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Nürnberg. (STM) Vieles stimmte für die Thomas Sabo Ice Tigers in der abgelaufenen Spielzeit. Ein gut zusammengestellter Kader sorgte für eine...
Von München nach Nürnberg: Keeper Jochen Reimer - © by Heike und Franz Feiner

Von München nach Nürnberg: Keeper Jochen Reimer – © by Heike und Franz Feiner

Nürnberg. (STM) Vieles stimmte für die Thomas Sabo Ice Tigers in der abgelaufenen Spielzeit. Ein gut zusammengestellter Kader sorgte für eine tolle Vorrunde und steigende Zuschauerzahlen, das Ende der Eiszeit unterschied sich jedoch nicht zu den vorangegangen Jahren. Wieder einmal waren für die Nürnberger die Play-offs viel zu früh zu Ende. Bereits im Viertelfinale war gegen Wolfsburg Endstation.

Nun nehmen die Ice Tigers mit einem nur punktuell veränderten Kader einen erneuten Anlauf, endlich einmal auch in den Play-offs erfolgreich zu sein. Helfen soll dabei Torhüter Jochen Reimer, der eine deutliche Verbesserung zu Tyler Weiman (Landshut) darstellen soll. Nach einer schwierigen Saison in München entschloss sich Reimer zu einem Wechsel nach Nürnberg.

In der Abwehr mussten die Ice Tigers zwei schmerzliche Abgänge hinnehmen. Jame Pollock beendete nach einer sehr soliden Saison seine Karriere, Brett Festerling zog es zu seinem Bruder nach Hamburg. Gewollt war der Abgang von Ryan Caldwell (Schwenningen), dessen 2-Jahresvertrag vorzeitig aufgelöst wurde. Peter Lindlbauer wurde vorerst für ein Jahr nach Wolfsburg ausgeliehen.

Auffangen sollen die Abgänge Derek Joslin (Stockholm) und Kyle Klubertanz (Zagreb). Während der NHL-erfahrene Joslin ein Allrounder ist, soll der kreative Klubertanz gerade im Powerplay für Entlastung für Freddy Eriksson sorgen. Des weiteren hoffen die Ice Tigers, dass Marco Nowak und Tim Schüle den nächsten Schritt machen und ihre gute Leistung der letzten Saison bestätigen können.

Im Angriff verpflichteten die Ice Tigers ausschließlich deutsche Spieler. Alexander Oblinger kehrt als Deutscher Meister aus Ingolstadt zurück und soll vor allem für mehr körperliche Präsenz im Spiel der Nürnberger sorgen. Mit Marc El-Sayed verpflichteten die Ice Tigers einen Defensivstürmer aus Mannheim, der ein Upgrade zu Steven Rupprich darstellen soll.

Komplettiert werden die Neuzugänge im Sturm durch zwei gebürtige Nürnberger. Marius Möchel hat in Hamburg eine gute Entwicklung unter Benoit Laporte genommen und hat seine Stärken gerade im Unterzahlspiel. Christoph Kabitzky kehrt aus Berlin bzw. Crimmitschau nach Nürnberg zurück. Der technisch starke Kabitzky wird sich über die Kooperationspartner Frankfurt oder Bad Tölz für Eiszeit in der DEL empfehlen müssen.

Helfen würde den Ice Tigers sicher noch ein körperlich präsenter Mittelstürmer mit Scoring-Touch. Aber auch im Sturm hofft man bei den Verantwortlichen der Ice Tigers auf die Entwicklung der jungen deutschen Spieler. Leo Pföderl überzeugte mit zehn Toren in der abgelaufenen Saison, und auch ein verletzungsfreier Patrick Buzas soll den nächsten Schritt machen. Dazu zeigte sich David Elsner in der Vorbereitung stark verbessert und torgefährlich.

Zurück in Nürnberg: Marius Möchel (links) - © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Zurück in Nürnberg: Marius Möchel (links) – © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Unterm Strich haben die Ice Tigers einen sinnvoll zusammengestellten Kader, der sicher die Qualität für die direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale hat. Außerdem haben die Ice Tigers bei erst sieben vergebenen Ausländerlizenzen genügend Optionen in der Hinterhand, um den Kader bei Bedarf gezielt zu verstärken oder auf Verletzungen reagieren zu können.

Es ist also angerichtet für die 20. Saison der Nürnberger in der DEL. Die Macher der Ice Tigers haben ihre Hausaufgaben mehr als gemacht. Bleibt für die Fans zu hoffen, dass die Saison nicht schon wieder frühzeitig beendet ist. Nichts wird in Franken mehr herbeigesehnt als eine gewonnene Runde in den Play-offs.

Redaktion

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