Adler verlieren mit 3:5 (2:2/0:3/1:0) gegen Slavia Prag und verpassen damit den Einzug in die Endrunde der European Trophy in Salzburg
Mannheim. (GK) Beim international besetzten Vorbereitungsturnier European Trophy wechselten sich beim DEL-Club Mannheimer Adler Licht und Schatten ab. Nach drei Auftaktsiegen in Österreich folgten drei Niederlagen in Schweden dann wieder ein Sieg gegen den tschechischen Vertreter Pardubice.
Am Sonntagabend präsentierte sich nun die neu formierte Mannheimer Mannschaft im letzten Vorrundenspiel erstmals seinem Heimpublikum in der SAP-Arena. Und auch dieses Match war ein Wechselbad der Gefühle wie die gesamte vorangegangene Serie. Licht und Schatten wechselten sich am Sonntag vor 7.660 Zuschauer ab. Am Ende hieß es verdient 3:5 (2:2/0:3/1:0) für Prag. Über das gesamte Match gesehen, geht dieses Ergebnis in Ordnung, denn Prag war die bessere, kompaktere und eingespieltere Mannschaft. Mannheim agierte zu wechselhaft und man merkte, dass der Motor zwei Wochen vor Beginn der DEL-Saison noch nicht rund läuft. Es fehlt (noch) die Feinabstimmung in der Mannschaft. Bitter für Mannheim, durch die Niederlage gegen Prag besteht keine Chance mehr aufs Endrundenturnier in Salzburg. Und dabei hatte Coach Harold Kreis dies als großes Ziel ausgegeben. Insgesamt also ein kleiner Dämpfer für die Blau-Weiß-Roten.

Ken Magowan hinterließ einen starken Eindruck. Ihm gelang der Treffer zum 1:1 Ausgleich.- © by Gernot Kirch, Eishockey-Magazin
Auf ein gutes erstes Drittel folgte am Sonntag ein desastörser zweiter Abschnitt. Im letzten Drittel konnte Mannheim dann wieder zulegen und seine Fans versöhnen und überzeugen. Wo die Adler aber wirklich stehen, ob sie ein Top-Team sind, das unter die ersten Vier DEL-Clubs schafft, lässt sich noch nicht sagen.
Von den Neuzugängen konnten besonders die Stürmer Yanick Lehoux, Kenneth Magowan und Adam Mitchell überzeugen. Die neuen Verteidiger wie Jamie Sifers, Christopher Lee, Florian Kettemer und Steven Wagner haben sicherlich noch Luft nach oben. Wobei die Abwehr wohl insgesamt nicht ihren besten Tag erwischt hatte.
Zur Chronologie:
Das erste Drittel verlief ausgeglichen und endete leistungsgerecht 2:2 unentschieden. Beide Teams tasteten sich zunächst ab und riskierten nicht allzu viel. Zwar waren die Adler optisch überlegen, doch blieb Prag mit Kontern stets gefährlich.
Der zweite Abschnitt gehörte eindeutig der Mannschaft aus Tschechien. Bei Mannheim lief hier nicht viel zusammen. Die Kufentechniker aus Prag drückten mit einer kompakten Leistung dem Mittelabschnitt den Stempel auf. Es war schon eine Augenweide, wie die Prager den Puck durch die eigenen Reihen wandern ließen und dabei auch noch drei Tore. Zu Recht hieß es nach 40 Minuten 5:2 für die Männer von Slavia. Bei Mannheim vermisste man in dieser Phase auch die kämpferische Einstellung.
Im letzten Drittel drehten die Mannheimer dann wieder auf und waren eindeutig überlegen. Das einzige Manko hier, aus den vielen hochkarätigen Chancen wurde zu wenig gemacht. Der Anschlusstreffer durch Mitchell in der 44. Minute war zu wenig.
Beendet wurde das Match mit einer größeren Rauferei, die ihre Hauptursache darin hatte, dass Schiedsrichter Brill die Partie zuvor vollkommen entglitten war.
Mannheim: Brückmann- Wagner, Reul, Kettemer, Sifers, Goc, Lee, Mapes – Seidenberg, Ullmann, Mauer, Magowan, Lehoux, Mitchell, Kink, MacDonald, Glumac, Arendt, El-Sayed, Plachta, Gelke
Tore:
0:1 (14. Min) Svoboda (Tomica/Kubos) – EQ
1:1 (16. Min) Magowan (Lehoux/Lee) – PP 5:3
2:1 (17. Min) Glumac (Reul/Wagner) - EQ
2:2 (17. Min) Ruizicka (Tomica/Svoboda – PP 5:4
2:3 (21. Min) Sklenarr (Kadlec) – EQ
2:4 (27. Min) Svoboda (Ruzicka/Vasicek) – EQ
2:5 (40. Min) Svoboda (Tomica/Ruzicka) – PP 5:4
3:5 (44.Min) Mitchell (Lehoux/Ullmannn) – EQ
Archivfotos zum Thema


