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Düsseldorf. (MR) In dieser und den nächsten Folgen kommen ein paar Spieler zu Wort. Wir wollten von ihnen wissen, wann und...
Mirko Höfflin © by Steve Duchesne

Mirko Höfflin © by Steve Duchesne

Düsseldorf. (MR) In dieser und den nächsten Folgen kommen ein paar Spieler zu Wort. Wir wollten von ihnen wissen, wann und wo sie DNL gespielt haben, wie dort der Alltag aussah, wie es in dieser Zeit mit Schule und Ausbildung geklappt hat, was für sie nach der DNL kam und wie sie realistisch ihre Zukunft einschätzen.

 

Außerdem sollte jeder seine Meinung und Wünsche darüber äußern, was im deutschen Eishockey geändert / verbessert werden könnte oder sollte, damit dieser Sport für den Nachwuchs attraktiver wird. Zum Schluss überlegte jeder, ob er aus heutiger Sicht an irgeneinem Punkt seines Lebens etwas anders machen würde.

Die heutigen Teilnehmer sind:

Raphael Niederehe (*93 in Willich) – DNL Krefeld – letztes Team Grefrather EG (Oberliga West / 2013-14)

Eric Stephan (*94 in Berlin) – DNL Berlin / Düsseldorf – 1x U18 WM Teilnahme – 2014/15 EC Kassel Huskies DEL2

 

Und im Video: Mirko Höfflin (*92 in Freiburg) – DNL Mannheim – 2010 gedraftet (#151 Chicago) – 2x U18 + 3x U20 WM – seit 2013 in der DEL (Adler Mannheim) – 3x DNL-Champion

 

Wann und wo habt Ihr DNL gespielt?

Raphael: Habe von Saison 2008/2009 bis Saison 2011/2012 (4 Jahre) in der DNL beim KEV gespielt. In Saison 2012/2013 fünf Spiele als „Over Age“ gemacht. Wurde aus der Schülermannschaft direkt in das DNL-Team übernommen.

Eric: 1 Jahr DNL in Berlin, dann bin ich nach Düsseldorf gegangen und habe dort insgesamt 4 Jahre DNL gespielt (das letzte Jahr als „Over Age“). Ich bin durch Pante (Jan Pantkowski) nach Düsseldorf gekommen: ihn kannte ich noch von den Berliner Zeiten.

 

Wie sah dort Euer Alltag aus, wie hat das mit Sport – Schule – Ausbildung geklappt?

Raphael: 4 mal die Woche Eistraining und an Wochenenden meistens samstags und sonntags Spiele. Eishockey und Schule haben einen Großteil der Zeit eingenommen, ich hatte daher deutlich weniger Freizeit als andere Jugendliche in diesem Alter. Ich habe am Gymnasium in Krefeld mein Abitur gemacht und anschließend sofort ein Logistikstudium angefangen (momentan 5. Semester). Lief und läuft alles prima.

Eric: Eigentlich hatte ich kein Leben, ich hatte den Tag über die Ausbildung oder Schule und abends Training plus am Wochenende Spiele, da blieb keine Zeit für andere Dinge. Meine Ausbildung habe ich als Bürokaufmann bei der Metro (zu der Zeit noch Hauptsponsor der DEG) abgeschlossen; erst einmal möchte ich schauen, wie weit ich es mit dem Eishockey schaffe und schaue dann weiter.

 

Was kam für Euch nach der DNL-Zeit?

Raphael: Da der KEV nach meiner DNL-Zeit eine Oberligamannschaft eröffnet hatte, war es sehr praktisch: weniger Zeitaufwand als DNL, allerdings immer noch Leistungssport (3 mal die Woche Training + freitags & samstags Spiele). Als der KEV nach der Saison 2012/13 die Mannschaft aufgelöst hat, bin ich nach Grefrath gewechselt, die gerade frisch in die Oberliga aufgestiegen waren. In der aktuellen Saison spiele ich nur in einer Hobbymannschaft (1 mal die Woche Training), um „drinzubleiben“, da das Studium momentan sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Eric: Nach der DNL habe ich in Düsseldorf einen DEL-Vertrag bekommen und habe dort DEL und DNL gespielt.

 

Wie siehst Du realistisch Deine Zukunft?

Raphael: Der Fokus liegt weiterhin auf Studium und späterem Beruf. Falls es sich ergeben sollte und die Zeit da ist, kann ich mir vorstellen, in der Zukunft wieder in der Oberliga zu spielen oder Eishockey in unteren Ligen als Hobby weiterzumachen. Man weiß nie, was die Zukunft bringt. Konkrete Ziele im Eishockey habe ich momentan nicht, es kommt wie es kommt

Eric: Mein Ziel ist es, ein gestandener Spieler in der DEL zu werden, und alles was drüber hinaus geht, wäre schön.

 

Was muss im Deutschen Eishockey in Bezug auf den Nachwuchs geändert / verbessert werden?

Raphael: Eishockey muss populärer und vor allem für Kinder interessanter gemacht werden. Dafür sollten besonders die Verbände und Ligen besser zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen, um Eishockey in Deutschland dauerhaft attraktiv zu machen.

Eric: Es gibt viel zu viel, was man jetzt dazu sagen könnte; Frank Gentges hat sich einmal in einem Interview konkret dazu geäußert, was geändert werden müsste.

 

Wenn Ihr zurückblickt: würdet Ihr irgendetwas anders machen?

Raphael: Würde heute alles genauso machen. Trotz des hohen Zeitaufwandes war es eine spannende Zeit und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Denke positiv an die Zeit zurück!

Eric: Ich würde nichts anders machen.

 

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt!

 

Fotostrecke Mirko Höfflin, Eric Stephan und Raphael Niederehe

Interview Mirko Höfflin

Redaktion

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