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Paris. (MR) Am Samstag stand für Finnland und Norwegen ein sogenanntes „sechs Punkte Spiel“ an – in ihrem jeweils vierten Spiel... Finnland lässt sich nicht noch einmal düpieren – Schweiz verdirbt Kanada das Wochenende
Jubelnde Schweizer - © by EH-Mag. (DR)

Jubelnde Schweizer – © by EH-Mag. (DR)

Paris. (MR) Am Samstag stand für Finnland und Norwegen ein sogenanntes „sechs Punkte Spiel“ an – in ihrem jeweils vierten Spiel ging es für die Tabellen-Nachbarn bereits um richtungsweisende Punkte für die Viertelfinalteilnahme – vor dem Spiel standen beide Teams punktgleich auf den Plätzen 4 (NOR) und 5 (FIN). Mit dem 3:2 Sieg in der Verlängerung hat sich Finnland vorbeigeschoben.

Dabei hatte das Spiel gut begonnen, und Norwegen war im Powerplay durch ein Tor von Anders Bastiansen in Führung gegangen. Mit 8108 Zuschauern war die Halle gut gefüllt, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Spiel am Samstag zur Mittagszeit begann. Die Mehrheit der Zuschauer waren Fans des schwergewichtigeren Nachbarn in diesem Skandinavien-Duell, und sie sahen auch im mittleren Abschnitt druckvollere Finnen, die ihrerseits in Überzahl den Ausgleich bejubeln konnten. Zur Spielmitte brachte Julius Honka mit einem verdeckten Schuss die Finnen auf die Siegerstraße. Norwegen rannte lange Zeit an, konnte nach Schüssen den dritten Abschnitt für sich entscheiden, und lag doch bis zur Schlussminute hinten. Dann aber kam NHL-Spieler Andreas Martinsen: „wir mussten das Bully gewinnen, dann hab ich die Scheibe zum Tor gebracht. Ich wusste, irgendwie muss die jetzt rein und habe halt nachgearbeitet“ – mit Erfolg, und 25 Sekunden vor der finalen Sirene rettete er damit seinem Team zumindest einen Punkt. Obwohl die Finnen die Overtime in Unterzahl beginnen mussten, konnten sie den Siegtreffer im eigenen Kasten verhindern. Eine Befreiung erreichte den gerade von der Strafbank kommenden Markus Hannikainen, der in der vierten Reihe wenig Eiszeit hatte, mit seinem Run auf das Tor aber zum Held für Team Finnland wurde!

Youngster Sebastian Aho gab anschließend zu Protokoll: „wir wussten, dass Norwegen eine starke Defensive und einen guten Goalie hat. Wir hatten viele gute Chancen, haben aber leider nicht die Tore gemacht. So sind wir froh, dass wir wenigstens in der Overtime gewinnen konnten“.

Nachmittags trafen sich Weißrussland und Aufsteiger Slowenien in einem ebenfalls richtungsweisenden, ja eigentlich bereits „do or die“ Spiel um den Klassenerhalt, für beide war es bereits das 6. Spiel des Turniers mit bisher jeweils einem mageren Pünktchen auf dem Konto. Slowenien konnte zwar den Startabschnitt 2:1 für sich entscheiden, im mittleren dann legte Weißrussland gleich vier Treffer nach. Im Schlussabschnitt erhöhten die Slowenen die Schlagzahl, aber sie konnten trotz des Schussverhältnis von 11:6 den Rückstand nicht mehr aufholen und verloren am Ende 2:5. Damit steht hier die sofortige Rückkehr in die Div. 1 Gruppe A bereits fest.

Zur Primetime bekamen 12932 Zuschauer das Spitzenspiel Kanada – Schweiz zu sehen. Hier zeigten sich beide Teams sehr laufstark, Kanada allerdings brachte zunächst fast doppelt so viele Schüsse auf das Tor und hatte bereits nach 7 Minuten zwei Male jubeln können, wobei gerade der zweite Treffer schon das Eintrittsgeld wert war: Mitch Marner mit dem Rücken zum Tor schießt das Spielgerät durch die Schoner. Nach Torhüterwechsel der Schweizer brachte Kanada nichts mehr im Kasten unter. In der 47. Spielminute nutzen die Eidgenossen ein Powerplay zum Anschlusstreffer, was ihnen offenbar einen Energieschub gab. Nur gute drei Minuten später wurde Kanadas Goalie ebenfalls getunnelt, und der Spielstand war ausgeglichen. Am Ende stand ein 2:2, und Kanada musste den ersten Punktverlust hinnehmen. In der Overtime waren zunächst die Nordamerikaner am Drücker, kreisten und kringelten im Angriffsdrittel, konnten aber Goalie Genoni nicht überwinden. Eine schweizer Befreiung, der weite Pass auf Fabrice Herzog, dieser lief seinem Gegenspieler Chris Lee davon und schoss den Puck per Rückhand einfach mal aufs Tor. Der Rest war eine Jubeltraube auf dem Eis, ein ungläubig aus dem Trikot blickender Claude Giroux auf der kanadischen Bank und Fans, die schier aus dem Häuschen waren – wer hätte vorher gedacht, dass die Schweiz Kanada mit 3:2 besiegt?

Michaela-Ross

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