Darmstadt. Am Sonntag kommt es in der Darmstädter Eishalle zum Duell des Tabellenersten RSC Darmstadt mit dem Zweiten, den Mainzer Wölfen. Die Gäste aus Rheinland-Pfalz spielen als Aufsteiger aus der Landesliga bisher eine ausgezeichnete Runde. Nach einem aufgrund der Hallensituation in Mainz holprigen Start, Niederlage (5:8) im Auftaktspiel gegen Bad Nauheim 1b (nachträglich aber als Sieg gewertet) und einem Unentschieden gegen die Frankfurter Eintracht kamen die Mainzer in den letzen beiden Spielen mächtig in Fahrt.. Zunächst wurde Wiesbaden mit 13:5 Toren vom Eis gefegt, und am vergangenen Wochenende gelang ein verdienter 12:4 Erfolg über eine, wenn auch ersatzgeschwächte, Bad Nauheimer Mannschaft. Lohn dieser guten Leistungen ist aktuell der 2. Tabellenplatz mit 2 Punkten Rückstand auf den RSC Darmstadt. So können die Zuschauer in den Genuss einer echten Spitzenbegegnung kommen und nebenbei noch einige alte bekannte Gesichter aus vergangenen Darmstädter TSG-Zeiten begrüßen. Stehen doch mit Radek Dostalek, Michael Horcicka und Daniel Novak drei ehemalige TSGler im Aufgebot der Mannschaft aus Mainz. Neben diesen Spielern ist mit John Kraiss noch ein Neuzugang aus Braunlage (RL Nord) zu nennen, der seine Torgefährlichkeit schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Auch an der Bande steht mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Roger Nicholas (u.a. Frankfurt und Mannheim) ein bekannter Akteur der heimischen Eishockeyszene. Erkennbar liegt die Stärke der Wölfe sicher in den Offensive (36 Tore in 4 Spielen), während die Abwehrleistung nicht nach dem Geschmack der Verantwortlichen sein dürfte.
Die Abwehr wiederum ist zurzeit auch die große Baustelle für Darmstadts Trainer Volker Lindenzweig. Erneut ist er in dieser Begegnung gezwungen, die Defensivabteilung umzubauen. Toni Maier muss nach seiner Matchstrafe aus dem Spiel in Wiesbaden sicherlich einige Spiele pausieren, ein Urteil des HEV liegt aber noch nicht vor. So wird Manuel Brauckmann an die Seite von Dirk Beckmann in die 1. Verteidigung rücken, während Stefan Schubert und Dennis Straube weiterhin das zweite Abwehrpärchen bilden. Auf der Ausfallliste in der Defensive stehen weiterhin Jan und Tim Nissen (beide Knieprobleme) sowie Pascal Jessberger, beim dem die Meniskusoperation aber gut verlaufen ist. Ebenso ist der Einsatz von Peter Bartossek sehr fraglich. In der Offensive steht Chris Punga wieder zur Verfügung und wird voraussichtlich mit Marcel Schaary und Volkan Toptaner in der dritten Angriffsformation auflaufen. Die beiden anderen Reihen bilden die eingespielten Adrian Parejo, Marcel Gaitantzis, Tobias Schmidt sowie Philip Roth, Marc Bernecker und Kapitän Joel Holtzem. Für das Tor werden erneut Matthias Fach und Dirk Sydow aufgeboten. Während die Abwehrleistung in den bisherigen absolvierten Spielen zur Zufriedenheit des Trainers war, müssen sich insbesondere die Stürmer noch steigern und konsequenter die sich bietenden Tormöglichkeiten nutzen. Sollte die Mannschaft mit einer ähnlichen spielerischen und kämpferischen Leistung wie in den vorangegangen Begegnungen auftreten, dürfte am Sonntag mit dem angestrebten Erfolg ein großer Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht werden.
Spielbeginn in der Darmstädter Eishalle im Bürgerpark Nord ist um 18:00 Uhr.
Weitere RSC-Spiele am Wochenende:
Junioren EBW-Runde:
Samstag, 28.11.09 (12:30 Uhr) RSC Darmstadt Heilbronner EC
Knaben Hessenmeisterschaft:
Samstag, 28.11.09 (10:00 Uhr) EJ Kassel RSC Darmstadt
Sonntag, 29.11.09 (10:45 Uhr) Young Lions Frankfurt RSC Darmstadt
Darmstadt. Am Sonntagabend (21.11.) konnte der RSC Darmstadt in Wiesbaden seinen dritten Auswärtssieg in der Eishockey-Hessenliga feiern. Auf der Freifläche war es das allerdings das erwartet schwere Spiel für den Tabellenführer. Am Ende gelang ein knappes 6:5.
Vor Spielbeginn musste die Mannschaft des RSC die Nachricht verkraften, dass ihr Trainer Volker Lindenzweig an diesem Tag nicht an der Bande stehen würde. Nach den Vorkommnissen beim Hinspiel in Darmstadt vor drei Wochen hatten ihn die Verantwortlichen des EV Wiesbaden mit einem Hallenverbot belegt, das auch polizeilich durchgesetzt wurde. Nach einer kurzen Ansprache an die Mannschaft musste Lindenzweig das Gelände in Wiesbaden verlassen und begab sich auf den Weg nach Hause. Kurz vor Beginn der Begegnung wurde das Verbot zwar auf Intervention der Wiesbadener Mannschaft aufgehoben, aber die Verantwortlichen des RSC Darmstadt zogen es nach Rücksprache mit Volker Lindenzweig vor - um weitere Konflikte zu vermeiden - das Spiel ohne Trainerführung zu bestreiten.
Die Crocodiles setzten zunächst die Vorgaben des Trainers sehr gut um und bestimmten mit schnellem Spiel das Geschehen auf dem Eis. Lohn der Anstrengungen war die 1:0-Führung durch Marcel Gaitantzis. Leider versäumten sie es, entscheidend nachzusetzen und die Führung weiter auszubauen. Stattdessen kamen die Gastgeber nach Fehlern im RSC-eigenen Abwehrdrittel zum 1:1 Ausgleich. Toni Maiers erneuter Führungstreffer in der 16. Spielminute brachte auch keine wirkliche Sicherheit in das Darmstädter Spiel. Die Gäste passten sich in Spieltempo und Niveau den Hausherren bis zur Pause immer mehr an.
Das zweite Drittel begann mit einer doppelten Unterzahl für den RSC, und diesen Freiraum nutzte Tim Bornhausen zum Ausgleich (21.). Er war es auch, der seine Farben in der 23. Spielminute erstmals mit 3:2 in Führung brachte. Als zwei Minuten später Spielertrainer Alexander Möller sogar auf 4:2. für die Gastgeber erhöhte, sank die Stimmung auf der Darmstädter Bank beträchtlich. Doch der jüngste RSC-Spieler, Manuel Brauckmann, sorgte mit seinem Treffer (27.) von der blauen Linie wieder für Optimismus im Lager der Südhessen. Kapitän Joel Holtzem (31.) markierte in Überzahl den Ausgleich zum 4:4 und auch der erneute Rückschlag durch den Wiesbadener Johansson wurde von Toni Maier mit seinem zweiten Treffer egalisiert. Das sollte es für ihn allerdings gewesen sein. Nach einem nicht geahndeten Foul eines Wiesbadeners an ihm reklamierte Maier so heftig, dass am Ende der Protestaktion eine Matchstrafe stand. So starteten die Darmstädter auch ins letzte Spieldrittel in Unterzahl. Joel Holtzem rückte nach dem Ausfall von Toni Maier in die Abwehr und die RSC-Defensive hatte in den ersten Minuten alle Hände voll zu tun, um einen wahrscheinlich spielentscheidenden Gegentreffer zu vermeiden. Die kritische Phase wurde unbeschadet überstanden und die Crocodiles bemühten sich, das Spielgeschehen wieder in den Griff zu bekommen. Das gelang auch weil immer wieder Strafzeiten der Wiesbadener für mehr Raum sorgten. Als der Wiesbadener Mario Viggiani in der 53. Spielminute eine Fünf-Minuten-Strafe erhielt, schlug die Stunde für die Gäste. Adrian Parejo erzielte auf Vorarbeit von Marcel Gaitantzis und Dennis Straube den Siegtreffer. Die Punkte gerieten zwar in den letzten beiden Minuten in Unterzahl noch einmal ernsthaft in Gefahr, aber letztendlich wurden sie mit Glück und Geschick über die Zeit gebracht. Am Ende stand ein verdienter Erfolg, der mit einer sehr guten kämpferischen Leistung aller RSC-Spieler erreicht wurde.
EV Wiesbaden RSC Darmstadt 5:6 (1:2/4:3/0:1) EV Wiesbaden:
Kocurek (Boos) Schumacher, Brauer, Ehrig, Luke, Hornung Bornhausen, Dorn, Kappes, Kasov, Prinz, Bresler, Johansson, Möller, Wölfel, Viggiani RSC Darmstadt:
Fach (-25:39), Sydow (-60:00) Beckmann, Maier, Brauckmann, Straube, Schubert Holtzem, Bernecker, Roth, Schaary, Schmidt, Parejo, Gaitantzis
Tor: 0:1 (07:40) Gaitantzis (Parejo), 1:1 (10:11) Luke (Brauer), 1:2 (15:27) Maier (Gaitantzis), 2:2 (20:55) Bornhausen (Möller, Schumacher - 5-3), 3:2 (22:29) Bornhausen (Möller, Bresler), 4:2 (24:44) Möller (Bornhausen, Kasov), 4:3 (26:03) Brauckmann (Schubert, Bernecker), 4:4 (30:48) Holtzem (Gaitantzis - 5-4), 5:4 (34:30) Johansson (Möller, Brauer), 5:5 (38:00) Maier (Parejo, Schubert), 5:6 (55:56) Parejo (Gaitantzis, Straube)
Strafminuten:
Wiesbaden 24 Min. plus 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Viggiani) plus 10 Min. Disziplinarstrafe (Bornhausen; Darmstadt 18 Min. plus Matchstrafe (Maier)
Diez. Eine herbe Schlappe musste die Eissport Gemeinschaft Diez-Limburg (EGDL) am Sonntag in der Eishockey-Hessenliga einstecken: Gegen den hochfavorisierten RSC Darmstadt schafften es die Rockets erneut nicht, ihr Potenzial vor eigenem Publikum abzurufen und gingen deutlich mit 2:10 (0:5, 1,2, 1,3) unter. Den ersten Rückschlag mussten die Gastgeber bereits vor Spielbeginn hinnehmen, da der zuletzt so erfolgreiche Torjäger Dmitry Shimkov aus privaten Gründen kurzfristig passen musste. Dennoch spielte die EGDL zunächst stark auf, und die rund 200 Zuschauer sahen in der Anfangsphase eine temporeiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzten schließlich die Gäste aus Südhessen in der 11. Minute und gingen mit 1:0 in Führung. Der Gegentreffer brachte die Rockets völlig aus dem Konzept und sorgte für einen kollektiven Blackout. Die Unordnung in Reihen der EGDL nutzten die lauf- und spielstarken Darmstädter eiskalt aus, brachten den Puck innerhalb von nur knapp sieben Minuten weitere vier Mal im Gehäuse der Gastgeber unter und gingen mit einer mehr als beruhigenden 5:0-Führung in die erste Drittelpause.
Trotz des deutlichen Rückstandes hatten sich die Rockets für den zweiten Spielabschnitt einiges vorgenommen und wollten sich zurück in die Partie kämpfen. Die guten Vorsätze machten die Gäste aber schnell zunichte und erzielten bereits kurz nach Wiederanpfiff die Tore sechs und sieben. Dennoch gab sich die EGDL nicht auf, erhöhte den läuferischen Einsatz und konnte das Spiel etwas offener gestalten. Der Lohn für dieses Engagement war der Anschlusstreffer durch Martin Homola in der 33. Spielminute.
Ein kleines bisschen Hoffnung keimte bei den Fans in der Diezer Eissporthalle noch mal auf, als Nikolas Fast direkt nach Beginn des letzten Drittels gar das 2:7 gelang. Die Gäste ließen sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen, erhöhten noch mal das Tempo und sicherten sich mit drei weiteren Toren in der Schlussphase den am Ende verdienten Kantersieg.
„Darmstadt war der erwartete starke Gegner, und das, obwohl beim RSC noch einige Stammkräfte fehlten“, sagte Holger Pöritzsch im Anschluss an die Partie. Wenngleich das Ergebnis nach dem Geschmack des EGDL-Trainers etwas zu deutlich ausgefallen ist: „In den letzten sieben Minuten des ersten Drittels befanden wir uns in einem kollektiven Tiefschlaf. Nach einem so deutlichen Rückstand ist es dann immer schwer, noch mal Kräfte zu mobilisieren. Insbesondere gegen eine individuell so stark besetzte Mannschaft wie Darmstadt. Von daher war der Sieg auch völlig verdient. Der RSC hat seine Favoritenrolle in der Hessenliga heute eindrucksvoll unterstrichen.“
Darmstadt. Das am 01.11.2009 abgebrochene Spiel (Zwischenstand 1:3) in der Eishockey-Hessenliga zwischen dem RSC Darmstadt und dem EV Wiesbaden wurde vom hessischen Eishockeyverband gemäß DEB Spielordnung mit 5:0 zu Gunsten der Darmstädter gewertet. Das Spiel musste in der 50. Spielminute von den Schiedsrichtern vorzeitig beendet werden, da nach einer Massenschlägerei und der danach ausgesprochenen Strafen keine spielfähige Wiesbadener Mannschaft mehr auf dem Eis stand. Somit steht der RSC Darmstadt nach zwei Begegnungen mit 11:0 Toren und 6:0 Punkten an der Tabellenspitze.
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