Haie verlieren auch gegen Freezers

Veröffentlicht am 21. Februar 2012

Köln (HHK). Für die Kölner Haie begann der Aschermittwoch ein paar Stunden zu früh, denn gegen die Hamburg Freezers gab es die vierte Niederlage in Folge und das erklärte Saisonziel, ein Platz unter den sechs besten Teams, ist in weite Ferne gerückt. Und nach der 13. Heimniederlage in 22 Spielen fällt es jetzt auch schwer, an die Qualifikation für die Pre-Playoffs zu glauben.

Schließlich erwartet die Haie nun ein knüppelhartes Programm mit sechs Spielen in zehn Tagen ab dem kommenden Freitag. Geradezu aberwitzig mutet es an, dass in eine Woche gleich zwei Nachholspiele gelegt wurden, darunter am Donnerstag nächster Woche eine Begegnung gegen die Straubing Tigers vom 11. (!!!) Spieltag. 

Zu seinem ersten Einsatz in der DEL kam auf Kölner Seite der 21jährige Matt Mackay, der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Mark. Mackay hatte bislang für den Kölner Kooperationspartner Füchse Duisburg in der Oberliga West gespielt und ersetzt den verletzten Brett Breitkreuz, für den die Saison wegen einer Schulterverletzung vorzeitig beendet ist.

Zweikampf zwischen Kölns Charlie Stephens und Hamburgs Serge Aubin - © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Die Gäste begannen sehr forsch und hatten schon nach 70 Sekunden drei Schüsse auf das von Danny aus den Birken gehütete Kölner Tor zu  Buche stehen. Die Haie kamen zu ihren ersten Torchancen, als Robert Collins auf der Strafbank saß und auch als die Hanseaten wieder komplett auf dem Eis standen, dominierten die Gastgeber das Spiel. Freezers-Goalie John Curry stand unter Dauerbeschuss, wehrte im ersten Drittel aber alle 18 Schüsse der Kölner ab. Chancenlos agierten aber auch die Gäste nicht. Jesper Jensen scheiterte knapp an aus den Birken, als er einen Schuss von Patrick Traverse geschickt abfälschte und David Wolf konnte sich zwar gegen drei Haie-Akteure durchsetzen, aber nicht gegen den guten Kölner Torhüter. In den letzten beiden Spielminuten des ersten Drittels scheiterten nacheinander Alexander Weiß. Philip Gogulla und Philip Riefers aus aussichtsreichen Positionen. 

Chancen gab es auch im zweiten Spielabschnitt reichlich, vor allem für die Haie. Bei denen sorgte vor allem die Nationalmannschaftsreihe Gogulla-Schütz-Tripp immer wieder für Torgefahr, eher unauffällig und vor allem weit weniger gefährlich agierte dien kanadische Reihe Stephens-Jaspers-Pettinger. Die gefährlichsten Aktionen hatten die Hie in der 11. Minute, als innerhalb weniger Sekunden Claaßen (Schuss aus zentraler Position gehalten), Gogulla (verfehlte das leere Tor) und Tripp (sein Rückhandlupfer wurde gehalten) Gelegenheiten zur Kölner Führung vergaben. Die Torschussbilanz nach 40 Minuten lautete 37:21 für den KEC, es bleint aber festzuhalten, dass auch 58 Schüsse in 40 Minuten nicht zwangsläufig ein Indikator für ein gutes Spiel sein müssen.

Hamburgs Spieler verteidigen geschickt vor Ihrem Torwart John Curry - © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Im Schlussdrittel dauerte es dann gerade mal 97 Sekunden bis zur längst verdienten Führung der Haie. Einen Schuss von Jonathan d’Aversa verlängerte zunächst Felix Schütz, dann schnappte sich Philip Golla den Abpraller und setzte ihn zum 1:0 ins Hamburger Tor. In den folgenden Minuten hätte das zweite Tor fallen können, ja müssen. Doch John Curry blieb unüberwindbar, während seine Mannschaftskameraden selbst während einer Kölner Strafzeit nicht ihre stur defensive Ausrichtung aufgaben. Dennoch kamen sie in der 55. Minute zum Ausgleich. Thomas Dolak leitete den Treffer mit einem klugen Pass auf Brett Engelhardt ein und nutzte dabei einen verkorksten Wechsel der Kölner Abwehr. Engelhardt nahm das Geschenk dankbar an.

Zweikampf zwischen Kölns Jason Jaspers und Hamburgs Rainer Köttstorfer © by ISPFD (sportfotocenter.de)

In der Schussminute wurde Freezers-Verteidiger Charles Cook auf die Strafbank geschickt und dort musste er auch zu Beginn der Verlängerung noch ausharren. Die erste Torchance bei 4:3 Feldspielern hatten aber die Gäste, doch Serge Aubin scheiterte ebenso Danny an aus den Birken wie kurze Zeit später Daniel Nielsen. Mit einer energischen Einzelleistung sorgte schließlich Robert Collins für die Entscheidung in der 65. Minute. Er setzte sich im Zweikampf gegen seinen Kölner Gegenspieler durch und überwand aus kurzer Entfernung Danny aus den Birken zum 1:2. 

Trainerstimmen:

Benoit Laporte (Hamburg): Beide Mannschaften haben hart gekämpft und viele Pucks auf das gegnerische Tor gebracht. Unser Unterzahlspiel war sehr gut und der entscheidende Unterschied zu den ersten Spielen.

Uwe Krupp (Köln): Das war taktisch eines der besten Spiele von uns in dieser Saison. Wir standen gut in der Abwehr und Danny aus den Birken hat stark gehalten. Auf der anderen Seite hat Curry ein paar „unhaltbare“ gehalten. Ich habe nichts zu bemängeln an unserem Spiel – außer der Torausbeute. Wir hätten den Sieg verdient gehabt.

Statistik:

Kölner Haie – Hamburg Freezers : (0:0/0:0/1:1/0:1)
Tore:
1:0 (41:37) Gogulla (Schütz, d’Aversa); 1:1 (54:11) Engelhardt (Dolak, Collins); 1:2 (64:01) Collins (Flaake, Köppchen)
Strafen: Haie 4 – Freezers 8 

Torschüsse: Haie 54 – Freezers 28
Schiedsrichter: Brüggemann, Kurmann (Schelewski, Kowert)
Zuschauer: 8.841

Aufstellungen:
Kölner Haie: (Aus den Birken) Ziffzer – Ankert, Lüdemann; Åkerman, Müller; d‘Aversa, Krupp; Lavallee – Gogulla, Schütz, Tripp; Stephens, Jaspers, Pettinger; Riefers, Classen, Weiß; Breitkreuz, Boos, Hauner

Adler Mannheim: Curry (Treutle) – Traverse, Cook; Köppchen, Schmidt; Nielsen, Köttdorfer – Stone, Aubin, Oppenheimer; Jensen, Collins, Engelhardt; Wolf, Festerling, Flaake; Polaczek, Dolak, Brooks

Three Stars:
+++  (1. Top-Star)    Curry
++  (2. Top-Star)      Gogulla
+  (3. Top-Star)        Collins


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