2:1/1:1) für Mannheim ist verdient, wenn es auch um ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Aber die Adler waren über das ganze Match gesehen, die Herren im Ring und dominierten mit einem unbändigen Siegerwillen die Partie. Von den Eisbären war besonders im ersten und zweiten Drittel zu wenig zu sehen. Es fehlten einfach die Leidenschaft in ihrem Spiel und der absolute Siegeswille.
Zur Chronologie:
Das Spiel hatte kaum begonnen, da zappelte der Puck auch schon im Berliner Tor. Nico Dimitrakos hatte eiskalt auf Zuspiel von Yannic Seidenberg in der zweiten Minute zum 1:0 verwandelt. Der Schock für die Kurpfälzer dann 30 Sekunden später, als die Hartgummischeibe hinter Torwart Fred Brathwaite im Mannheimer Kasten lag. Plötzlich war es mucksmäuschenstill im weiten Rund. Doch fand der Treffer wegen Torraumabseits keine Anerkennung. Danach ging der Sturmlauf der Adler in Richtung Eisbärentor weiter. Die logische Konsequenz das 2:0 In der 5. Minute durch Yanick Lehoux auf Zuspiel von Chris Lee. In der Folge blieben die Adler das dominierende Team. Die Cracks aus der Quadratestadt waren meist den berühmten Schritt schneller. Zum Ende des Abschnitts kamen die Eisbären jedoch etwas besser in Schwung und erarbeiteten sich gute Einschussmöglichenkeiten. Kurz vor Drittelende hatte der Mannheimer Mike Glumac dann noch eine gute Chance für die Adler, doch vergab es diese und so ging es mit dem 2:0 in die Kabinen.
Auch im zweiten Drittel war Mannheim das überlegene Team, wenn auch Berlin mit seinen Angriffen brandgefährlich war. Nicht überraschend daher der 1:2 Anschlusstreffer durch Darin Olver auf Zuspiel von Florian Busch in der 25. Minute. Doch währte die Freude der Eisbären nicht lange, denn nur etwa eine Minute erhöhte Yannic Lehoux auf 3:1 für Mannheim. Und diese schelle Antwort, also der Treffer zum 3:1 war denn wohl auch die Schlüsselszene des Matches. Denn dadurch erstickten die Mannheimer die Berliner Hoffungen bereits wieder im Keim. Die Bemühungen der Eisbären erlahmten nun wieder etwas.
Als in der 32. Minute dann Adler-Stürmer Matthais Plachta frei vor Torwart Rob Zepp gefoult wurde, erhielt er einen Penalty zugesprochen, den er eiskalt zum viel umjubelten 4:1 verwandelte.
Insgesamt gesehen, waren die Adler im zweite Drittel hindurch das aktivere Team, auch wenn Berlin durchaus seine Chancen hatte.
Ab der 44. Minute hatten die Adler dann für 40 Sekunden sogar die Chance mit 5:3 Feldspieler das Ergebnis zu erhöhen, doch wurde dies Gelegenheit, den Sack zu zumachen, leichtfertig vergeben. Somit ging es mit dem 4:1 in die Kabinen.
Im letzten Abschnitt schien etwas die Luft raus zu sein, doch verkürzte Barry Tallackson der 43. Minute auf 2:4. Und schon war wieder Dampf in der Partie. Mannheim dominierte jedoch weiter das Match. Wobei die Adler zu wenig aus der Vielzahl ihrer glasklaren Chancen machten. Lehoux, Kink, Glumac und Magowan hatte beste Gelegenheiten, so genannte „Hundertprozentige“, aber alle Chancen wurden leichtfertig vergeben. Und dies auch, weil die Adler-Stürmer im Angesicht des Sieges zaubern und tricksen wollten, statt den Puck einfach ins gegnerische Tor zu hämmern. Berlin hingegen schien sich aufgeben zu haben, tat zu wenig. Hier hätte man sich einen beherzteren Ansturm vorgestellt. Die endgültige Entscheidung dann in der 59. Minute, als Berlin Torwart Zepp zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatte und Ken Magowan ins leere Eisbären-Gehäuse traf.
Die Eisbären zeigten sich dann als schlechte Verlierer. So wurde der frei aufs leere Berliner Tor zulaufende Yannic Seidenberg in der 60. Minute von Sven Felski gefoult. Im Anschluss daran entwickelte sich ein Faustkampf zwischen Shawn Belle und Sven Felski, den der Mannheimer klar gewann. Zu allem Überfluss warf Florian Busch dann auch noch von der Ersatzbank aus einen Schläger aufs Eis, wofür er bestraft wurde.
Mannheimer Adler - Eisbären Berlin: 5:2 (2:0/2:1/1:1)
Tore: 1:0 (1.04) Dimitrakos (Seidenberg/Wagner) –EQ; 2:0 (4:46) Lehoux (Lee/Mauer) – EQ, 2:1 (25.46) Olver (Busch/Tallackson) – EQ; 3:1 (26.37) Lehoux (Lee/Mauer) – EQ; 4:1 (31:16) Plachta – Penalty; 4:2 (42:28) Tallackson (Felski/Baxmann) – EQ; 5:2 (58:15) Magowan (Glumac/Mitchell) – EN
Strafen: Mannheim: 2 + 5 + Spieldauer für Belle – Berlin: 6 + Matchstrafe für Felski + 2 + Spieldauer für Busch
Schiedsrichter: Daniel Piechaczeck
Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)
Aufstellungen:
Mannheim: Brathwaite (Brückmann) – Belle, Sifers, Kettemer, Lee, Wagner, Goc – Seidenberg, Arendt, Mitchell, Magowan, Glumac, Kink, Mauer, El-Sayed, Lehoux, Plachta, Gelke. Kink
Berlin: Zepp (Nastiuk – Sharrow, Baxmann, Regehr, Supis, Hördler, Haase – Tallackson, Olver, Talbot, T.J. Mulock, Pederson, Busch, Schlenker, Felski, Braun, Weiß, Veber
***Lehoux (Adler)
**Tallackson (Berlin)
*Seidenberg (Adler)
Archivfotos zum Thema:





ich weiss nicht welches spiel der verfasser gesehen hat, denn dass die eisbären sich im 3. drittel aufgegeben haben ist eine frechheit und ein besuch beim augenarzt dringend angesagt. es sei denn, dass es mit der journalistischen neutralität nicht weit her ist
traurig für ein fachblatt !!!
SCHMIERFINK! Neutraler Sportjournalismus sieht anders aus.
Hä ??? … entwickelte sich ein Faustkampf… ? Was hat der denn da gesehen ??? So einen Müll habe ich lange nicht gelesen ….