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Unna / Krefeld. (MR) Iserlohn rettete sich in buchstäblich letzter Sekunde in die Overtime, in Krefeld nutzte Darren Mieszkowski eine Strafe gegen das eigene... Das DNL-Wochenende: Enge und auch verrückte Spiele!
Schwenningens Philip Spechtenhauser taucht vor Justin Figge auf - © by EH-Mag. (DR)

Schwenningens Philip Spechtenhauser taucht vor Justin Figge auf – © by EH-Mag. (DR)

Unna / Krefeld. (MR) Iserlohn rettete sich in buchstäblich letzter Sekunde in die Overtime, in Krefeld nutzte Darren Mieszkowski eine Strafe gegen das eigene Team zu zwei (!) Treffern.

In der blauen Gruppe hatte der Iserlohner EC den Schwenninger ERC zu Gast, und zunächst zeigten sich die Gastgeber in der Eishalle Königsborn abgeklärter und mit mehr Zug zum Tor. Folgerichtig ging Iserlohn auch im Startabschnitt durch Robin Poberitz in Führung. Die Schwarzwälder meldeten sich hellwach aus der Pause zurück, als die Hausherren gerade wieder komplett waren (Kevin Richter). Mit einer Bogenlampe legten die Young Roosters wieder vor, und es ging weiter hin und her. Auf den Ausgleich in Überzahl hatte Iserlohn wenig später die passende Antwort, doch in der nächsten Strafzeit rappelte es noch einmal im Iserlohner Kasten. Diesmal hatte Christian Bauhof für Schwenningen in Unterzahl den Ausgleich hergestellt.

Schwenningen mit Rückenwind

Nachdem die Gäste früh im dritten Durchgang erstmalig in Führung gegangen waren, hatten sie enormen Rückenwind und waren einem weiteren Treffer näher als die in der Tabelle zwei Plätze besseren Iserlohner dem erneuten Ausgleich. Schwenningen verteidigte das eigene Drittel und fuhr gefährliche Konter. Gästegoalie Leon Meder trieb die Gastgeber ein ums andere Mal schier zur Verzweiflung. In den Schlusssekunden jedoch – der gegnerische Kasten war bereits seit geraumer Zeit leer – geriet Meder ein wenig zu weit von seiner Linie ins Straucheln, und Lars Reuß konnte unbedrängt ins leere Tor einschieben zum umjubelten 4:4 für Iserlohn – zwei Sekunden standen noch auf der Uhr! In der fälligen Overtime schickte Thomas Pipa Philip Spechtenhauser mit der Befreiung. Spechtenhauser mit langen Schritten schnell im Angriffsdrittel konnte das Spielgerät hinter dem Goalie einschieben zum noch größeren Jubel seiner Kameraden und zum 5:4 Sieg für den SERC.

Am Sonntag traf man sich am Seilersee. Nach torlosem Startabschnitt zogen die Gäste auf 1:4 davon, ehe Iserlohn am Ende das Ergebnis freundlicher gestalten, beim 3:4 aber dennoch keine Punkte einfahren konnte.

In Gruppe Blau gab es die folgenden anderen Ergebnisse:

EV Regensburg schlug den Qualifikanten EV Füssen glatt mit 5:0, der ESV Kaufbeuren konnte ein 5:4 erst in der Verlängerung einfahren, nachdem der ERC Ingolstadt nach 20 Minuten 3:0 geführt hatte. Dresden und Rosenheim trennten sich 2:5 und 4:5.
Sonntags spielte Füssen gegen Kaufbeuren und konnte dieses Spiel 2:1 für sich entscheiden.
Der EV Regensburg musste in Ingolstadt ran und fuhr hier ein deutliches 9:0 ein: der zweite Shutout an diesem Wochenende!

Marco Sprüngel scheitert an Jendrik Allendorf – © by EH-Mag. (DR)

10 Tore für Augsburg aber nur 2 Punkte

In der anderen, der roten Gruppe trat der Augsburger EV in der Krefelder Rheinlandhalle an. Hier entwickelte sich ein enges, teilweise nickelig bis hart geführtes Match. Die Schwaben gingen zwei Male in Führung, doch dann passierte etwas, das es nicht alle Tage zu sehen gibt: Krefeld geriet in Unterzahl, doch statt einen weiteren Treffer zu kassieren traf Darren Mieszkowski zunächst zum 2:2 Ausgleich. Und er legte in derselben Unterzahl einen drauf! Kurz vor Drittelende glich Augsburg nochmals aus. Mit dem sehr frühen Treffer begannen die Gäste den mittleren Abschnitt, mit dem späten beendete Krefeld den zweiten Durchgang. Da im dritten Drittel und auch in der Verlängerung kein Tor mehr fallen wollte, musste das Penaltyschießen her. Hier holte Marco Sternheimer mit dem 5:4 den Zusatzpunkt in die Fuggerstadt.

Augsburgs Marco Sternheimer im Interview

Augsburg verschläft den Start am Sonntag

Sonntags hatte der KEV ’81 den besseren Start und traf bereits nach 39 Sekunden, in Ãœberzahl noch in der vierten Spielminute, ehe Marco Sternheimer die Augsburger im Spiel anmeldete. Ein Doppelschlag brachte die Hausherren endgültig auf die Siegerstraße, dass es mit 5:1 in die Pause ging. Christian Paul-Mercier zeigte, dass nicht nur Krefelds erste Reihe treffen kann und schnürte zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich mal einen Doppelpack. Die Oberschwaben hingegen waren in der Produktion völlig von der Topreihe abhängig, Sternheimer verkürzte auf 8:4 nach 40 Minuten. Im Schlussabschnitt drückten die Gäste, waren jedoch nur noch ein einziges Mal erfolgreich, während Darren Mieszkowski mit dem Schuss ins leere Tor den Endstand von 9:5 herstellte.

Die anderen Partien der Gruppe Rot:

Eisbären Juniors gegen EV Landshut 3:0 und 4:1.
Der Kölner EC hatte mit dem EC Bad Tölz ebenso keine Probleme und fuhr zwei ungefährdete Siege ein (6:2 / 6:0).

Spruch des Wochenendes: „Spielen wir jetzt nach anderen Regeln? Muß ich nur wissen, dass wir uns drauf einstellen!“ (Christian Hommel / IEC, als nach 38 Spielminuten das erste Mal ein Icing als solches abgepriffen wurde).

Michaela-Ross

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