Rosenheim. (Mi) „Ja wir kommen gerne her, das ist auch ne schöne Gegend“ meinte Dirk Rohrbach in der Pressekonferenz nach dem 5:4-Erfolg im Penaltyschießen seiner Lausitzer Füchse bei den Starbulls Rosenheim. Das war der vierte Erfolg der Füchse im vierten Spiel seit dem Rosenheimer Aufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga.

 

Vor 2.375 Zuschauern gingen die Starbulls durch nach schöner Vorarbeit von Goldhelm Corey Quirk, der Patrick Asselin bediente, in Führung (14. Minute).
Die Antwort der Füchse kam nur 41 Sekunden später. Erwin Masek wurde als Torschütze genannt, wobei dessen Pass Starbulls-Verteidiger Ryan Gaucher an den Schlittschuh prallte und von dort die Scheibe unhaltbar für Norm Maracle ins Netz (14. Minute) ging.

 

Jonathan Boutin war der Lausitzer Matchwinner - © by Eishockey-Magazin

Tore gab’s erst wieder zum Beginn des zweiten Drittels: Hauptschiedsrichter Christian Oswald schickte in der 21. Minute zunächst Füchse-Torjäger Marc Delago auf die Strafbank. Zwanzig Sekunden später schlug ein Schlagschuss von Beppo Frank ins Tor von Joanthan Boutin ein. Zunächst war noch Patrick Asselin als Torschütze angegeben worden, was später aber wieder korrigiert wurde.
Doch die Lausitzer Füchse wurden auch nach der erneuten Rosenheimer Führung nicht nervös. Im Gegenteil: Wieder war Starbulls-Verteidiger Ryan Gaucher der Pechvogel, der einen Schuss von Jared Ross zum 2:2 Ausgleich (bei Überzahl) abfälschte.
Genau dieser Jared Ross wäre beinahe zur tragischen Figur des Spiels geworden. Zunächst erhielt Kapitän Sebastian Klenner zwei Strafminuten, nur 10 Sekunden später erwischte es Ross mit einer 2 + 10-Minuten Disziplinarstrafe wegen Banden-Checks.
Diese 5:3-Überzahl nutzten die Starbulls zu zwei Treffern: Zunächst war es wieder Patrick Asselin, der auf Zuspiel von Corey Quirk zum 3:2 traf, und nur 52 Sekunden später verwandelte Kapitän Stephan Gottwald ein traumhaftes Zuspiel von Mitch Stephens zum 4:2 (beide Treffer in der 40. Minute).

 

Im letzten Drittel bliesen die Füchse zur Aufholjagd. Begünstigt durch den „Tiefschlaf der Rosenheimer Abwehr“ konnte Thomas Götz von hinten um das Rosenheimer Tor herumfahren und unbedrängt zum 4:3 Anschlusstreffer ins lange Eck einschieben (53. Minute).
Endgültig konsterniert waren die Rosenheimer nach dem 4:4-Ausgleich durch Chris Straube (56. Minute).
Die Füchse hatten sogar noch die Chancen zum Sieg. Aber zweimal parierte Rosenheims Goalie Norm Maracle nach Alleingängen der Gäste in unglaublich Manier und sicherte den Starbulls zumindest einen Punkt.

 

Livereportage des Penaltyschießens


So mussten beide Mannschaften in die Verlängerung. Hier scheiterten wiederum die Starbulls mehrfach an Gästetorwart Jonathan Boutin.

 

Beim Penaltyschießen stellte Rosenheims Trainer Franz Steer seine drei Topscorer auf: Aber Mitch Stephens, Corey Quirk und Patrick Asselin vergaben. Während Danny Albrecht den entscheidenden Penalty ins Tor brachte.

 

In der Tabelle hat Rosenheim zwar auf dem 4. Platz noch drei Punkte Vorsprung auf den ESV Kaufbeuren, der aber zwei Spiele weniger absolviert hat. Weißwasser bleibt Tabellensechster mit zwei Punkten Vorsprung auf Bremerhaven und Hannover.

 

Die Stimmen nach dem Spiel

 



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