Wien. (PM) Die UPC Vienna Capitals verlieren im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel gegen den EHC Black Wings Linz 2:3 nach Verlängerung. Die Wiener lagen vor 6.400 Zuschauern im Eissportzentrum Kagran bis sechs Minuten vor Schluss 2:1 in Führung, kassierten aber noch den Ausgleich und mussten sich in der Verlängerung geschlagen geben. Am Donnerstag geht es mit Spiel 3 der Best-of-Seven-Serie in Linz weiter.
Trotz Faschingsdienstag waren die Capitals im Eissportzentrum Kagran nicht zum Scherzen aufgelegt. Die Wiener starteten fulminant, Philipp Pinter hatte die erste Chance und als sich Francois Fortier im eigenen Drittel die Scheibe schnappte, bis vor das gegnerische Tor fuhr und trocken zum 1:0 für die Capitals einschoss, tobte die Halle. Wie bereits im ersten Viertelfinalspiel kontrollierten die Wiener das Geschehen, Linz war praktisch nicht vorhanden bis auf eine Aktion. Hisey spielte die Scheibe zur Mitte und ein Caps-Verteidiger lenkte sie zum 1:1 ins eigene Tor ab. Ein mehr als glücklicher Ausgleich für Linz.
Die Capitals fingen sich rasch, Linz ließ aber kaum Chancen zu und beide Mannschaften neutralisierten sich. Ein Lattenschuss von Francois Fortier blieb die einzige Ausbeute der Capitals. Auf der Gegenseite rettete Sebastian Stefaniszin zweimal bei Alleingängen der Linzer bravourös. Schwach war das Überzahlspiel der Capitals, fast sechs Minuten in Folge mit einem Mann mehr auf dem Eis blieben ohne zählbaren Erfolg. Erst ein neuerlicher Energieanfall von Francois Fortier brachte wieder Feuer ins Spiel. Fortier tankte sich rechts durch und schlenzte den Puck mit der Rückhand genau ins Kreuzeck – ein Traumtor des wieder erstarkten Goalgetters zum 2:1 für die Capitals. Jetzt waren noch 12 Minuten zu spielen und Linz musste kommen. Die Capitals brachten einmal die Scheibe nicht weg, und Baumgartner traf zum 2:2 – Verlängerung.

Michael Mayr, Linz und Tayler Holst, Vienna, UPC Vienna Capitals vs EHC Liwest Black Wings, Play Off -Viertelfinale, Spiel 2 - © by Eisenbauer, BW Linz
Die Capitals begannen mit einer 4 gegen 3-Überzahl, doch nach wenigen Sekunden verabschiedete sich Benoit Gratton ebenfalls auf die Strafbank, und als wieder 4 gegen 4 gespielt wurde, stand Grabher Meier unbehelligt vor dem Tor und konnte zum 3:2 für Linz einschießen. Die Capitals vergaben damit die große Chance, in der Serie auf 2:0 davon zu ziehen.
Headcoach Tommy Samuelsson: „Es war wieder das erwartet enge Spiel von zwei sehr guten Mannschaften, die die Fehler der anderen eiskalt ausgenützt haben. Es haben wieder Kleinigkeiten entschieden. Wir haben unsere Chancen leider nicht genützt. Im ersten Drittel haben wir sehr gut gespielt, im zweiten haben wir zuviel gewollt, was dem Gegner große Chancen eröffnete. Da hat uns Sebastian Stefaniszin mit großartigen Paraden im Spiel gehalten. Zudem waren wir im Powerplay zu umständlich. Jetzt geht alles wieder von vorne los. Es sieht nach einer langen Serie aus.“
Viertelfinale Best-of-Seven-Serie
19.02.2012 EHC Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals 3:4 n.V.
21.02.2012 UPC Vienna Capitals – EHC Liwest Black Wings Linz 2:3 n.V.
23.02.2012 EHC Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
26.02.2012 UPC Vienna Capitals – EHC Liwest Black Wings Linz
Falls notwendig:
28.02.2012 EHC Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
01.03.2012 UPC Vienna Capitals – EHC Liwest Black Wings Linz
04.03.2012 EHC Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
UPC Vienna Capitals – EHC Liwest Black Wings Linz 2:3 n.V. (1:1,0:0,1:1,0:1)
Tore: Fortier (5.,45.); bzw. Hisey (11./PP), Baumgartner (54.), Grabher Meier (64.)
Ausgleich! Wings holen Heimrecht zurück
Linz. (PM) Die Liwest Black Wings sind in den Play Offs angekommen! Die Linzer mussten zwar auch in Wien zwei Mal einen Rückstand ausgleichen, kamen dann aber in der Verlängerung zum 3:2 Sieg und eroberten damit den Heimvorteil wieder zurück. Nach dem Thriller von Kagran geht es nun beim Heimspiel am Donnerstag darum, nach der Serienführung zu greifen.

Danny Irmen, Linz checkt Andre Lakos, Vienna, UPC Vienna Capitals vs EHC Liwest Black Wings, Play Off -Viertelfinale, Spiel 2 - © by Eisenbauer, BW Linz
Auch wenn die Black Wings am Sonntag als Verlierer vom Eis gegangen waren, Trainer Rob Daum vertraute auf exakt jenes Team, das er auch schon in Spiel 1 ins Play Off Getümmel geschickt hatte. In einer erneut von Beginn an emotionalen Partie änderte sich aber auch sonst nichts gegenüber dem ersten Duell mit den Capitals: schon in der vierten Minute gerieten die Linzer mit 0:1 in Rückstand und mussten damit wie schon fast das gesamte erste Match reagieren.
Das taten die Stahlstädter auch und erarbeiteten sich in einer relativ ausgeglichenen Partie selbst die ersten Chancen. Die beste hatte Marcel Wolf, der einen Fehler des Wiener Schlussmanns nicht ausnützen konnte. Wenig später durften die Black Wings dann aber doch jubeln. Rob Hisey bekam im Power Play die Scheibe und wollte quer passen, sein Versuch kam zwar nicht an, wurde aber von einem Wiener Verteidiger unhaltbar abgefälscht und landete zum 1:1 Ausgleich im Netz.
Doch anstatt sich an diesem Treffer aufzurichten verbrachten die Linzer die nächsten Minuten fast permanent in Unterzahl und gerieten so wieder unter Druck. Mit gutem Penalty Killing verteidigten die Gäste aber das Remis und gingen mit diesem 1:1 in die erste Pause. Aus dieser kommend schienen sich die Oberösterreicher ganz langsam leichte Vorteile zu erspielen, ehe die Vienna Capitals einen gewaltigen Warnschuss abgaben. Nach einem schlimmen Fehlpass rettete nur noch die Querlatte für den bereits geschlagenen Alex Westlund.
Das Glück war in dieser Phase auf Seiten der Black Wings, die allerdings ihrerseits die Riesenchance auf die Führung hatten – und vergaben! Pat Leahy lief in der 32. Minute direkt von der Strafbank kommend alleine auf das Wiener Tor zu, konnte die Scheibe aber nicht im Netz zappeln lassen. Es sollte nicht die letzte Penalty-ähnliche Situation bleiben, denn wenig später war auch Mike Ouellette auf und davon, doch auch er fand keinen Weg vorbei am Capitals Schlussmann. Zu sorglos gingen die Linzer nun mit ihren Möglichkeiten um, verpassten es damit, erstmals in dieser Serie in Führung zu gehen.
Es ging mit dem Unentschieden in die letzten 20 Minuten und wie schon in Spiel 1 zeichnete sich ein Thriller ab. Der Schlussabschnitt begann für Rob Daum und sein Team denkbar schlecht, denn Danny Irmen musste vorübergehend mit einem kaputten Schlittschuh in die Kabine. Und als ob das nicht schon Nachteil genug gewesen wäre, folgte unmittelbar danach auch noch das zweite Gegentor. Dieses hatte nach Videostudium durch die Referees Bestand und es hieß 2:1 für die Hausherren. Jetzt waren die Black Wings gefragt, doch die Stahlstädter konnten einfach ihre Chancen nicht nützen.
Das änderte sich etwas mehr als sechs Minuten vor dem Ende, als Mike Ouellette die Scheibe an der Bande erkämpfte und quer auf Gregor Baumgartner passte. Dieser erwies sich einmal mehr als „Capitals-Spezialist“ und traf auch im 6. Spiel dieser Saison gegen die Hauptstädter. Sein Schuss ging genau ins linke Kreuzeck und es hieß 2:2. Dieses Unentschieden stand auch nach 60 Minuten auf den Anzeigetafeln in Wien Kagran und es ging im zweiten Viertelfinale zum zweiten Mal in die Verlängerung.
In dieser mussten die Linzer die ersten beiden Minuten mit einem Mann weniger auskommen, da Justin Keller kurz vor der Sirene noch eine Strafe kassierte. Eine unglaublich schwere Phase für die Daum-Schützlinge, denn eine 4 gegen 3 Überzahl ist im Eishockey ein nicht unerheblicher Vorteil. Aber die Stahlstädter überstanden auch diese Phase unbeschadet, schöpften daraus Kraft und kamen zum Sieg!
Es war die dritte Linie der Black Wings, die in der 64. Minute in die Zauberkiste griff und nach schöner Vorarbeit von Daniel Oberkofler zog Martin Grabher-Meier sofort ab. Sein Schuss zappelte im Netz, was den Druck von den Schultern der Oberösterreicher fallen ließ. Mit unglaublichem Jubel wurde der Sieg gefeiert!
Dieses Erfolgserlebnis muss man nun mitnehmen und am Donnerstag in Spiel 3 dort fortsetzen, wo man aufgehört hat. Dann steigt in der Keine Sorgen EisArena das nächste Duell des Thrillers gegen die Capitals.
Vienna Capitals – EHC Black Wings Linz 2:3 n.V. (1:1, 0:0, 1:1, 0:1)
Tore: 1:0 Fortier (4.), 1:1 Hisey (11./PP), 2:1 Fortier (45.), 2:2 Baumgartner (54.), 2:3 Grabher-Meier (64..
Stand in der Best of Seven Serie: 1:1 (4:3 n.V., 2:3 n.V.)
Die weiteren Termine der Best of Seven Serie:
23.02.12, 19:15: Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
26.02.12, 17:30: UPC Vienna Capitals – Liwest Black Wings Linz
28.02.12, 19:15: Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
*01.03.12, 19:15: UPC Vienna Capitals – Liwest Black Wings Linz
*04.03.12, 17:30: Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
*… falls notwendig
!
Archivfotos zum Thema:


