Wien. Zwei Runden sind in der EBEL absolviert, die großen Überraschungen blieben bisher aus. Red Bulls Salzburg, als Titelfavorit Nummer eins gehandelt, hatte gegen die Black Wings Linz und Zagreb keine Probleme. Vor allem das Spiel gegen Zagreb (5:0-Sieg) zeigte, dass Salzburgs Motoren bereits warm gelaufen sind. Zu alter Stärke hat auch wieder Ex-NHL-Torhüter Reinhard Divis gefunden, der sich in beiden Spielen als starker Rückhalt erwies.
Jubel herrscht auch im Lager der Rotjacken. Der EC KAC gewann das prestigeträchtige Derby (vergleichbar mit Köln-Düsseldorf) gegen den Erzrivalen aus Villach 5:3. Gegen Titelmitfavorit Vienna Capitals holten sich die Kärntner abermals zwei Punkte – holten dabei einen 2:4-Rückstand auf. Den entscheidenden Treffer erzielte Mike Craig mit einem Shorthander in der 60. Minute. Auffallend bei den Klagenfurtern waren bisher die beiden Tyler. Tyler Scofield wurde in den Vorbereitungsspielen von den Medien als „wahrscheinlicher Fehleinkauf“ bezeichnet. In zwei Spielen machte er bisher 3 Punkte (2 Tore). Ein Auge werfen Klagenfurts Fans auf Tyler Nummer 2. Tyler Spurgeon kam als Try Out-Spieler nach Klagenfurt und wurde nun mit einem drei Monate dauernden Vertrag – bis zur Rückkehr von Spielmacher Andy Schneider – ausgestattet. Bisher machte Spurgeon seine Sache gut – zwei Tore, vier Punkte.
Den slowenischen Teams, Jesenice und Laibach, sowie dem ungarischen Vertreter SAPA Fehervar wurden von Experten kaum Chancen um vordere Play Off-Plätze eingeräumt. Dementsprechend präsentierten sich diese Teams auch. Lediglich Laibach konnte sich durch zwei knappe Siege (gegen Linz und Wien) bisher behaupten.
Viel Arbeit wartet noch auf die beiden Trainer Bill Gilligan (Graz 99ers) und Kevin Gaudet (Vienna Capitals), deren Teams sich bisher eher schlecht als recht in Szene setzen konnten. Eine Steigerung wird nötig sein, werden doch beide Teams von der Papierform her als Favoriten, neben Salzburg und Klagenfurt, gehandelt.
(Erich Hober)



