Krefeld. (RS) Eine aufregende Woche liegt hinten den Pinguinen. Zuerst gewann man am vergangenen Sonntag überraschend in Mannheim,
dann traf sich der Aufsichtsrat um über die sportliche Situation zu beraten, mit dem Ergebnis, dass man Adduono das volle Vertrauen aussprach und ihm weiterhin das erreichen der Pre Playoffs zutraut.
Am Mittwoch wurde mit dem slowenischen Nationalspieler Mitjar Robar auf die anhaltende Verletzung von Lawrence Nycholat reagiert und die Verteidigung der Pinguine zumindest personell aufgestockt. Aktuell hat Marvin Tepper seinen Vertrag in der Seidenstadt aufgelöst, um sich unmittelbar dem Zweitligisten Biertigheim Steelers bis zum Saisonende anzuschließen.
Man durfte gespannt sein, wie das Team auf die Veränderungen reagierte, vor allem da mit dem Statement Pro Adduono ein klares Zeichen gesetzt wurde.
Zumindest im ersten Abschnitt war nichts davon zu sehen, dass die Mannschaft eine Wende in der Saison einläuten wollte. 2:0 führten die Gäste aus der Hansestadt und waren über weite Strecken das tonangebende Team in den ersten 20 Minuten.
Bereits nach 56 Sekunden lag die Scheibe das erste Mal im Krefelder Tor, doch der Treffer fand nach Videobeweis keine Anerkennung, da er mit der Hand erzielt wurde. Besser machte es in der 4.Minute Aleksander Polaczek, der nach herrlicher Vorarbeit von Jesper Jensen die Führung für sein Team erzielen konnte. Nur kurze Zeit später scheiterte Traverse am Pfosten ehe die Pinguine ein erstes Lebenszeichen abgeben konnten. Pietta bediente Vasiljevs, der in seinem 400.Spiel im Trikot der Pinguine an John Curry scheiterte. Eine Minute später war es Rok Ticar der ebenfalls am Hamburger Schlussmann nicht vorbei kam. Bis auf eine kurze Druckphase in der 16. Minute der Hager – Methot Reihe gehörte die restliche Spielzeit den Norddeutschen. Lediglich Scott Langkow war es zu verdanken, dass die Anzeigetafel keinen höheren Rückstand aufwies. So blieb er gegen Brooks (11.) und Cook (14.) der Sieger. Nur Serge Aubin konnte ihn 2 Sekunden vor Drittelende nochmals überwinden, nach dem der Krefelder Torsteher von seinen Vorderleuten wieder einmal im Stich gelassen wurde.
Im zweiten Abschnitt verpasste zuerst Polaczek das 3:0, ehe Milroy auf der Gegenseite frei vor Curry die Scheibe nicht kontrollieren konnte. Besser machte es Rob Collins, der in die Schnittstelle der KEV Verteidigung gestartet – von Engelhardt bedient – Langkow mit einem platzierten Flachschuss (25.) das nachsehen gab. Bis zur 30. Minute benötigten die Pinguine um wieder gefährlich vor Curry aufzutauchen. Duncan Milroy (31., 32.) Hager und Vasiljevs (35.) hatten jedoch nicht das nötige Glück um die Scheibe im Netz unterzubringen. Dies gelang Rok Ticar in der 36. Minute nach einer slowenischen Co-Produktion. Neuzugang Mitja Robar hatte von der blauen Linie abgezogen und Rok Ticar vor dem Tor seinen Schläger in den Schuss gehalten und unhaltbar für Curry abgefälscht.
Die Pinguine hatten einige gute Möglichkeiten in diesem Abschnitt um zum Erfolg zu kommen, doch es mangelte immer wieder am letzten Quentchen Glück. Glück, das man sich bekanntlich erarbeiten muss und daran mangelte es auch nach Meinung der Nordtribüne, die nach dem dritten Hamburger Treffer lautstark: „Wir wollen euch kämpfen sehen!“ forderten.

Dusan Milo (vorne) und Keeper Scott Langkow mit vereinten Kräften gegen HamburgsColin Murphy - © by Eishockey-Magazin
Im letzten Drittel setzten die Freezers darauf das Ergebnis aus einer gesicherten Defensive zu verwalten und mit nadelstichartigen Kontern den Pinguinen mit dem 4. Treffer das Aus zu bescheren. Hoffnung auf den Rängen keimte in der 43. Minute nochmals auf, als Rok Ticar mit seinem zweiten Treffer auf schöne Vorarbeit von Shvidki, die Pinguine nochmals auf einen Abstand Treffer heran brachte.
Doch die Hoffnung währte nur knappe drei Minuten. Patrick Traverse schickte Jerome Flaake mit einem Traumpass auf die Reise, der Langkow im Nachschuss bezwingen konnte.
Am kommenden Sonntag, 15.01.2012 treten die Krefeld Pinguine erneut im KönigPalast an. Gäste sind dann die Panther aus Augsburg.
Statistik
Krefeld Pinguine – Hamburg Freezers 2:4 (0:2/1:1/1:1)
Tore: 0:1 (03:39) Polaczek (Jensen/Brooks), 0:2 (19:58) Flaake (Cook/Stone), 0:3 (25:03) Collins (Engelhardt/Schubert), 1:3 (35:43) Ticar (Robar/Verwey), 2:3 (42:16) Ticar (Verwey/Shvidki), 2:4 (45:39) Flaake (Traverse/Wolf),
Strafen: Pinguine 6 – Freezers 4
Schiedsrichter: Brill
Linienrichter: Kowert, Schelewski
Zuschauer: 3.625
Aufstellungen:
Krefeld Pinguine: Langkow (Kovacic) – Milo, Pavlikovsky; Akdag, Trepanier; Dück, Robar; Zerressen – Hager, Methot, Milroy; Blank, Pietta, Vasiljevs; Shvidki, Ticar, Verwey; Driendl, Ondrus, Endraß.
Hamburg Freezers: Curry (Treutle) – Traverse, Cook; Schubert, Köppchen; Nielsen, Schmidt; Köttstorfer – Wolf, Festerling, Flaake; Dolak, Collins, Engelhardt; Stone, Aubin, Oppenheimer; Polaczek, Jensen, Brooks.
Three Stars:
+++ Traverse (1.Top-Star)
++ Ticar (2.Top-Star)
+ Engelhardt (3.Top-Star)
Die Stimmen nach dem Spiel
Weitere Stimmen:
Aleksander Polaczek (Spieler Hamburg Freezers): „Da wir in den vergangenen Auswärtsspielen ja nicht unbedingt konstant und erfolgreich gespielt haben, sind wir mit den drei Punkten sehr zufrieden. Ich freue mich natürlich über mein Tor, der Sieg ist jedoch viel wichtiger.“
Jerome Flaake (Spieler Hamburg Freezers): „Wir haben ein sehr gutes erstes Drittel gespielt, haben dann jedoch die Krefelder durch unsere komplizierte Spielweise wieder in die Begegnung kommen lassen. Danach sind wir dann erneut engagiert und konzentriert zur Sache gegangen und haben letztendlich verdient gewonnen. Jetzt müssen wir nach vorne blicken und uns auf die Partie in Iserlohn vorbereiten.“
Archivfotos zum Thema:




