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Die Eishockey WM, nein die Heim WM, ist nun gerade mal vier Tage vorüber. Nur allzu gerne spricht man ganz allgemein... „Die Drittelpause“: Und wieviel Schwung bleibt am Ende noch so übrig?

Deutschlands Spieler singen die deutsche Natinalhymne – © by
ISPFD

Die Eishockey WM, nein die Heim WM, ist nun gerade mal vier Tage vorüber. Nur allzu gerne spricht man ganz allgemein im Sport nach großen und erfolgreichen Turnieren davon, dass man doch „den Schwung mitnehmen“ muss. Das ist sicherlich gut gemeint. Ich frage allerdings mal ganz ehrlich: Welchen Schwung denn bitte?

Sportlich war die Heim WM für den DEB eine mehr als ordentliche Vorstellung. Das Viertelfinale ist ein äußerst respektables Ergebnis. Wer „mehr“ erwartet hatte, ist mehr Träumer als Realist. Eine Viertelfinalteilnahme ist schon so ziemlich das Maximale. Haben einige Nordamerika-Legionäre Zeit und Lust noch ein paar Spiele mehr auch den Bundesadler auf der Brust zu tragen, dann ist eine Wiederholung möglich. Gleichzeitig muss es aber auch gelingen noch mehr Tiffels, Abeltshausers und Kahuns in die Nationalmannschaft zu integrieren.

Wirtschaftlich soll laut SID für den Verband und den Vermarkter ein rundes Milliönchen übrig bleiben. Auch das ist sehr positiv. Der schon vor der WM schuldenfreie DEB kann nun Geld in die Hand nehmen und in die Zukunft (Ausbildung) investieren. Auch das ist gut und noch besser, wenn man das Geld clever anlegt. Das wird sich dann in einigen Jahren spätestens zeigen.

Ja, und sonst? Wieviel WM bleibt beim „Otto-Normal-Sportinteressierten“ Bürger noch so hängen? Ich sage, dass da im Gegensatz zu den Eishockeyfans sehr wenig bleibt. Der Auftaktsieg gegen die USA, die Greiss´schen Likes und das Lettland-Match könnten eventuell noch ganz kurz nachwirken. Allerdings findet die WM bekanntlich am Ende der Eishockeysaison statt. Da lässt sich Schwung, wie stark er auch immer sein mag, grundsätzlich nur schwer mitnehmen. Die Handballer haben es da schon etwas leichter, weil sie nach einem internationalen Turnier (EM/WM) wieder in die Liga einsteigen. Die „Stars“ kann man dann durchaus zeitnah nochmal live bewundern. Das ist hierzulande im Eishockey nun mal anders. Die Sommerpause hat uns nun fest im Griff und der nächste Nationalmannschafts-Lehrgang Ende Juli findet praktisch traditionell unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

„König Fußball“ mit den nationalen und internationalen Finalspielen hat in den Medien längst wieder die Alleinherrschaft errungen. Und in den Köpfen der Bürger ist die Eishockey WM längst bestenfalls ins Archiv gerutscht.

Bleibt zu hoffen, dass man das Wenige, das bleibt nicht wieder einmal selbst durch Insolvenzen und öffentliche Streitereien dem Erdboden gleichmacht. Die Auseinandersetzung zwischen DEL und DEL2 zum Thema Auf- und Abstieg bietet hier leider viel Potenzial.

Ein Dauerthema bleibt der Austragungsrhythmus einer WM. Muss eine WM auch in einem olympischen Jahr sein? Ist das wirklich noch zeitgemäß? Ich denke nicht, zumal in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger ein WM-Turnier von zwei Verbänden gemeinsam organisiert wurde. Wenn auf drei WM-Turniere im Folgejahr „nur“ das olympische Eishockeyturnier mit allen Weltstars, also auch mit denen aus der NHL, ausgetragen würde, dann wäre das Glück doch fast perfekt.

(Michael Krähling)

Über „Die Drittelpause“: In der sogenannten „Drittelpause“ greifen verschiedene Autoren aktuelle Themen auf und beziehen hier klar persönlich Stellung. Hierbei wird Nebensächliches zur Hauptsache gemacht und umgekehrt. Es wird gerne überspitzt, frech und vielleicht auch manchmal einfach nur „anders“ argumentiert und kommentiert. Mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern und mal mit dem Dampfhammer oder in Satireform. „Die Drittelpause“ ist nicht neutral und ausgeglichen, sie ist die oft persönliche Meinung des Autors / der Autorin und soll Anlass zur Diskussion bieten.

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Redaktion

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