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Dienstag, 9. März 2010
Beide Vereine und ESBG einigen sich auf Neuansetzung am Mittwoch, 10. März.
 
Montag, 8. März 2010
Starbulls Rosenheim unterliegen Bad Nauheim mit 3:4 (2:1/0:1/1:2)
 

Dortmund.Nach dem Overtime-Derbyerfolg am Freitagabend in Gelsenkirchen beim Liga-Tabellenführer Herne konnte der EHC Dortmund zwei Tage später einen 5:2-Heimsieg gegen den EV Landsberg verbuchen. Dabei war die Sonntagspartie gegen die Lechstädter ein typisches Kampfspiel und bot wahrscheinlich schon einen Vorgeschmack auf die am 16. März beginnenden Play-Offs um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Wir brauchten eine gewisse Anlaufzeit um ins Spiel zu kommen. Das gelang erst ab dem zweiten Drittel. Vielleicht musste auch erst der Sieg beim Herner EV verdaut werden“ meinte Elche Coach Frank Gentges nach Spielschluss in einer launigen Pressekonferenz, in der sein Gegenüber Marian Hurtik eine gewisse Zeit brauchte um nicht nur die Niederlage sondern auch zwei Spielausschlüsse gegen sein Team verarbeiten musste.

Mit großen Ambitionen hatte der EV Landsberg bereits am Samstag die Fahrt nach Dortmund angetreten, denn nach dem Freitagssieg gegen Rosenheim rechnete man sich noch gute Chancen auf Platz vier aus. Dementsprechend motiviert und engagiert starteten die Oberbayern ins Spiel gegen die Westfalen Elche. Die ersten Strafzeit gegen den EHC führte dann auch in der 6. Minute zur 1:0-Gästeführung, als Landsbergs Kapitän Benjamin Barz nur noch den Schläger hin halten musste um einen Schuss unhaltbar zu verlängern. Auch danach blieben die Gäste zwingender, die Elche taten sich schwer zweiterfolgreichsten Sturm der Oberliga. Das änderte sich erst ab der 13. Minute, als EVL-Routinier Derek Switzer mit einem hohen Stock das Gesicht von Mikhail Nemirowsky traf. Diese unbeabsichtigte Aktion kostete dem EHC-Stürmer zwei Zähne und brachte dem EVL-Akteur zwangsläufig eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Die fünfminütige Überzahl konnten die Elche allerdings nicht zum Ausgleich nutzen. Kurz vor der ersten Drittelpause starteten die Lechstädter erneut einen gefährlichen Angriff, der nur regelwidrig gebremst werden konnte. Den fälligen Penalty konnte Michal allerdings nicht verwandeln, EHC-Keeper Benjamin Finkenrath verhinderte den möglichen Dortmunder 0:2-Rückstand. Im zweiten Abschnitt präsentierte sich der EHC agiler und hatte in der 26. Minute in Überzahl Erfolg. Zuerst scheiterte Vitali Stähle nur knapp, acht Sekunden später leitete dann aber T.J. Sakaluk eine Hereingabe vors Tor weiter über die Linie zum 1:1. Drei Minuten später führte dann ein böser Bandencheck von Landsbergs Maximilian Waitl gegen Ryan Martens zum nächsten Spielausschluss gegen die Gäste. Zuerst sprach Hauptschiedsrichter Markus Krawinkel nur Zweiminutenstrafe zuzüglich zehn Minuten Disziplinarstrafe aus, erhöhte dann aber nach Beratung mit seinen Linesmen auf Matchstrafe, da Ryan Martens sich bei dieser unnötigen Aktion eine Knieverletzung zuzog und lange behandelt werden musste. Die erneute fünfminütige Überzahl konnten die Elche dieses Mal nutzen und zwar gleich zweimal innerhalb von 27 Sekunden (32. Minute). Beide Treffer waren auch sowohl in der Entstehung als auch im Abschluss relativ identisch. Ein harter halbhoher Pass wurde jeweils in der Luft ins Tor verlängert, zuerst durch David Hördler, dann durch Jake Brenk. Noch aber gaben sich die Gäste nicht geschlagen und suchten weiterhin ihre Chancen in der Offensive. So konnte Benjamin Finkenrath in der 38. Minute in letzter Sekunde retten, 20 Sekunden später war er dann aber doch geschlagen und Landsberg konnte in Überzahl auf 3:2 verkürzen. Die Hoffnung der Gäste bekam aber schon 13 Sekunden später einen Dämpfer, als T.J. Sakaluk mit dem 4:2 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen konnte. Es war der erste Treffer bei 5 gegen 5 Spielern. Im letzten Abschnitt versuchten die Gäste weiterhin das Ergebnis zu verkürzen, bei guten Chancen auf beiden Seiten war es aber der EHC, der mit dem dritten Treffer von T.J. Sakaluk in der 55. Minute zum 5:2 die endgültige Entscheidung besiegelte.

Am kommenden Wochenende stehen die beiden letzten Spieltage der Oberliga-Punkterunde auf dem Programm. Die Westfalen Elche erwarten zuerst am Freitag ab 20 Uhr Deggendorf Fire an der Strobelallee, am Sonntag müssen die Elche dann nach Rosenheim reisen. Beide Spieltage versprechen sehr viel Spannung, denn noch ist im Kampf um die Tabellenplätze wenig entschieden. Lediglich Platz eins ist fest vergeben (Herne) und am Tabellenende können die Tölzer Löwen den achten (und letzten Play-Off-) Platz nicht mehr erreichen. Ansonsten sind aber noch viele Veränderungen in der Reihenfolge möglich. Der EHC steht mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber Verfolger Peiting auf Platz zwei und braucht theoretisch noch fünf Punkte, um diese Position auf jeden Fall zu verteidigen. Eines steht aber auf jeden Fall jetzt schon fest: Das erste Oberliga-Play-Off-Spiel in der Vereinsgeschichte des EHC Dortmund findet auf jeden Fall am Dienstag, dem 16. März 2010 an der Strobelallee statt. Der Gegner ist allerdings noch offen und wird wahrscheinlich erst am nächsten Sonntag so gegen 21:30 Uhr fest stehen.

Torfolge:
0:1 (05:15) Benjamin Barz (Martin Hoffmann) +1
1:1 (25:48) T.J. Sakaluk (Jake Brenk, Stephan Kreuzmann) +1
2:1 (31:22) David Hördler (Roman Weilert, Alexander Janzen) +1
3:1 (31:49) Jake Brenk (T.J. Sakaluk, Jörg Wartenberg) +1
3:2 (38:13) Michal Kapicka (Daniel Nörenberg, Veli-Antti Leinonen) +1
4:2 (38:26) T.J. Sakaluk (Vitali Stähle, Roman Weilert)
5:2 (62:14) T.J. Sakaluk (Vitali Stähle, Jake Brenk)

Strafminuten:
EHCDO 10
EVL 7 + Spieldauerstrafe Derek Switzer + Matchstrafe Maximilian Waitl

Zuschauer: 517
Schiedsrichter: Markus Krawinkel – Eric Daniels, Nikolas Neutzer

 
Samstag, 6. März 2010

Dortmund. Mit 3:2 konnte der EHC Dortmund am Freitagabend in der Overtime beim Tabellenführer Herner EV gewinnen und mit diesem überraschenden Erfolg nicht nur den zweiten Derby-Sieg der Saison einfahren sondern sich gleichzeitig auch drei Spiele vor Ende der Punkterunde einen Platz unter den ersten Vier (= Play-Off-Heimvorteil) sichern. Dank der anderen Ergebnisse in den Parallelspielen ist sogar auf jeden Fall Platz drei gefestigt, momentan stehen die Westfalen Elche sogar mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber Peiting auf dem zweiten Tabellenplatz. Ein mehr als bemerkenswerter Erfolg für den Aufsteiger, wenn man bedenkt welche hochklassig besetzten Mannschaften hinter dem EHC rangieren. So war dann auch Frank Gentges, Cheftrainer der Elche, in der wahrscheinlich letzten Pressekonferenz des HEV in der Ausweichspielstätte Gelsenkirchen mehr als zufrieden: „Es war ein gutes Spiel beider Mannschaften. Wir haben verdient gewonnen. Wir hätten auch schon nach der regulären Spielzeit vorne liegen können, denn wir hatten vor allem im ersten Spielabschnitt ein deutliches Chancenplus. Wir haben den nächsten Schritt gemacht und eine Top-Position erreicht.“ Einen Freifahrtschein für die Play-Offs sieht der erfolgreiche Coach dennoch nicht. „Die Mannschaften, die hinter uns stehen, werden in den Play-Offs trotzdem sehr gefährlich sein. Gerade, weil sie bisher weniger erreicht haben als man von ihnen erwarten konnte. Wir müssen dagegen immer ans Limit gehen um unsere Erfolge zu erzielen.“

Das Derby erfüllte die Erwartungen voll und ganz und der EHC versteckte sich nicht. Im Gegenteil, die Elche hatten nicht nur den besseren Start sondern schon im ersten Abschnitt die Möglichkeit, deutlich in Führung zu gehen. Die erste Strafzeit der Partie wurde in der 3. Spielminute vom guten Hauptschiedsrichter Christian Neubert ausgesprochen und traf die Gastgeber. Es folgte ein druckvolles Überzahlspiel der Elche und die folgerichtige 1:0-Führung für das Gentges-Team in der 5. Spielminute durch einen perfekten Handgelenksschuss von David Hördler von der rechten Seite. Es folgten weitere Dortmunder Chancen im Minutentakt, Herner Möglichkeiten fanden erst im zweiten Teil des Auftaktdrittels statt. Der Tabellenführer war allerdings nur in zwei Überzahlsituationen wirklich gefährlich. Vor der ersten Pausensirene scheiterten dann Vitali Stähle, Jake Brenk und T.J. Sakaluk innerhalb von 90 Sekunden nur knapp am HEV-Keeper Björn Linda. Damit war die Pausenführung mehr als verdient.

Der zweite Abschnitt begann mit weiteren guten Chancen für die Elche, aber auch der HEV zeigte sich nun druckvoller und so entwickelte sich eine offene und spannende Begegnung. Innerhalb von sechs Minuten drehten die Gastgeber ab der 28. Minute dann das Spiel. Zuerst konnte Paul Flache in der 28. Minute das 1:1 markieren, dann schaffte Verteidiger-Routinier Anton Bader sogar die 2:1-Führung für den Favoriten. Dazwischen lag ein Pfostentreffer von Roman Weilert in der 32. Minute. Kurz vor der zweiten Pause hatte dann Jake Brenk die Ausgleichschance, er scheiterte aber erneut an Björn Linda.

Mit der nicht unbedingt verdienten Herner Führung begann der Schlussabschnitt und der sollte noch viel Spannung bringen. Zuerst sahen die Zuschauer einige fahrige Aktionen auf beiden Seiten, dann aber rückte die Entscheidung in einer insgesamt sehr fairen Partie näher. Ein guter Schuss von Stephan Kreuzmann und eine Chance von Alexander Janzen um die 50. Minute läuteten den Endspurt ein. Als dann Vitali Stähle in der 53. Minute zu einem guten Alleingang startete und nur durch einen geworfenen Schläger am Torerfolg gehindert werden konnte, nutzte anschließend Ryan Martens den fälligen Penalty sehr sicher zum 2:2-Ausgleich. Nur 18 Sekunden später folgte dann die Schrecksekunde für die Dortmunder Fans. HEV-Verteidiger Rory Rawlyk wurde völlig frei stehend zum Schlagschuss eingeladen, der landete auch im EHC-Gehäuse, aber Anerkennung finden konnte dieser Treffer aber nicht. Das Tor wurde vorher bereits verschoben. Bis zum Ende der regulären Spielzeit hatte dann EHC-Keeper Benjamin Finkenrath noch einige Male Gelegenheit sich auszuzeichnen und das Remis zu halten. So musste dann, wie schon Mitte Januar diesen Jahres, die Nachspielzeit die Entscheidung bringen. Die begann dann mit einer Strafzeit gegen Herne. Es folgte eine weitere gute Möglichkeit von Jake Brenk, der erneut (noch) an Björn Linda im HEV-Gehäuse scheiterte. Als Frank Gentges dann alles riskierte und beim Spiel 4 gegen 3 mit Ryan Martens, T.J. Sakaluk, Vitali Stähle und Jake Brenk gleich vier Stürmer aufs Eis schickte, war es Jake Brenk, der in der 63. Minute den zumindest aus Dortmunder Sicht viel umjubelten Siegtreffer für den EHC erzielte. Damit holten sich die Westfalen Elche verdient zwei Punkte. HEV-Coach Shannon McNevan gratulierte anschließend zum verdienten Sieg der Elche: „Dortmund ist für uns der schwerste Gegner in der Oberliga. Wir haben nicht die Räume für unser Spiel gefunden und mussten auf drei wichtige Spieler verzichten.“

Am Sonntag empfängt der EHC Dortmund ab 19 Uhr den EV Landsberg an der Strobelallee. Nachdem die Elche die Elche ihre ursprünglichen Ziele (Erreichen der Play-off-Runde) bereits revidiert hatten und nun auch den Platz unter den ersten Vier sicher haben, geht es nun daran den zweiten Platz zu verteidigen. Allerdings wartet auf den EHC keine leichte Aufgabe, denn die Lechstädter haben nach dem Sieg gegen Rosenheim und der gleichzeitigen Niederlage von Bad Nauheim nun sogar noch Chancen auf Platz vier oder fünf.

Torfolge:
0:1 (04:32) David Hördler (Mikhail Nemirowsky, Roman Weilert) +1
1:1 (27:14) Paul Flache (Rory Rawlyk, Michael Hengen)
2:1 (33:12) Anton Bader (Tom Fiedler, Joel Keussen)
2:2 (52:09) Ryan Martens (Penalty)
2:3 (62:14) Jake Brenk (Vitali Stähle, Ryan Martens) +1

Strafminuten:
HEV 12 - EHCDO 10
Zuschauer: 907
Schiedsrichter: Christian Neubert – Markus Mosler, Matthias Starke

 

Bad Nauheim. Bittere Niederlage für den EC Bad Nauheim: mit 3:6 (1:2, 1:3, 1:1) verlieren die Hessen ihr Heimspiel gegen Füssen, das somit wieder Hoffnung auf die Playoffs verspürt. Matchwinner für die Bayern war die Reihe um den Ex-Teufel Kevin Lavallee, die alle sechs Tore markierte.. Das Spiel begann mit einem Paukenschlag, als Maaßen nach nur 49 Sekunden das 1:0 für die Gäste markierte. Der EC brauchte ein paar Minuten, bekam dann das Match aber allmählich in den Griff. Baldys machte folgerichtig den Ausgleich in der 10.Minute. Die Gastgeber hatten weitere Chancen, versäumten es aber nachzulegen. So legten die Bayern nach einem Konter durch Nadeau auf 2:1 vor. Und es kam noch dicker: Sekunden vor der ersten Pause kassierte EC-Kapitän Alexander Baum nach einem Kniecheck mit Verletzungsfolge an Füssens Rohwedder gar eine Spieldauerstrafe.

Der EC war also fünf Minuten lang ein Mann weniger, zudem kassierte Chris Eade eine weitere Strafe zu Beginn des Mitteldrittels. Das Zwei-Mann-Powerplay nutzte Lavallee zum 3:1 für die Bayern. Aber auch die Hausherren bekamen die Chance, durch Strafen der Gäste mit zwei Mann mehr zu agieren, Piwowarczyk nutzte dies zum Anschluss in der 27.Minute. Die Allgäuer blieben vor allem mit Kontern gefährlich, so traf Maaßen in der 30.Minute erst den Pfosten und zwei Minuten später mit einem Rebound zum 4:2. Ex-Teufel Lavallee erhöhte kurz vor der zweiten Pause gar auf 5:2, nachdem die Hausherren einfach ohne Fortune agierten.

Auch im letzten Drittel ging nicht viel für die Roten Teufel, während bei den Bayern so gut wie alles klappte. Die Vorentscheidung machte somit in der 47.Minute Maaßen, der seinem Team zusammen mit dem starken Lavallee drei Punkte fast im Alleingang bescherte. Das 3:6 durch Breiter war da Sekunden vor Schluss nur noch Ergebniskosmetik. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die heute wieder mal Verletzungen mit Junioren kompensieren musste und dies grandios gemacht hat. Hoffentlich kommt dieser Sieg im Kampf um die Playoffs nicht zu spät", sagte EVF-Trainer Holzmann nach dem Spiel. "Füssen hat gut gespielt. Bei uns haben einige zu wenig Verantwortung übernommen. Das müssen wir besser machen. Noch ist aber nichts vorbei, auch wenn es heute Abend lange Gesichter im Publikum gab. Wir wollen Sonntag gewinnen, und dann sieht die Welt hoffentlich schon wieder ganz anders aus", resümierte Fred Carroll die Partie. Am Sonntag müssen er und seine Spieler nun also nach Rosenheim, das heute mit 3:5 in Landsberg unterlag, so dass aus dem Zwei- ein Dreikampf um Platz vier geworden ist.

 

EC Bad Nauheim - EV Füssen 3:6 (1:2, 1:3, 1:1)
Tore:

0:1 (00:49) Maaßen (Nadeau, Lavallee)
1:1 (09:30) Baldys (Piwowarczyk, Eade)
1:2 (14:18) Nadeau (Lavallee, Naumann)
1:3 (22:48) Lavallee (Helmbrecht, Nadeau) PP 5-3
2:3 (26:06) Piwowarczyk (Gare, Richardson) PP 5-3
2:4 (32:29) Maaßen (Nadeau, Okonek)
2:5 (37:19) Lavallee (Helmbrecht, Nadeau)
2:6 (46:38) Maaßen (Lavallee, Friedl)
3:6 (39:39) Breiter (Barta, Cardona)
Strafminuten: ECN 6 + 5+SD (Baum) / EVF 12 + 10 (Naumann)
Zuschauer: 998

 

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