Ingolstadt zu abgezockt für Krefeld Pinguine

Veröffentlicht am 22. Januar 2012

Krefeld. (RS) Fünf mal in Folge musste der ERC Ingolstadt das Eis in Krefeld als Verlierer verlassen. Die Panther brachten es in diesen fünf Partien im Schnitt lediglich auf 0,8 Tore in Krefeld. Beim ersten Gastspiel der Ingolstädter am 5. Spieltag gelang den Pinguinen mit einem 4:0 der erste Sieg der Saison. Man durfte vor der Begegnung zweifeln, ob die Pinguine gegen den aktuellen Tabellendritten der DEL diese Serie aufrecht erhalten könnten, da die Pinguine in ihrer momentanen Verfassung keinesfalls Angst und Schrecken bei ihren Gegnern verbreiten. Angst haben die Fans und Verantwortlichen der Seidenstädter, dass bei nun mehr 7 Punkte Rückstand auf Platz 10 bereits frühzeitig selbst die Pre-Playoffteilnahme verspielt wird.

 

Trainer Rick Adduono rotierte vor dem Spiel wieder fleißig an seinen Reihenkombinationen. Kapitän Vasiljevs landete neben Shvidki und Ticar in der dritten Reihe, während Driendl wieder, wie zu Saisonbeginn mit Hager und Verwey eine Formation bildete.

Daniel Pietta wird von Ingolstadts Jeremy Reich verfolgt - © by Eishockey-Magazin


Diese Umstellung führte zumindest in der Kombination Ticar Vasiljevs zu einiger Gefahr. Doch die Panther kannte für jeden gefährlichen Angriff der Schwarz-Gelben eine schnelle Antwort in Form eines Konters. Nach 30 Sekunden hatten Hager und Verwey die ersten Chancen und im Gegenzug verpasste Likens die frühe Führung für die Gäste als er an Langkows Schulter scheiterte.
Ticar und Kapitän Vasiljevs mit einem doppelten Doppelpass hebelten zwar die Verteidigung der Panther aus, doch Vasiljevs zielte am Gehäuse vorbei. Im direkten Gegenzug vergab Motzko als er im Nachschuss das leere Tor verfehlte. Nach neuen Minuten bediente Vasiljevs, Ticar, doch Janka rettete ohen zu wissen wo sich die Scheibe befand. Kurze Zeit später hatte Ben Ondrus eine Doppelchance, doch sein erster Schuss landete an der Latte und sein Nachschuss an Jankas Maske (10.).
Glück für die Pinguine als Gawlik die springende Scheibe nicht richtig kontrollieren konnte und deshalb nur die Latte traf.
Pech für den ERC, die bereits auf die Verteidiger Ficenec, Heid und Periard verzichten mussten, dass auch Prestin Ryan mit einer Innenbanddehnung nach einem Zweikampf an der Bande in der 15. Minute vom Eis musste.
In der 16. Minute die große Chance für das Heimteam in Führung zu gehen, denn Motzko zog die erste Strafe des Spieles. Die Pinguine gewannen das Bully und danach landete die Scheibe nach nur 9 Sekunden im Tor. Allerdings im Tor der Krefelder.
Pavlikovsky hatte die Scheibe nach dem Bully an der blauen Linie gegen Jared Ross verloren, der Pantherstürmer machte sich auf den Weg, wurde beim Torschuss noch leicht gestört, doch dies Störung sorgte dafür, dass die Scheibe unkontrolliert und unglücklich Scott Langkow durch die Schoner rutschte.

 

Zweifacher Torschütze: Thomas Greilinger - © by Eishockey-Magazin

Der zweite Abschnitt begann mit einer weiteren Chance für Ross, doch diesmal war Langkow mit seinem Schoner zur Stelle (23.). Das komplette weitere zweite Drittel war fest in Hand des KEV. Teilweise minutenlang konnte man sich im Verteidigungsdrittel der Panther festsetzen und einige hochkarätige Chancen erarbeiten. Bitter für die Pinguine, das es nach Ablauf der 40. Minute 1-3 auf der Anzeigentafel lautete.
Herberts Vasiljevs packte in Überzahl den Hammer aus und nagelte die Scheibe ins Netz (25.). Driendl sah in der gleichen Minute Verwey starten, doch der scheiterte an Janka und in der 32. Minute an der Latte. Trepanier (34.) zielte knapp vorbei.
In diese Drangphase hinein erhielten die Ingolstädter ein Überzahlspiel in dem Aquino den Pfosten traf. Die letzten zwei Spielminuten hatten es sich dann richtig in sich. Francois Methot zog von der Aussenbahn nach innen und scheiterte mit seinem Schuss an Janka, die Scheibe prallte noch mal vor die Kelle von Methot, dessen zweiter Versuch Markus Janka mit einer Rolle seitwärts parieren konnte. Die dritte Einschussmöglichkeit vergab Daniel Pietta. Im direkten Gegenzug versuchte sich Thomas Greilinger mit dem gleichen Spielzug. Auch er zog von der Aussenbahn in die Mitte, umkurvte die KEV Verteidigung und lies mit seinem platzierten Schuss Langkow keine Abwehrmöglichkeit (39). Wie anfällig die Mannschaft von Rick Adduono bei Kontern ist zeigten die Panther nur 42 Sekunden nach dem Führungstreffer. Diesmal war Jeff Likens zur Stelle und konnte das Ergebnis auf 1-3 schrauben.

 

Schiedsrichter Roland Aumüller mit klarer Ansage an Jeff Likens - © by Eishockey-Magazin

Doch der Charakter der Pinguine scheint intakt zu sein, denn bis zur 48. Minute gelang es ihnen die Partie wieder auszugleichen.
Zuerst fälschte Hager in Überzahl einen Schlagschuss von Trepanier unhaltbar für Janka ins Dreieck zwischen Pfosten und Latte ab, und nur 2 Minuten später zeigten Shvidki und Ondrus eine schöne Kombination, die der Kanadier im fallen zum Ausgleich zwischen Jankas Beinen hindurch zum umjubelten Ausgleich einschieben konnte.
Doch die Panther benötigten an diesem Nachmittag nicht eine geschlossene Mannschaftsleistung um endlich wieder einmal 3 Punkte aus Krefeld zu entführen, sondern die individuelle Stärke ihrer Topspieler.
Denn Thomas Greilinger brachte in der 57. Minute seine Farben zum dritten Mal in diesem Spiel in Front. Er durfte unbehelligt bis zum Bullypunkt laufen, von wo er die Scheibe über die Fanghand Scott Langkows ins Netz hämmerte.
Eine unnötige Strafe von Akdag an der Mittellinie raubte seinen Farben in den letzten beiden Minuten durch die Herausnahme des Torhüters die Chance mit einem Mann mehr eventuell doch nochmals zum Ausgleich zu kommen.

 

Sehr dünnhäutig reagierte Adduono nach dem Spiel auf die immer wieder aufkeimende Kritik, dass er kein Ausbildungstrainer wäre und lieber seine kanadischen Landsleute einsetzen würde. Mehr dazu im Video der Pressekonferenz.

 

Bereits am Dienstag, 24.01.2012 geht es für die Krefeld Pinguine nach Nürnberg. Das folgende Wochenende ist für die Pinguine spielfrei. Das nächste Heimspiel bestreiten die Seidenstädter am Dienstag, 31.01.2012 gegen die Iserlohn Roosters.

 

Statistik
Krefeld Pinguine – ERC Ingolstadt 3:4 (0:1/1:2/2:1)
Tore:
0:1 (15:45) Ross UZ 4-5, 1:1 (24:17) Vasiljevs (Milo/Pavlikovsky) PP 5-4, 1:2 (38:07) Greilinger (Hahn/Reich), 1:3 (38:49) Likens, 2:3 (45:37) Hager (Trepanier/Verwey) PP 5-4, 3:3 (48:40) Ondrus (Endraß/Shvidki), 3:4 (56:04) Greilinger (Hahn)

Strafen: Pinguine 8 – ERCI 10

Schiedsrichter: Aumüller
Linienrichter: Starke, Mosler

Zuschauer: 3.508

 

Aufstellungen:
Krefeld Pinguine:
Langkow (Kovacic) – Trepanier, Dück; Milo, Pavlikovsky; Akdag, Robar;  Zerressen – Hager, Driendl, Verwey; Blank, Pietta, Methot; Vasiljevs, Ticar, Shvidki; Milroy, Ondrus, Endraß.

ERC Ingolstadt: Janka (Gordon) – Ryan, Likens; Pettersson, Retzer; Hambly, Reich – Bouck, Gawlik, Motzko; Aquino, Hahn, Greilinger; Girard, Ross, Sparre; Waginger, Fical.

 

Three Stars:
+++ Greilinger (1.Top-Star)
++ Vasiljevs (2.Top-Star)
+ Janka (3.Top-Star)

 

Stimmen nach dem Spiel

 



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