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Köln (HHK) Mit einem Transparent „Danke! Die Mission XL beginnt.“ bedankten sich die Haie-Spieler nach dem hart erkämpften 6:4-Erfolg über die...
Torwart Dany Aus den Birken, Marco Sturm und Casey Borer (rechts) im Kampf um die Scheibe beim Match Köln - Nürnberg - © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Torwart Youri Ziffzer, Marco Sturm und Casey Borer (rechts) im Kampf um die Scheibe beim Match Köln – Nürnberg – © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Köln (HHK) Mit einem Transparent „Danke! Die Mission XL beginnt.“ bedankten sich die Haie-Spieler nach dem hart erkämpften 6:4-Erfolg über die Nürnberg Ice Tigers bei ihren begeisterten Fans.  Es war der Hinweis darauf, dass im Jahr des 40jährigen Bestehens der Haie jetzt die Titeljagd beginnt, die Mission XL. Die Buchstabenkombination ist doppeldeutig. Einerseits steht sie für die 40 in lateinischen Ziffern, andererseits für extra large = extra groß und dieses „extra groß“ soll in Form der Meisterschaft folgen…

Mit 99 Punkten belegen die Haie in der Abschlusstabelle der Punktrunde 2012/13 den zweiten Platz hinter den punktgleichen Mannheimer Adlern und erstmals seit 2008 ziehen die Haie wieder direkt ins Playoff-Viertelfinale ein. Gegner werden dort möglicherweise erneut die Ice Tigers sein, oder  falls die Nürnberger gegen Wolfsburger in der ersten Playoffrunde ausscheiden sollten, der Gewinner aus der Paarung Augsburg – Straubing.

Das Spiel in Köln beginnt mit einer knappen Viertelstunde Verzögerung, weil beim Warmlaufen gleich zwei Plexiglasscheiben hinter dem Kölner Tor zerbarsten und die Aufräum- und Reparaturarbeiten einige Zeit dauerten. Die Aggressivität, die die Haie beim Warmlaufen gezeigt hatten, übernahmen sie auch ins Spiel. Nach drei Minuten meinte ein Beobachter auf der Pressetribüne: „Die Haie waren jetzt schon aktiver als im ganzen Spiel in Düsseldorf.“

In der Tat erarbeiteten sich die Haie in den ersten Minuten eine Reihe guter Chancen, aber auch die Gäste kamen immer wieder gefährlich vor das erneut von Youri Ziffzer gehütete Kölner Tor. Dass die Franken dann in der 8. Minute durch Yan Stastny in Führung gehen konnten, war der Mithilfe des Kölner Abwehrspielers Ales Kranjz zu verdanken, der im eigenen Drittel den Puck vertändelte und Stastny ein Solo Richtung Kölner Tor erlaubte. Danach setzte sich  Nürnbergs Torhüter Andreas Jenike einige Male gut in Szene, während Ziffzer keine Chance hatte gegen einen knallharten Schuss von Erich Chouinard. Der Puck sprang so schnell aus dem Tor wieder heraus, dass sich die Unparteiischen am Video überzeugen mussten, dass die Scheibe die Torlinie wirklich überschritten hatte. Als dann auch noch Casey Borer mit einem nicht unhaltbar scheinenden Schuss von der blauen Linie auf 0:3 erhöhte, wurde es ruhig in der Lanxess-Arena. Nathan Robinson sorgte mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 in der 19. Minute für neue Hoffnung bei den Haien.

Die kamen mit viel Schwung aus der Pausenkabine und sorgten für einigen Wirbel vor Jenikes Gehäuse. Eine bemerkenswerte Szene gab es in der 29. Minute. Als Nathan Robinson in der neutralen Zone zu Fall kam, zeigte Schiedsrichter Schütz sofort eine Strafe gegen Nürnberg an. In der folgenden „Powerbreak-Pause“ beriet sich Schütz mit seinem Kollegen Oswald und den Linesmen und nahm seine Entscheidung zurück. Und damit lag er völlig richtig! Kompliment an den Unparteiischen für diese mutige Entscheidung,

Mirko Lüdemann (links) und Felix Schütz im Smalltalk - © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Mirko Lüdemann (links) und Felix Schütz im Smalltalk – © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Drei Minuten später aber wanderte dann wirklich ein  Gästespieler auf die Strafbank (Daniel Weiß), und prompt nutzten dies die Gastgeber zum zweiten Tor. Den Steilpass auf Nathan Robinson lieferte Andreas Holmqvist, und trotz Behinderung ließ sich Robinson auf dem Weg zum 2:3 nicht aufhalten. Eine gute Minute später landete der Puck erneut im Nürnberger Tor. Jubel bei den Haien, die Schiedsrichter zeigten den Treffer auch an, gingen aber dann doch noch ans Videogerät. Unter dem tosenden Jubel der Kölner Fans entschieden sie auf Tor, es stand 3:3. Unbeeindruckt zeigten sich die Gäste, Patrick Reimer brachte sie erneut in Führung. Gleich danach hätte Patrick Buzas für die Vorentscheidung sorgen können, doch er verfehlte ein Zuspiel frei vor dem Kölner Tor.

Der überragende Kölner Nathan Robinson bereitete in der 43. Minute dem erneuten Ausgleich mit einem tollen Zuspiel auf Charlie Stephens vor. Chancen gab es nun hüben wie drüben bis zur erstmaligen Führung der Haie in der 53. Minute. Wer anders sollte der Torschütze sein als Nathan Robinson?!.  Mit einem wunderbaren Solo spielte er sich an mehreren Gegenspielern vorbei, ehe er ins Tor schoss.

Im Mittelpunkt der nächsten spektakulären Szene stand Linienrichter Andreas Kowert, der von einem Puck an der Schläfe getroffen wurde und vorzeitig in die Kabine musste. Alles Gute von uns!

Spektakuläre Szenen gab es aber auch weiter vor den beiden Toren. Eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich vergab in der 58. Minute Connor James. Natürlich nahm Gästecoach Beng-Ake Gustafsson in der Schlussphase seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, musste aber dann ansehen, wie Kölns Routinier Mirko Lüdemann eine Minute vor der Schlusssirene aus der neutralen Zone heraus ins leere Tor traf.

Für Statistikfans: Robinsons Hattrick war der erste eines Haie-Spielers in dieser Saison und für Robinson war es das erste Spiel im Haie-Dress mit mehr als einem Tor. Vier Skorerpunkte hatte Robinsons Sturmpartner am 12. Oktober beim 6:5–Sieg in Berlin gesammelt (1 Tor, drei Assists).

Mirko Lüdemann erzielte das letzte Tor für die Haie in der Punktrunde 2012/13. Am ersten Spieltag im September hatte er gegen die Krefeld Pinguine auch das erste Saisontor der Haie geschossen.

Trainerstimmen:

Bengt-Ake Gustafsson: Wir waren sehr gut im ersten Drittel, sehr fokussiert. Dann wurden wir zu passiv im zweiten Drittel. Besser waren wir wieder im letzten Drittel, aber da haben wir keine Tore gemacht. Jetzt hoffen wir auf eine Rückkehr nach Köln in wenigen Tagen.

Uwe Krupp: Nürnberg hatte sich in den letzten Wochen stabilisiert und einen guten Lauf. Wir haben im ersten Drittel gut begonnen, aber Nürnberg hat die sich bietenden Chancen genutzt. Wichtig war für uns das 1:3 Ende des ersten Drittels. In das zweite Drittel sind wir mit viel Energie gegangen und auch durch Patrick Reimers Tor haben wir uns nicht unterkriegen lassen. Wir sind froh, dass wir dieses Spiel noch gewinnen konnten.

 

Statistik:

0:1 (7:24) Yan Stastny; 0:2 (12:25) Eric Chouinard (Dusan Frosch, Evan Kaufmann); 0:3 (15:07 PP) Casey Borer (James Pollock, Connor James); 1:3 (18:34) Nathan Robinson (Alexander Weiß, Andreas Holmqvist); 2:3 (12:55 PP) Nathan Robinson (Daniel Tjernqvist, Andreas Holmqvist); 3:3 (34:08) Felix Schütz (Alexander Weiß, Björn Krupp); 3:4 (35:47) Patrick Reimer (Ryan Bayda, Brett Festerling); 4:4 (41:42) Charles Stephens (Nathan Robinson, John Tripp);  5:4 (52:01) Nathan Robinson (John Tripp, Andreas Holmqvist); 6:4 (59:01 empty net) Mirko Lüdemann (Empty Net) (Christopher Minard, Ales Kranjc)

Strafen: Haie 8 – Nürnberg 4

Torschüsse: Haie 38 – Nürnberg 27

 

Zuschauer:  13.126
Aufstellungen:

Kölner Haie: Ziffzer (Renkewitz) – Holmqyist, Tjernqvst; Kranjc Müller; Ankert, Lüdemann; Krupp; – Minard, Falk, Gogulla; Tripp, Stephens, Robinson; Sturm, Schütz, Weiß A.; Ticar, Claaßen,  Ohmann

Thomas Abo Ice Tigers: Jenike (Hertel)  Festerling, Schüle; Borer, Pollock; Leask, Butenschön; Jaspers – Bayda, Reinprecht, Reimer; James, Stastny, Buzas; Frosch, Chouinard, Kaufmann;  Rupprich, Weiß D., Aab

Three Stars:
+++  (1. Top-Star)    Robinson
++  (2. Top-Star)      Reimer
+  (3. Top-Star)        Lüdemann

 

Fotostrecke zum Spiel

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Redaktion

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