Adler mit einem mühsamen 2:1 Sieg gegen Nürnberg

Veröffentlicht am 12. September 2010

Mannheim. Es war ein spannendes und packendes Spiel, das die 7.650 Zuschauer in der SAP-Arena zu sehen bekamen. Das einzige was fehlte, war das Salz in der Suppe, also viele Tore. Sowohl Mannheim wie auch Nürnberg spielte tolles Eishockey. Aber eben nur bis zum gegnerischen Gehäuse, dann war Schluss. Gleich reihenweise versagten die Stürmer auf beiden Seiten und ließen zahlreiche so genannter „100prozentiger Torchancen“ ungenutzt liegen. Ein Umstand der sich, sollte die Schussschwäche anhalten, im Laufe der Saison für beide Teams bitter rächen kann. Über das gesamte Match gesehen, geht der Mannheimer 2:1 (1:0/0:0/1:1) Sieg in Ordnung, wenn er auch etwas glücklich war und in erster Line einem weltklasse haltendem Fred Brathwaite zu verdanken war. Mit zahlreichen „Big Saves“ hielt er sein Team auf der Siegerstraße. Alles in allem, hätten die Nürnberger aber einen Punkt verdient gehabt. Betrachtet man die einzelnen Drittel, dominierte Mannheim die Abschnitte eins und drei, während Nürnberg im Mitteldrittel besser war.

Zur Chronologie:

Beide Teams versteckten sich nicht und spielten von Beginn an sehr offensiv. Nach rund zwei Minuten dann die große Chance für Nürnberg zu Torerfolg zu kommen, als sie in Überzahl agieren konnten. Trotz vieler Möglichkeiten vermochten sie es aber nicht Fred Brathwaite zu überwinden.

Die Adler machten es kurze Zeit später besser. In der 5. Minute erzielte Nathan Robinson in Überzahl das viel umjubelte 1:0 für Mannheim. In der Folgezeit blieb es bei dem offenen Schlagabtausch mit vielen Torchancen auf beiden Seiten, ohne dass ein Treffer fallen sollte. Kurz vor Ende des Drittels hatten die Adler noch zwei hochkarätige Einschussmöglichkeiten, aber die Blau-Weiß-Roten vermochten es nicht den Puck im Nürnberger Gehäuse unterzubringen. So ging es mit der knappen Adler-Führung in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt bot kampfbetontes Eishockey mit vielen packenden Torszenen. Das einzige Manko, es wollten keine Treffer fallen. Wobei sich Nürnberg ein leichtes optisches Übergewicht erspielte und die sich die klareren Einschussmöglichkeiten erarbeitete. Fred Brathwaite war hier der große Rückhalt von Mannheim.

Nürnbergs Kemp und Mannheims Ppaineau gerieten aneinander. - © by Gernot Kirch, Eishockey-Magazin

Das dritte Drittel hatte kaum begonnen, da jagte der Mannheimer Arendt frei auf Nürnberger Tor zu, doch scheiterte er knapp. Auf der Gegenseite machte es Rob Leask besser und erzielte den verdienten Ausgleich zum 1:1.

In der 48. Minute dann die erneute Mannheimer Führung durch einen herrlichen Schlagschuss von Ronny Arendt zum 2:1. Dieser Treffer versetzte dem Nürnberger Spiel einen Knacks. Erst in der Schlussphase vermochten sie sich wiederaufzubäumen.

Bange Minuten galt es für Mannheim dreieinhalb Minuten vor Schluss zu überstehen, als Nürnberg in Überzahl spielen konnte. Doch es wollte kein Treffer mehr fallen und so blieb es beim letztlich etwas glücklichen 2:1 Sieg für die Adler.

Trainer Harold Kreis fiel ein Stein vom Herzen, belegend ie Adler mit acht Pluspunkten doch nun rang zwei, bevor es am nächsten Wochenende zu zwei Auswärtsspielen nach Berlin und Wolfsburg geht.

Mannheim: Brathwaite – Pollock, Periard, Scalzo, Dietrich,  Reul, Cespiva – Robinson, MacDonald, Kink, Klinge, Methot, Seidenberg, King, Papineau, Arendt, El-Sayed, Ritter, Mauer

Nürnberg: Ehelechner – Kemp, Likens, Blanchart, Eriksson, Ancicka, Leask, Schüle – Barta, Greg Leeb, Brad Leeb, Grygiel, Beardsmore, Frosch, Aab, Chouinard, Bayda, Oblinger, Mann, Fischhaber

Schiedsrichter: Marcus Brill

Zuschauer: 7.653

Tore: 0:1 (5.Min) Robinson (Methot/Pollock), 1:1 (41. Min) Leask (Grygiel), 2:1 (48. Min) Arendt (Papineau/King)

Strafzeiten: Adler: 6 Minuten, Nürnberg acht Minuten

*** Brathwaite (Adler)

** Jeff Likens (Tigers)

* Ronny Arendt (Adler)

(Gernot Kirch)

Kommentare

TopAktuell
VideoNews
 UnsereALL-STAR-TEAMS

 DELStar-Wertung


TAGS

POPULÄR