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Mittwoch, 27. Mai 2009

Markgröningen. Immerhin die Bronzemedaille. Auch wenn Schwedens Nationaltorhüter Johan Holmqvist das entscheidende Spiel um den dritten Platz nur von der Tribüne aus beobachten konnte,  hatte der Schlussmann der „Tre Kronor“ mit seinen beiden Einsätzen gegen Weltmeister Russland (5:6
n.V.) und gegen Österreich (7:1) maßgeblich zum Erfolg seines Heimatlandes beigetragen. Bekanntschaft mit den Orthopedie-Technikern der Firma ORTEMA machte Holmqvist nach dem Spiel gegen Russland, in dem der Weltklassetorhüter verletzt vom Eis musste. „Johan hatte sich bei einem Schuss von Alexei Tereschenko am Knie verletzt.“ berichtet Heiko Schmidgall von Ortema, der dem Schweden eine in Markgröningen individuell gefertigte Knieorthese anpasste.

Fast 70 Mal waren die beiden Ortema Teams bei der 73. IIHF Weltmeisterschaft an den beiden Spielorten in Bern und Zürich im Einsatz. Dort waren die Markgröninger Spezialisten für die orthopädie- technische Versorgung aller 16 Nationalteams verantwortlich. „Die Zusammenarbeit zwischen der ORTEMA GmbH, der Firma Sporlastic, die Ortema bei der WM unterstützt, und der IIHF ist schon seit Jahren erfolgreich. Mit unserer langjährigen Erfahrung im Eishockeysport sind wir ein geschätzter und anerkannter Partner der verschiedenen Nationalteams.“ erklärt Ortema-Geschäftsführer Hartmut Semsch.

Neben Johan Holmqvist (Schweden) gehörten auch die beiden Topstürmer Österreichs Oliver Seizinger (SCL Tigers Langnau - NLA) und Thomas Vanek (Buffalo Sabers - NHL) zu den „Gästen“ im Ortema Quartier.  
Letzteren statteten die Markgröninger mit einer speziell für den Eishockeysport entwickelten Ellenbogenbandage aus. Aber auch Team Germany, in Person von Haie Spieler Andreas Renz (Rückenbandage) oder Nationaltorhüter Dimitri Pätzold, der sich kurz vor der WM das Innenband am Knie verletzte, war in den Händen von Heiko Schmidgall und seinen Kollegen bestens aufgehoben.

„Wir können mit unserem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft durchaus zufrieden sein. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der IIHF sowie der einzelnen Nationalteams hat wieder hervorragend funktioniert. Das zu Beginn der Weltmeisterschaft veranstaltete Symposium wurde von den Teams ebenso gut angenommen, wie unsere Arbeit vor Ort.“ resümiert Hartmut Semsch nach den 56 Spielen der IIHF Weltmeisterschaft 2009.

Autor: Oliver Mayer

 
Mittwoch, 13. Mai 2009

München. Seit nunmehr drei Tagen ist die Eishockey WM in der Schweiz Geschichte. Russland hatte seinen WM-Titel verteidigen können. Die Fans aus Deutschland, die nicht in Bern und Kloten live dabei sein konnten, hatten die Möglichkeit die WM im Deutschen Sport Fernsehen zum Teil live mitzuverfolgen.

 

Die Kommentatoren Marc Hindelang und Rick Goldmann heimsten dabei von vielen Seitzen Lob ein. Deutliche Kritik gab es dagegen von den Fans daran, dass ausgerechnet das Finale zwischen Russland und Kanada nicht live übertragen wurde.

 

Das DSF hat gegenüber Eishockey-Magazin dazu folgendermaßen Stellung genommen: „ 

Da wir als als exklusiver Erstverwerter der 2. Fußball-Bundesliga und als Zweitverwerter der Bundesliga im Free-TV vertraglich verpflichtet sind, an Bundesligawochenden sonntags ab 19.30 Uhr Spielbilder zu zeigen, konnten wir das Finale der diesjährigen Eishockey-WM nicht live im TV zeigen. Die Lizenzvereinbarung mit der DFL sieht konkrete Zeitfenster für die übertragenden Fernsehsender vor, um eine professionelle Fußballberichterstattung zu gewährleisten.

 

An diese so genannten Sendeverpflichtungen muss sich das DSF als Vertragspartner der DFL halten. Als Service für alle Eishockey-Fans hat sich das DSF daher entschieden, das Eishockey-Finale parallel und kostenlos als Live-Stream im Internet auf www.dsf.de zu zeigen“.

 

Spitzenwerte erreichte der Sender mit seinen Übertragungen von den Spielen Deutschland gegen Schweiz und Deutschland gegen Frankreich. Das Spiel gegen die Eidgenossen verfolgten in der Spitze bis zu 0,72 Millionen Zuschauer (4,9% Marktanteil / 14-49 Jahre): Gegen Frankreich waren es sogar in der Spitze 1,01 Millionen (4 % Marktanteil / 14-49 Jahre).

Die Zusammenfassung vom Finale sahen am vergangenen Sonntag von 23 Uhr bis 23:45 Uhr nur noch 0,44 Millionen in der Sitze. Das entsprach einem Marktanteil von 3,1 %.

Die schwächste Quote verzeichnete das DSF bei den Spielen Kanada – Tschechien (30. April ab 20:11 Uhr) und Schweden – Tschechien (Viertelfinale 4 am 7. Mai ab 20:12 Uhr).

Stimmen Sie auch bei unserer letzten Sonntagsfrage zur WM-Übertragung im DSF mit ab und wählen Sie unter den Auswahlpunkten aus. (Mehrfachauswahl möglich)



 
Montag, 11. Mai 2009

Bern. Russland hat seinen WM-Titel durch einen 2:1 Sieg gegen Kanada verteidigt und ist damit nun alleiniger Rekordchampion. 11454 Zuschauer sahen in der Berner PostFinance Arena ein  jederzeit spannendes Spiel.

 

Spezza hatte die Ahornblätter in der 6. Minute in Führung gebracht. Im Powerplay glichen die Russen durch Saprykin in der 13. Minute zum 1:1 Pausenstand aus. Atjushovs Schuss hatte Saprykin unhaltbar abgefälscht.

Im Mitteldrittel erzielte Radulov (35.) nach prima Einzelaktion die erstmalige Führung der Russen. In dem insgesamt hochklassigen Match blieb es bis zum Ende beim 2:1, obwohl die Ahornblätter mächtig auf den Ausgleich drückten. Brysgalov im Tor der Russen entschärfte aber viele Schüsse mit Glanztaten.

Somit konnten die Russen ihren insgesamt 25. WM-Titel feiern.

 

Tore: 0:1 Spezza (05:37), 1:1 Saprykin (12:59), 2:1 Radulow (34:30)

Strafminuten: 4 / 6

Schiedsrichter: Orszag/Rönn (Slowakei/Finnland)

Zuschauer: 11 454

 

Foto: © by Marco Mega

Eishockey WM Finalrunde

 
Sonntag, 10. Mai 2009

Bern. Der achtmalige Weltmeister Schweden hat sich durch einen 4:2 Sieg gegen die USA den dritten Platz bei der WM gesichert. Vor 11.249 Zuschauern war es keine Neuauflage des Vorrundenthrillers, als die Schweden nach einem 2:5 Rückstand noch mit 6:5 in der Overtime gewannen. Vielmehr war das Spiel die Bestätigung für die uralte Weisheit, dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnen kann.

Team USA bestimmte das Spiel, wurde aber schnell in Unterzahl bestraft. Nach torlosem Anfangsdrittel brachte Johnson die US-Boys in der 26. Minute selbst in Überzahl in Führung. Eriksson (34.) glich in Überzahl für die Schweden aus und nur 153 Sekunden später traf Martensson in doppelter Überzahl zum 2:1.

Im letzten Drittel konnte Pavelski zunächst für die USA in der 43. Minute ausgleichen. Aber wieder schlugen die Skandinavier im Powerplay zu. 49:00 Minuten zeigte die Uhr genau an, als Gunnarsson im Powerplay zum 3:2 traf. Die USA versuchten noch einmal alles, nahmen ihren Keeper für einen weiteren Feldspieler vom Eis und kassierten eine Sekunde vor Ende das 4:2 durch Oduys.

Bronze geht damit an Schweden. Für die USA bleibt nach zuletzt mehreren verpassten Halbfinalteilnahmen ein zwar achtbarer, aber zugleich auch undankbarer vierter Platz.

 

Foto: Schweden feiert sich und seinen dritten Platz. - © by Marco Mega

Eishockey WM Finalrunde

 
Samstag, 9. Mai 2009

Bern. Das WM-Traumfinale ist perfekt. Nachdem sich Russland am Nachmittag durch einen 3:2 Sieg gegen die USA den Finaleinzug sicherte, zogen die Kanadier am Abend mit einem 3:1 Erfolg gegen Schweden nach.

Roy hatte die Kanadier in einem ausgeglichenen ersten Drittel in der 7. Minute in Führung gebracht. Die Vorentscheidung fiel im Mittelabschnitt. Horcoff erzielte in der 30. Minute das 2:0. Die Schweden ließen sich den Schock anmerken, kassierten wenig später eine Strafe und 45 Sekunden später das 3:0. Roy (Buffalo sorgte mit dem dritten kanadischen und seinem zweiten persönlichen Treffer für mehr als eine Vorentscheidung. Mehr als der Anschlusstreffer (46.) durch Eriksson gelang den Schweden nicht mehr. Ärgerlich für die Schweden, dass die Vorentscheidung mitten in einer Drangphase der Schweden passierte.

Kanada steigerte sich gegenüber den Auftritten gegen Finnland (3:4 n.V.) und Lettland (4:2) enorm. Goalie Roloson war ebenfalls ein starker Rückhalt.

 

Am Nachmittag hielten die USA das Match gegen die Russen lange offen. Nach torlosem Anfangsdrittel gingen die US-Boys in der 24. Minute durch Brown sogar in Führung. Kovalchuk (32.) und Frolov (35.) drehten das Ergebnis zugunsten Russlands, aber  Okposo glich noch vor der zweiten Pause zum 2:2 aus.

Im letzten Drittel blieb es spannend. Zwar hatten die Russen ein leichtes Übergewicht, aber die Entscheidung gelang Gorovikov erst 107 Sekunden vor Spielende im Powerplay, als Oshie auf der Strafbank saß. Die USA somit knapp gescheitert.

 

Das absolute Traumfinale ist damit perfekt. Bevor es zum Topduell zwischen Kanada und Russland am Sonntagabend kommt, stehen sich Schweden und die USA am Sonntagnachmittag im Spiel um Platz drei gegenüber.

Foto: Ein Bild mit Symbolcharakter: Kanadas Doan obenauf und Schwedens Martensson muss in die Knie gehen. - © by Marco Mega, Eishockey-Magazin

Eishockey WM Finalrunde Ergebnisse & Tabelle

 

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