Salzburg. (PM) Mit einem Doppelschlag der Moser Medical Graz 99ers begann das Spiel der Erste Bank Eishockey Liga im Bunker, wie die Heimhalle der Steirer auch genannt wird, gegen den EC Red Bull Salzburg. Der reiste heute ohne die Rekonvaleszenten Matthias Trattnig, Steve Regier, Ryan Kavanagh, Johannes Bischofberger und Marco Brucker an und sah sich nach stürmischen Anfangsminuten nach der Hälfte des ersten Drittels schon mit 0:2 hinten. Ein Shorthander und ein Powerplaytreffer der Gastgeber, die vom Ex-Salzburger Trainer Mario Richer aufs Eis geführt wurden, sorgten innerhalb von zweieinhalb Minuten für Missstimmung nicht nur beim Salzburger Goalie Josh Tordjman. Mit fünf Strafen in den ersten 20 Minuten brachten sich die Salzburger selbst im-mer wieder ins Hintertreffen, wenn gleich ihnen die Grazer in diesem Punkt um nichts nachstanden.

 

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Red Bulls den Druck, gingen entschlossener in die Zweikämpfe. Thomas Raffl traf schließlich in der 27. Minute zum Anschluss, kurz danach wurde ein möglicher weiterer Salzburger Treffer nach Videostudium des Schiedsrichterkollektivs nicht gegeben. Doch mitten in der Salzburger Sturm- und Drangphase tauchte der Grazer Daniel Woger plötzlich allein vorm Salzburger Tor auf und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Wieder liefen die Red Bulls einem 2-Tore-Rückstand hinterher, machten aber weiter Druck, ohne vor der Pause noch einmal verkürzen zu können. Kurz vor der Pausensirene eskalierte dafür die Situation, und nach einer Schlägerei, in die mehrere Spieler beider Teams beteiligt waren, mussten der Grazer Robert Kantor sowie die Salzburger Danny Bois und Erik Reitz mit 5min+ Spieldauer-strafe frühzeitig vom Eis.

 

Das 5-minütige Unterzahlspiel zu Beginn des Schlussdrittels schien dann schon der Sargnagel für die Red Bulls zu sein, denn in der 43. Minute erhöhten die Hausherren im Powerplay auf den 4:1-Zwischenstand. Aufgeben gab es für die Red Bulls aber nicht, und nach einem Torhüterwechsel – Josh Tordjman machte Thomas Höneckl Platz – gab die Offensivabteilung der Red Bulls wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Brent Aubin verkürzte in der 51. Minute, und Jeremy Williams traf vier Minuten später mit seinem ersten Bundesligator sogar wieder zum 3:4-Anschluss. Auf einmal war die Chance auf den Ausgleich wieder da. Doch wie zu erwarten nahm Salzburgs Head Coach Pierre Pagé am Ende den Goalie im Tausch für einen sechsten Feldspie-ler vom Eis, und das brachte den Grazern schließlich noch den fünften Treffer ins leere Tor. Für die Red Bulls war das die zweite Niederlage im sechsten Spiel, die vielen Stra-fen hatten zweifellos ihren Anteil am 3:5-Endstand aus Sicht der Gäste. Es war zugleich die dritte Auswärtsniederlage in Folge für die Red Bulls in Graz.

 


ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
Moser Medical Graz 99ers – EC Red Bull Salzburg 5:3 (2:0, 1:1, 2:2)
Tore:
Kantor (10./SH), Blatny (12./PP), Woger (32.), Iberer (43./PP), Ganahl (60./EN) resp. Raffl (27.), Aubin (51.), Williams (55./PP)

 

Am kommenden Sonntag wird die Aufgabe für die Red Bulls mit dem Antreten in Linz (17:30 Uhr live auf ServusTV) nicht leichter. Die Oberösterreicher haben sich heute gegen den Tabellenführer KAC in der Verlängerung mit 2:1 durchgesetzt.

 



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