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Dienstag, 9. März 2010

Köln. Nach intensiven Gesprächen mit Investoren, dem Vermarkter und der IIHF bedauert Hockey Europe, die Vereinigung der sechs Eishockey-Profiligen aus der Tschechischen Republik, Finnland, Deutschland, Slowakei und Schweden, dass die Verhandlungen zur Wiederaufnahme der Champions Hockey League (CHL) ab der Saison 2010/2011 zu keinem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. Hauptgrund hierfür war die sehr langfristige Dauer des ausgearbeiteten Vertragskonzeptes.

Dennoch bedankt sich Hockey Europe bei der IIHF und besonders bei der Infront Sports & Media AG für die konstruktiven Verhandlungen.

Hockey Europe und ihre Mitglieder werden ungeachtet des Ausgangs dieser Verhandlungen weiterhin alle Zukunftsmodelle für einen internationalen Clubwettbewerb ernsthaft erwägen.

 
Donnerstag, 26. November 2009

Zürich. Die geplante Neuauflage der Champions Hockey League für die kommende Saison 2010/11 ist wohl geplatzt. Die Investoren, die der Internationale Eishockey-Verband (IIHF) in der Hinterhand hatte, konnten keine Bankbürgschaften vorweisen. Bis Ende des Jahres müsste eine Lösung vorhanden sein, um die Champions League doch noch zu realisieren, teilte Denis Vaucher, der Geschäftsführer der Schweizer National Liga A mit. In der vergangenen Saison war das Projekt nach nur einem Jahr beendet worden, nachdem sich die russischen Geldgeber zurückgezogen hatten.

Damit würde der Züricher SC Lions einziger Champion in der Geschichte bleiben.

 
Mittwoch, 21. Oktober 2009

Zürich / Köln. Die Champions Hockey League (CHL) soll ab der Saison 2010/2011 wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen. Darauf einigte sich der Weltverband IIHF mit den nationalen Verbänden sowie Hockey Europe, der Interessensvertretung der Profiligen aus Deutschland, Finnland, Schweden, Tschechien, Slowakei und Schweiz (assoziiertes Mitglied), die neben Russland auch die Teilnehmer stellen werden. Hockey Europe wird in der Organisation der CHL gleichberechtigter Partner mit der IIHF sein.

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Clubs, die sich im vergangenen Jahr für die abgesagte CHL-Spielzeit 2009/10 qualifiziert hatten, eine finanzielle Entschädigung erhalten.

René Fasel, Präsident International Ice Hockey Federation: „Die Vereinbarung ist ein extrem wichtiger Schritt für die Wiederaufnahme der CHL. Wir haben unsere Meinungsverschiedenheiten beseitigt und unser gemeinsames Ziel ist nun ein erfolgreicher Neustart“, erklärte IIHF-Präsident René Fasel..

Peter Gudmundson, Präsident HOCKEY EUROPE: „Wir befinden uns derzeit in einer spannenden und dynamischen Phase des europäischen Club-Eishockeys. Unabhängig davon, was in fünf bis zehn Jahren sein wird, ist die Champions Hockey League jetzt die beste Wahl und unser Ziel ist die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Herbst 2010. Gemeinsam mit der IIHF bemühen wir uns um die Umsetzung.”

Über den Modus und die endgültige Teilnehmerzahl der CHL wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

 
Montag, 15. Juni 2009

Zürich.  Es hatte sich schon vor mehreren Wochen angedeutet. Die Champions Hockey League wird nur ein Jahr nach ihrer Premiere in der kommenden Saison 2009/2010 ausgesetzt. Trotz eines Dreijahresvertrages hatte das russisch-schwedische Sponsoren-Konsortium um Gazprom wegen der weltweiten Wirtschaftskrise Abstand von seinem finanziellen Engagement nehmen müssen.

„Nach Monaten der Vermittlungen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es besser ist in einem Jahr zur Saison 2010/2011 mit einem festeren wirtschaftlichen Fundament zurück zu kommen“, so IIHF Präsident Rene Fasel.

Unterstützung soll dabei aus der National Hockey League (NHL) kommen. NHL-Commissioner Gary Bettman hatte bereits strategische Unterstützung zugesagt.

 

Rene Fasel bekräftigte den festen Willen 2010 zurück zu kommen. Zwar habe es zuletzt auch Gespräche mit anderen möglichen Sponsoren gegeben, aber die Zeit bis zum 15.06. sei einfach zu knapp gewesen, um für ein festes wirtschaftliches Fundament gewähren zu können. Deshalb habe man letztendlich nur die Aussetzung beschließen können.

„Wir kündigen dies mit tiefem Bedauern an. Im Speziellen für die Fans und die qualifizierten Klubs", so Fasel am Montag.

 

In der Premierensaison hatten sich die ZSC Lions aus der Schweiz den Titel gesichert. Für den Wettbewerb 2009/2010 wäre Meister Berlin automatisch qualifiziert gewesen. Die Einnahmequelle CHL wird somit für Berlin und die anderen europäischen Spitzenklubs in der kommenden Saison nicht sprudeln.

 
Samstag, 16. Mai 2009

Zürich. Vor rund einem Jahr wurde sie aus der Taufe gehoben, die Champions Hockey League (CHL). In ihr sollten sich in den nächsten Jahren Europas Top-Teams miteinander messen. Das Premierenjahr hatte zumindest sportlich Appetit auf mehr europäisches Spitzeneishockey gemacht. Nach nur einem Jahr steht die Zukunft der jungen Liga allerdings auf finanziell äußerst wackeligen Beinen. Hauptsponsor Gazprom will sich offenbar aufgrund der Weltwirtschaftskrise zurückziehen. Eine Erweiterung der Liga auf 29 Teams aus 22 Ländern wurde vor einigen Wochen bereits verworfen.

Zwar wurde vor zwei Wochen der Rahmenterminplan an alle teilnehmenden Klubs verschickt, aber derzeit ist die finanzielle Situation völlig unklar. Es geht laut „Bild“ um bis zu 15 Millionen Euro, die bis spätestens zum 10. Juni akquiriert werden müssen. Dann soll die Entscheidung über die Durchführung der zweiten Runde fallen.

Offensichtlich gibt es derzeit zwei Investorengruppen, die interessiert sind. In einer davon befindet sich unter anderem auch die National Hockey League (NHL). Diese betrachtete bislang allerdings vornehmlich den Victoria Cup als Investition ins das europäische Eishockey.

Ärger droht durch den Gazprom-Ausstieg von vielen Seiten. Hockey Europe, in der sich die führenden Ligen Europas organisiert haben, schlägt Alarm. Die Ligen haben einen Vertrag mit der IIHF, in dem unter anderem je 300.000 Euro für jedes teilnehmende Team und für jede involvierte Liga garantiert sind. Sie denken nicht daran, auf dieses Geld zu verzichten. Nötigenfalls wollen sie ihr Recht auf juristischem Weg einklagen.

 

Rene Fasel, Präsident des internationalen Eishockeyverbandes (IIHF), hat bereits über eine Verschiebung der CHL nachgedacht. Gegenüber dem Tages Anzeiger hatte er erklärt, dass er Anfang September 10 Millionen Euro auf dem CHL-Konto haben möchte.

Auch scheint eine Aussetzung laut IIHF Generalsekretär Horst Lichtner aufgrund des zeitlichen Drucks nicht völlig ausgeschlossen. Das wiederum ist für viele Experten der Tod der noch jungen Liga. Die kommenden drei Wochen sollten also zeigen in welche Richtung der CHL-Zug fährt, bzw. ob er überhaupt noch einmal in Fahrt kommt.

 

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