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Iserlohn. (MK) „Und jetzt gegen Bremerhaven, woll. Die können wir packen, wenn die nur nicht wieder so einen Scheiß, wie letzten... Die zwei Gesichter der Iserlohn Roosters – Playoff-Serie gegen Bremerhaven verspricht enge Spiele

Jordan Owens (Bremerhaven, links) und Jason Jaspers machten schon im Laufe der Saison nähere Bekanntschaft – © Eh.-Mag. (JB)

Iserlohn. (MK) „Und jetzt gegen Bremerhaven, woll. Die können wir packen, wenn die nur nicht wieder so einen Scheiß, wie letzten Freitag spielen“, brachte der langjährige Roostersfan Bernhardt (64) es am Montagmorgen am Kiosk beim Kauf der Heimatzeitung auf den Punkt.

Nach der desolaten Vorstellung am Freitag daheim gegen Schwenningen (2:5), zeigten die Iserlohn Roosters am Sonntag wieder ihr anderes Gesicht und gewannen beim amtierenden Meister München mit 3:4 nach Verlängerung. 80 Sekunden fehlten den Sauerländern zum „Dreier“. In der Abschlusstabelle fehlen den Roosters zwei Punkte zum direkten Viertelfinaleinzug. So aber müssen die Iserlohner in der sogenannten ersten Playoff-Runde gegen Bremerhaven antreten. Gespielt wird in einer Mini „best of three“-Serie: Wer zwei Siege geschafft hat, trifft im Viertelfinale dann auf Berlin oder München. Das ist abhängig vom Ausgang der anderen Serie zwischen Wolfsburg und Schwenningen.

Ein Wechselbad der Gefühle, wie am zurückliegenden Wochenende, gab es im Saisonverlauf schon häufiger. Nach der enttäuschenden 6:1 Klatsche Mitte November in Düsseldorf, gelangen den Schützlinge von Rob Daum fünf Siege in Folge. Im Januar verlieren die Roosters gegen Kellerkind Krefeld auf eigenem Eis deutlich mit 2:5. Drei Tage später putzen sie das Top-Team aus Nürnberg mit 5:2 und legen einen Auswärtssieg in Mannheim nach. Vor der Olympiapause werden die IEC-Cracks in Straubing mit 5:1 heimgeschickt. Zum Auftakt in die heiße Phase gelingt ein 3:1 Heimerfolg gegen Köln. Alles scheint fokussiert und auf Kurs. Nur zwei Tage später folgte aber dann die maßlos enttäuschende Partie gegen Schwenningen (2:5), die mit den zwei Punkten am letzten Sonntag in München wieder halbwegs geradegerückt wird.

Diese Schwankungen innerhalb kürzester Zeit sind nur schwer erklärbar. In der laufenden Saison gelang den Roosters beispielsweise gegen Düsseldorf kein einziger Sieg.

Iserlohns Siegtorschütze am Sonntag, Marko Friedrich, war nach dem Schlusspfiff in München gegenüber Telekom Sport ebenfalls hin- und hergerissen: „Es ist immer schön den Gamewinner zu schießen. Leider hat es nicht so viel gebracht, weil wir die Top-6 verpasst haben. Schade, denn unsere Mannschaft hat alles gegeben. Dieses Spiel kann uns auf jeden Fall viel Mut für die nächste Runde geben. Wir wissen, was wir können. Wir können gut spielen, wenn wir auch wollen und wenn wir bereit sind. So wie heute, dann spielen wir auch super Eishockey und so werden wir auch Bremerhaven schlagen. Zunächst kommt Bremerhaven in unsere Halle in den Hexenkessel, wo sie mindestens ein Spiel gewinnen müssen. Ich denke das werden spannende Spiele mit dem hoffentlich glücklichen Ende für uns.“

Spätestens jetzt sollten die Sinne bei den Roosters geschärft sein. Ein Spiel, wie gegen Schwenningen, genügt schon, um den Traum von der nächsten Runde platzen zu lassen.
Gegen die Fischtown Pinguins haben die Roosters in dieser Saison bereits sechs Partien ausgetragen. In der Saisonvorbereitung unterlag man im Rahmen des Bietigheimer Ice Cup den Pinguins mit 1:0. Nur eine Woche später gewann man in Bremerhaven mit 4:2 und verteidigte den SWB-Cup.
In der Meisterschaft stehen in Bremerhaven ein Sieg und eine Niederlage in den Statistiken. Auf eigenem Eis gewann man beide Spiele, eines davon nach Penaltyschießen. Die Bilanz aus der DEL Hauptrunde spricht mit 10:7 Toren und 8:4 Punkten für die Roosters. Sie zeigt aber auch, wie eng es zwischen beiden Teams bisher zuging. Das alles zählt nun aber ab Mittwoch nichts mehr. In den Playoffs beginnt alles neu bei null. Es gilt von Beginn an bereit zu sein, da sind sich Stürmer Marko Friedrich und Fan Bernhardt sicherlich einig.


Die Spieltermine:

Mittwoch 19:30 Uhr: Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins
Freitag 19:30 Uhr: Fischtown Pinguins – Iserlohn Roosters
Sonntag (falls erforderlich): Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins

Redaktion

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