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Braunlage. (PM Harzer Falken) Nach dem überraschenden Punkt, den man nach Overtime in Essen bei der knappen 2:3 (1:0; 1:1; 0:1;... Harzer Falken gegen Essen mit Punkt und Niederlage gegen Rostock
Dennis Korff

Dennis Korff – © by Harzer Falken Media


Braunlage. (PM Harzer Falken) Nach dem überraschenden Punkt, den man nach Overtime in Essen bei der knappen 2:3 (1:0; 1:1; 0:1; 1:0)-Niederlage mitnehmen konnte, war angesichts des Spielverlaufes wohl auch im Heimspiel gegen Rostock der ein oder andere Punkt realistisch erzielbar. Doch am Ende sahen die nur 355 Zuschauer ein kurzweiliges Spiel, welches jedoch mit einer 0:2 (0:1; 0:1; 0:0)-Niederlage endete.

Mit nur 8 Stürmern und 4 Verteidigern nach Essen gereist, fühlte sich das Ergebnis dann auch wie ein Sieg an. Auch wenn am Ende „nur“ ein Punkt heraussprang, mit dem aber nicht wirklich viele gerechnet hatten. Doch die Mannen von Trainer Bernd Wohlmann waren erneut gut eingestellt und bis in die Haarspitzen motiviert und machten es den Ruhrpott-Moskitos richtig schwer. Allen voran Schlussmann Dennis Korff, der einen Sahnetag erwischt hatte und die Essener, die mit zunehmender Spieldauer immer mehr die Oberhand bekamen, mit Glanzparaden zur Verzweiflung brachte. Und dann war es einmal mehr Viktor Elias Bjuhr, der sowohl das zwischenzeitliche 1:1 in Unterzahl durch Christian Schock, als auch das so wichtige 2:2 in Überzahl durch Thomas Schmid vorbereitete. Bjuhr war überall zu finden, spuhlte ein enormes Pensum ab und bringt es nun in 8 Spielen bereits auf 13 Punkte (7 Tore und 6 Torvorlagen). Doch natürlich war das Ergebnis vor allem auch ein Produkt einer starken mannschaftlich geschlossenen Teamleistung, die auf Leistungsträger wie Erik Pipp, Artjom Kostyrev oder Richard Zerbst verzichten und diese Ausfälle mit viel Kampf kompensieren mussten.

Personell durch die Rückkehr von Erik Pipp wieder etwas entspannter zeigte man diesen Kampfgeist auch gegen die Piranhas aus Rostock über weite Strecken des Spieles. Doch immer wenn sich die Harzer Falken erfolglos an dem überragenden Schlussmann Andreas Magg abgearbeitet hatten, schlugen die Piranhas zu und zeigten, wie man aus wenigen Chancen das Optimum herausholt. So hatte man im 1. Drittel gerade 4 Minuten Überzahl gespielt, in dem man zwar gut in das gegnerische Drittel kam und ein ordentliches Powerplay aufzog, Zählbares aber nicht aufweisen konnte, weil die Chancen dann doch nicht so zwingend sein sollten. Und kaum waren die Rostocker wieder vollständig verwertete Ricco Ratajcyk eine Vorlage von Arthur Lemmer auch mit ein wenig Glück zur 0:1-Führung. Noch offensichtlicher wurde die Crux des Harzer Spieles im Mitteldrittel, als die Falken klar überlegen diverse Chancen durch Dzemla, Pipp, Bjuhr, Schnell, Hendrikx und Brückner vergaben bevor Greg Classen eine Vorlage von Kevin Piehler eiskalt zum 0:2 verwertete. An Andreas Magg im Rostocker Kasten gab es an diesem Abend einfach kein Vorbeikommen. Auch als Alexander Engel an ihm scheiterte und sowohl Patrik Dzemla als auch im Anschluss daran noch Lukas Brückner beste Einschussmöglichkeiten nach den Abprallern bekamen, sollte sich das nicht ändern.
Vergebene Chancen, die das Spiel durchaus noch zu Gunsten der Harzer hätten drehen können. Doch wenn man sich für all die Mühen nicht belohnt, wird es zum Ende hin erfahrungsgemäß immer schwerer, dem Spiel noch die entscheidende Wendung zu geben. So kamen im Schlussdrittel eigentlich auch nur noch die Gäste von der Ostsee zu wirklich zwingenden Chancen vor allem durch den schnellen Michal Bezouska, der das Spiel der Rostocker immer wieder mit hohem Tempo nach vorne trieb, einmal jedoch an Korff scheiterte und ein anderes Mal nach einem ganz starken Backcheck von Thomas Schmid noch gestoppt werden konnte.

Alles in allem angesichts der Gegnerkonstellation und vor allem der dünnen Personaldecke der Falken sicherlich kein so schlechtes Wochenende. Und mit nur 5 Gegentoren in zwei Spielen gegen derart starke Gegner kann man vor allem mit der Defensivarbeit der Harzer durchaus zufrieden sein. Und so merkte es auch Bernd Wohlmann an, der seinen Jungs keinen Vorwurf machte, aber auch klarstellte, dass man ein Spiel, in dem man nur zwei Gegentore fängt durchaus auch mal mit Punkten belohnen könnte. Und so sieht er auch dem kommenden Wochenende durchaus optimistisch entgegen, an dem er dann auch wieder auf Richard Zerbst zurückgreifen kann, wenn es am Freitag nach Herne geht und man am Sonntag Leipzig empfängt. Beides Gegner, denen man das Leben im Hinspiel bereits sehr schwer gemacht hatte und gegen Herne sogar zwei Punkte in Overtime erkämpfte. (Hei)

Redaktion

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