Krefeld. 3.075 Zuschauer wollten den ersten Auftritt der Pinguine vor eigener Kulisse sehen und wurden mit einem abwechslungsreichen Spiel in der Rheinlandhalle belohnt. Das Spiel begann mit 30 Minuten Verspätung, da die Steelers Probleme bei der Anreise hatten.
In den ersten beiden Dritteln sah es auch so aus, als ob die Spieler aus dem Ellental noch im Bus sitzen. Zu deutlich bestimmten die Pinguine, die auf Verwey und Riefers verzichten mussten, das geschehen auf dem Eis. Der Zweitligist hatte große Mühe ins Spiel zu kommen. So richtig gelang ihnen dies erst im letzten Spielabschnitt als sich die Pinguine leichtsinnig und sorglos einen sicheren 4-0 Vorsprung aus der Hand nehmen ließen. Bis dahin hatte Hager einen Schuß von Albers zum 1-0 unhaltbar für Morczinietz abgefälscht. Boris Blank auf Zuspiel von Dusan Milo im Powerplay auf 2-0 erhöht.
Im 2. Drittel leitete Driendl das 3-0 durch eine wunderschöne Einzelaktion von Justin Kelly gegen seine alten Kollegen ein. Danach legte Kelly für Driendl auf, der mit einem schönen Schlenzer dem Torwart der Schwaben das Nachsehen gab.
Kurz vor Ende des 2. Drittels konnte Latendresse in Überzahl sein Team auf die Anzeigetafel bringen.![]()
Im letzen Abschnitt schlug die Zeit des ehemaligen Krefelder Publikumsliebling Alexander Selivanov. Der mittlerweile 39 Jahre alte Russe nutzte einen Abpraller von Scott Langkow zum 4-2. Alex Serikow lupfte 71 Sekunden später einen Querpass von Walton über die Fanghand des bis dahin eigentlich beschäftigungslosen Schlussmann der Pinguine. Erneut Selivanov war es vorbehalten mit dem Treffer zum 4-4 den Spielstand komplett auf den Kopf zu stellen.
In den letzten 10 Minuten fanden die Pinguine dann allerdings wieder zu ihrer Sicherheit und konnten durch Daniel Pietta mit einem sehenswerten Penalty und Patrick Hager ins leere Tor, das Ergebnis zumindest einigermaßen an den Spielverlauf anpassen. Die Schwarz-Gelben verpassten mehrfach nur knapp oder scheiterten an Pfosten oder Latte.
Bietigheim gelang es nur phasenweise den Klassenunterschied zu egalisieren.
Am Sonntag reist das Team von Rick Adduono und Reemt Pyka nach Bietigheim, um im dortigen Eisstadion im Ellental erneut auf die Steelers zu treffen.
Krefeld Pinguine – Bietigheim-Bissingen Steelers 6:4 (2:0 / 2:1 / 2:3 )
Tore:
1:0 (08:58) Hager (Albers)
2:0 (10:31) Blank (Milo) PP 5-4
3:0 (22:18) Kelly (Driendl)
4:0 (31:27) Driendl (Kelly)
4:1 (39:28) Latendresse (Selivanov) PP 5-4
4:2 (41:17) Selivanov (Robitaille)
4:3 (42:28) Serikow (Walton)
4:4 (47:34) Selivanov (Latendresse)
5:4 (53:47) Pietta PS
6:4 (59:50) Hager EN
Schiedsrichter: Lehnhart
Zuschauer: 3.075
Strafminuten: Pinguine 8+10 Schopper – SCBB 10+10 Herrn
(Ralf Seischab)


