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Das war es nun also: Das Summergame 2016 zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies. Eines vorab: An dieser Stelle... „Die Drittelpause“: Eventgames sind nicht beliebig oft wiederholbar!
Summergame-Sieger: Kassel Huskies - © by City-Press

Summergame-Sieger: Kassel Huskies – © by City-Press

Das war es nun also: Das Summergame 2016 zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies.

Eines vorab: An dieser Stelle soll den anwesenden Fans, den Aktiven und den „Machern“, die sicherlich extrem viel Energie in dieses Event gesteckt haben, das verdiente Lob für die geleistete Arbeit nicht entzogen werden. Ein solches Mammut-Event auf die Beine zu stellen kostet extrem viel Zeit, Energie und nicht zuletzt Geld. Insgesamt lief das Summergame sehr ordentlich über die Bühne.

Wer es mit Löwen oder Huskies hält wird dieses Spiel auch sicherlich als Highlight in Erinnerung behalten. Gleiches gilt für die Zuschauer, die zum ersten Mal ein Eishockeyspiel in einem deutschen Fußballstadion erlebt haben. Das soll auch so sein und ist völlig nachvollziehbar.

Jetzt kommt das Aber: Nach dem einzigartigen WM-Eröffnungsspiel 2010 auf Schalke folgten weitere sogenannte „Eventgames“ mit dem Wintergame in Nürnberg 2013, dem Wintergame in Düsseldorf 2015 und dem Winterderby in Dresden 2016.
Frankfurt wollte gestern liebend gerne den DEL2 Zuschauerrekord (31.853) der Dresdner knacken. Das wurde mit 30.000 Zuschauern, wenn auch nur knapp, verfehlt. Kapazitäten wären in der Frankfurter Commerzbank-Arena noch reichlich vorhanden gewesen. Ob es am Zeitpunkt Anfang September, den erst kürzlich zu Ende gegangenen Sommerferien in Hessen oder dem fast gleichzeitig stattfindenden Fußball Bundesliga Derby zwischen Darmstadt 98 und der Eintracht lag ist letztlich egal. Frankfurt hat nicht die Massen mobilisieren können, wie es sich manch einer erhofft hatte. Das zeichnete sich schon vor einigen Wochen ab.

Auffällig ist, dass bis auf die unterschiedlichen Teams und einem jeweils anderen Musik-Act keinerlei Veränderungen im Ablauf von Wintergames, Winterderbys oder nun Summergame zu erkennen sind. Und genau das ist der Knackpunkt. Diese Events gleichen wie ein Ei dem anderen und sind nun so langsam aber sicherlich „durch“. Sah man bei den ersten Events dieser Art noch viele Anhänger anderer Klubs, so war deren Anzahl in Frankfurt doch eher verschwindend gering. Ein weiterer Fingerzeig, dass man solche Events eben nicht beliebig oft unter leicht veränderten Namen und unter gleicher Ablaufhülle innerhalb weniger Jahre wiederholen kann.
45 Euro sind dazu für einen Platz im Oberrang der Arena, von dem man aus weder Puck oder Namen auf den Trikots erkennen kann, ein stolzer Preis. Wer in den vorherigen Eventgames schon nichts hat sehen können, der/die überlegt sich genau, ob man sich einen teureren Platz gönnt oder doch besser gleich daheim bleibt.

Bleibt zu hoffen, dass man im kommenden Januar für das nächste DEL-Wintergame in Sinsheim auch aus dem Frankfurter Hessenderby einige Lehren zieht. Wenn Mannheim und auch Schwenningen im kommenden Januar auch Fans aus anderen Regionen mobilisieren wollen, dann muss schon etwas ganz Besonderes neben dem eigentlichen Spiel geboten werden, damit sich das Wintergame 2017 von den bisherigen Stadionspielen deutlich unterscheidet.
Ansonsten – und das darf hier auch so ausgesprochen werden – ist das Eventgame bald Geschichte, weil man es nicht geschafft hat jeder dieser Veranstaltungen einen ganz speziellen, besonderen Stempel aufzudrücken. Es sei denn, man gibt sich mit 20.000 Zuschauern in einem halbleeren Stadion zufrieden. Das wird aus Kostengründen schon kaum vorstellbar sein! Eventgames sind nicht beliebig oft wiederholbar wie Dinner for one im Silvester-TV.

Deshalb gratuliere ich dem DEB zu der Entscheidung bei der WM 2017 im kommenden Jahr keine Wiederholung des WM Eröffnungsspiels von 2010 auf Schalke angestrebt zu haben. Eine sehr weise Entscheidung!
(MK)

Redaktion

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