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Samstag, 29. August 2009

Augsburg. Am Donnerstag, eine Woche vor Saisonbeginn, stand Larry Mitchell unserem Mitarbeiter Manfred Spatz Rede und Antwort.

Eishockey-Magazin: Larry, vielen Dank, dass Du Dir im Vorbereitungsstress Zeit für mich nimmst. Im letzten Jahr wurdest Du zum Trainer des Jahres gewählt, und das obwohl die Augsburger Panther „nur“ Tabellenzehnter wurden. Was bedeutet diese Ehrung für Dich?
Larry Mitchell: Oh, es bedeutet mir sehr viel und ist eine unheimlich große Ehre. Gerade als Liga-Neuling und als Tabellenzehnter ist das sicher außergewöhnlich. Ganz besonders freut mich darüberhinaus die Tatsache, dass die Wahl nicht nur durch Journalisten, sondern auch durch Kollegen und den Managern zustande kam.

Eishockey-Magazin: Daraufhin gab es sicher Angebote aus der DEL?
Larry Mitchell: Naja, Angebote nein, eher Anfragen. Auch von großen Vereinen.

Eishockey-Magazin: Was hast Du in Deiner ersten vollständigen DEL-Saison als Headcoach gelernt bzw. was wirst Du in der kommenden Saison anders machen?
Larry Mitchell: Nun, ich bin insgesamt sicher ein besserer Trainer als ich es vor vier Jahren war. Letztendlich lernt man doch jedes Jahr dazu. In der DEL muss man als Trainer sehr viel schneller auf Spielsituationen, Finessen der Kollegen bzw. Schiedsrichterentscheidungen reagieren als in den unteren Ligen. Folglich sind die DEL-Kollegen zu Recht genau in dieser Liga. Auch sie werden an Optimierungen arbeiten. Deshalb versuche ich dieses Jahr noch schnellere und effizientere Entscheidungen zu treffen.

Eishockey-Magazin: In der Vorbereitung nahm man vermeintliche Änderungen im Spiel der Panther wahr. Beispielsweise versuchte die Defensive sehr schnell und lang bis an die blaue Linie der Angriffszone zu spielen. Ist das eine Spieloption, die man in der kommenden Saison öfter gewinnbringend nutzen möchte?
Larry Mitchell: Natürlich. Mit T.J. Kemp haben wir einen Verteidiger, dem dieses Spiel auch liegt. Grundsätzlich wollen alle Spieler gerne Tore schießen. Haben wir den Puck gewonnen geht der Spaß schnell und unmittelbar los.

Eishockey-Magazin: Wie sehr beeinflussen Deine Beobachtungen des Stanley-Cup-Finales die Taktik für die neue Saison? Hast Du alle Spiele der Serie gesehen?
Larry Mitchell: Ich habe leider nur sechs Spiele gesehen. Während des siebten Spieles war ich im Flieger. Detroit ist eine Mannschaft von der man unheimlich viel lernen kann.

Eishockey-Magazin: Zum Beispiel, dass im Powerplay immer ein Spieler vor dem Torwart postiert ist? Im Spiel gegen Ingolstadt hat man Chris Collins einige Male in dieser Position gesehen.
Larry Mitchell: Als Trainer hätte man diese Position natürlich gerne besetzt. Nur steht eben genau da kein Spieler gerne. Thomas Holmström von den Red Wings ist eben so ein Spieler. In der NHL gibt es laut den NHL-Trainerkollegen nur ca. 9 weitere Spieler für diese Aufgabe. Bei uns ist Steve Junker so ein Typ, der ist jedoch hauptsächlich fürs Unterzahlspiel vorgesehen.

Eishockey-Magazin: Zurück zum Team der Panther? Wie schätzt Du speziell die Neuzugänge nun nach 4 Wochen Eiszeit ein? Ist diese Mannschaft in der Tat stärker als im Vorjahr?
Larry Mitchell: Aus Trainersicht ist sie ganz sicher stärker, jedoch sagt jeder der anderen 14 Trainer das Gleiche. Zudem gibt es keine verletzungsfreie Saison. Man muss auch Glück haben. Ich habe erstmalig die Situation, dass die nötigen Rollen eindeutig durch entsprechende Spieler besetzt sind. (auf Nachfrage:) Nun, das bedeutet, dass ich dieses Jahr mit Kreitl, Jörg und Junker die besten Defensivspieler nicht auch noch im Powerplay einsetzen muss. Das war letztes Jahr mit Matt Ryan und Mark Murphy noch der Fall. Insgesamt erwarte ich damit die Offensive und die Specialteams ausgeruhter und konzentrierter.
Zudem überlegen wir inzwischen wer siebter Verteidiger sein soll, letztes Jahr hatten wir meiner Meinung nach nur fünf starke Verteidiger und haben über den sechsten diskutiert. Zudem haben wir heuer sieben ausländische Stürmer. Wir sind also sicher in allen Mannschaftsteilen stärker geworden. Dazu kommen großartige Spieler wie Connor James und T.J. Kemp, die wir wahrscheinlich zu „normalen“ Zeiten – ohne Wirtschaftskrise – nicht bekommen hätten.

Eishockey-Magazin: Wer wird Kapitän? Bestimmst Du das?
Larry Mitchell: Ja, ich bestimme das. Es wird Steve Junker sein, aber er weiß es noch nicht, da er Dienstag nicht spielen konnte. Wenn er morgen gegen Graz spielen kann, so sieht es heute aus, werde ich es bekannt geben.

Eishockey-Magazin:
Dein Meistertipp ist Mannheim! Wo wird Augsburg landen?
Larry Mitchell: Ja, Mannheim hat einen starken Kader und Nathan Robinson. Der gewinnt immer! Wir wollen unter die ersten Zehn kommen. Wir wissen, dass es schwierig wird, aber wir wollen den Erfolg aus der Vorsaison wiederholen. Wenn man jedoch erfolgreich bei der Spielerverpflichtung war – und das waren wir meines Erachtens – darf man nicht mit Platz 10 zufrieden sein. Platz 9 wäre der nächste Schritt, aber warum dann nicht Platz 8. Man muss jedoch realistisch bleiben, die Mannschaften werden eng beieinander sein.

Eishockey-Magazin: Das Curt-Frenzel-Stadion wird umgebaut. Ist der aktuelle – offene – Zustand, ein Standort-Nachteil bei Spielerverpflichtungen
Larry Mitchell: Kann sein, wenn sich ein Spieler vorher im Internet informiert. Aber das ist für die Kanadier aufgrund der Sprache schwierig. Für uns selbst ist es bei aktuellen Temperaturen schwierig, weil das Eis sehr schlecht ist. Da wird schon mal gemeckert, aber ab November, wenn es dann kalt wird, haben wir das beste Eis der Liga und die Spieler lieben es. Es ist natürlich ein gewisser Heimvorteil, wenn beispielsweise die Teams mit warmen Arenen ins -17°C kalte Curt-Frenzel-Stadion kommen.
Conner James ist jetzt erst zwei Wochen hier, aber er ist begeistert von der gesamten Situation und dem Stadion.

Eishockey-Magazin: Wenn Du einen Spieler der Konkurrenz auswählen dürftest, wer wäre dies und warum?
Larry Mitchell: Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Aber Wünsche darf jeder haben. Ich denke irgendeiner der ersten vier Verteidiger der Berliner würde jeder Mannschaft gut zu Gesicht stehen. Egal ob Andy Roach, Richie Regehr, Marvin Degon oder Derrick Walser. Aber auch Deron Quint aus dem Vorjahreskader der Berliner wäre eine Bereicherung auf der Position des offensiven Verteidigers. Man darf das nicht unterschätzen wie wichtig offensiv starke Verteidiger für eine Mannschaft sind. Wir hoffen, dass T.J. Kemp so einer ist.

Eishockey-Magazin: Während der Vorbereitung habt Ihr den Gäuboden-VolksfestCup in Straubing gewonnen. Hattest Du vor Ort Gelegenheit den HockeyDome (Spezialbelag, auf dem mit Schlittschuhen gefahren werden kann) anzusehen?
Larry Mitchell: Nein, ich habe es mir nicht angesehen. Ich kenne es aus Kanada. Mein Bruder ist ein Eishockey-verrückter Vater und hat es für seinen achtjährigen Sohn in der Garage verlegt. Der geht jetzt Sommer wie Winter zum Schlittschuhlaufen und zu Schussübungen in die Garage. Man darf aber nicht vergessen, dass es schon anders ist als auf Eis.

Eishockey-Magazin: Wie wichtig sind für Dich Medien und speziell das Internet bei Deiner Arbeit?
Larry Mitchell: Ich lese keine Zeitung oder Magazine, außer denen die mit Eishockey zu tun haben. Ansonsten kann ich mir ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. Ich versuche jeden Tag mindestens zweimal – am morgen und abends – online zu sein.

Eishockey-Magazin: Kennst Du Deinen Wikipedia-Eintrag? (http://de.wikipedia.org/wiki/Larry_Mitchell)
Larry Mitchell: Ja, den habe ich voriges Jahr zufällig entdeckt. Eishockey-Magazin: Du selbst führst einen eigenen Blog, in dem Du über aktuelle Themen der...

 
Donnerstag, 30. Juli 2009

Pfronten. Pfrontens Torhüterin Jennifer Harß (22 Jahre) wechselt nach ihrer ersten und überragenden Saison für den EV Pfronten in der Bayernliga nun in die NCAA nach Amerika zu den Minnesota Duluth Bulldogs. Vor ihrer Abreise wurde Sie noch einmal über ihre Zukunft aber auch über die vergangene Saison befragt.  

 

 

Frage: Jenny, was hat Dich dazu bewogen nach Amerika zu gehen?

Jenny: Ich habe von der dortigen Universität ein Angebot erhalten und da es schon immer mein Traum war einmal nach Amerika zu gehen kam mir dieses Angebot natürlich sehr entgegen.

 

Frage: Wie heißt Deine zukünftige Mannschaft, kannst Du über die Mannschaft was sagen, ich glaube Du warst schon einmal zur Besichtigung dort?

Jenny: Die Mannschaft nennt sich Minnesota Duluth Bulldogs, das ist ein reines Damen-Team, das dort in der höchsten Liga spielt. Das Frauen-Eishockeyteam konnte viermal den NCAA-Titel gewinnen. Ich war im April/Mai für ein paar Tage dort und konnte alles besichtigen.

 

Frage: Wie sieht es mit Deinem bisherigen Job bei der Bundeswehr aus?

Jenny: Nachdem momentan nicht sicher ist wie es für uns mit den Plätzen bei der Bundeswehr aussieht war das für mich ein weiterer Grund, dass ich mich anderweitig umgeschaut habe. Somit kam mir die Anfrage aus Amerika gerade recht.

 

Frage: Das bedeutet, dass Du nicht länger Angehörige der Bundeswehr bist?

Jenny: Ja das ist richtig.

 

Frage: Erklär doch mal was Dich in Amerika erwartet?

Jenny: Ich erhalte dort ein Vollstipendium, dieses deckt eigentlich alles ab, d.h. einen Platz an der Universität, eine Wohnung, alles was ich zum Eishockeyspielen und zum Leben dort benötige.

 

Frage: Auch ein gutes Gehalt?

Jenny: (lacht) Ja ich bekomme halt ein Vollstipendium

 

Frage: Neben dem Eishockeyspielen wirst Du dort auch studieren, was genau?

Jenny: Ich werde dort International Management studieren.

 

Frage: Hat Dein Aufenthalt in den USA Auswirkungen auf Deine Karriere in der Deutschen Nationalmannschaft, d.h. wirst Du trotzdem zu den Spielen anreisen?

Jenny: Über Weihnachten und Neujahr werde ich hier sein und mit der Nationalmannschaft in Ravensburg an einem Turnier teilnehmen, sofern ich eingeladen werde. Ansonsten stehen nicht sehr viele Termine an, da wir an keiner WM oder Olympiade teilnehmen.

 

Frage: Wie lange hast Du den vor in Amerika zu bleiben und gibt es eine reelle Chance, dass Du noch einmal für den EV Pfronten das Tor hüten wirst?

Jenny: Das Stipendium ist generell auf die Dauer von drei Jahren ausgelegt, aber jetzt muss ich erst einmal dort sein, alles Weitere wird sich vor Ort entscheiden. Sollte ich allerdings wieder zurück sein, könnte ich mir natürlich vorstellen noch einmal für Pfronten zu spielen, auf jeden Fall.

 

Frage: Wie schwer ist es Dir gefallen, nach der erfolgreichen Saison beim EV Pfronten, nun zu wechseln, wärst Du auch gerne bei den Falcons geblieben?

Jenny: Mir hat es in Pfronten auf jeden Fall sehr gut gefallen, keine Frage, aber ich sehe die Chance in die Staaten zu wechseln auch altersbedingt als meine letzte an die ich bekommen werde.

 

Frage: Jenny ich sehe einen Gips an Deinem Arm, was ist passiert?

Jenny: Ich habe mir beim Fußballspielen die Speiche gebrochen.

 

Frage: War da nicht letztes Jahr schon einmal was, eine Verletzung beim Fußballspielen?

Jenny: (lacht) Ja stimmt, da habe ich mir die Bänder gerissen.

 

 
Sonntag, 15. März 2009

Kierspe. Seit rund neun Monaten gibt es die Sportmanagement-Agentur Gehrmann mit Sitz in Kierspe im Sauerland. Inhaber Maik Gehrmann kümmert sich um die Vermittlung und Betreuung von Sportlern. Seine Leidenschaft gilt dem Eishockey. Am Sonntag stand er uns für ein Interview zur Verfügung.

 

 

Hallo Maik!

Wir verfolgen hier ja schon länger Ihren beruflichen Fortgang. Erklären Sie unseren Leser(innen) doch einmal ihren beruflichen Werdegang und wie Sie dazu gekommen sind im Sportmanagementbereich tätig zu werden?

Maik Gehrmann (M.G.): Ich habe Sportmanagement studiert und habe mich dann in diesem Bereich selbstständig gemacht! Was hinter den Kulissen im Sport abläuft war schon immer ein sehr interessantes Thema für mich, w.z.B. Vertragsverhandlungen, Sponsorensuche etc. Deshalb habe ich mich für Sportmanagement entschieden. Außerdem kommt man viel herum und trifft interessante Menschen.

 

Seit wann gibt es Gehrmann Sportmanagement?

M.G.: Gehrmann Sportmanagement gibt es seit Juni 2008.

 

Welche Bereiche des Sportmanagements decken Sie ab? Geht Ihre Aufgabe über die reine Vermittlung hinaus?

M.G.: Unsere Dienstleistungen decken den ganzen Bereich des Sportmanagements ab. Wir kümmern uns neben der Vereinssuche auch um persönliche Angelegenheiten, wie z.B. Unterstützung in allen Lebenslagen, Fitnesstraining, mentale Angelegenheiten und vieles mehr. Die reine Vermittlung ist mir persönlich zu wenig! Es gibt viele Sportler, die auch Unterstützung suchen und benötigen, damit sie sich nur auf den Sport konzentrieren können. Es gibt viele Agenturen, die Sportmanagement anbieten, doch leider vermitteln diese nur und das richtige Sportmanagement gerät leider in den Hintergrund. Es heißt ja schließlich Sportmanagement und nicht nur Vermittlung.

 

Haben Sie selbst auch aktiv Sport getrieben?

M.G.: Ich habe aktiv Eishockey, Inline- und Skaterhockey, sowie Fussball und Basketball gespielt. Aber meine große Leidenschaft gilt dem Eishockey.

 

In welchen Sportarten sind Sie tätig?

M.G.: Am Anfang, als ich die Agentur gegründet habe, war ich im Fussball, Basketball und Eishockey tätig. Diese Phase bezeichne ich als eine Selbstfindungsphase. Jetzt arbeite ich nur noch mit Eishockeyspielern zusammen. Wie ich vorher schon erwähnt habe, ist Eishockey meine Sportart! Außerdem, ist es zu viel Arbeit sich auf andere Sportarten zukonzentrieren!

 

Gibt es Sportarten, die Sie bevorzugt ausbauen möchten?

M.G.: Nein zurzeit nicht. Ich möchte mir jetzt erstmal einen guten Namen im Eishockey machen.

 

Wie sieht beispielsweise ein typischer Tagesablauf im Leben des Maik Gehrmann in seiner Arbeit als „Sportmanagers“ aus?

M.G.: Mein typischer Tagesablauf sieht so aus, dass ich viel telefoniere, am Internet arbeite und mir Informationen über Spieler einhole. Neben diesen Tätigkeiten im Büro, treffe ich mich des Öfteren mit meinen Spielern oder mit Geschäftspartnern, Managern, Trainern.

 

Stichwort Scouting: Wie viele Sportveranstaltungen (Eishockeyspiele) besuchen Sie durchschnittlich im Jahr und wie viel Kilometer legen Sie beruflich zurück?

M.G.: Also wenn ich es schaffe, versuche ich so viele Spiele wie möglich in Deutschland zu sehen. Leider ist es oft nicht möglich, da ich oft  im Ausland unterwegs bin. Dafür schaue ich mir dann dort die Spiele an. Eine genaue Zahl kann ich jetzt leider nicht nennen!

 

Erklären Sie uns kurz: Warum sollte sich, beispielsweise ein junger Eishockeyspieler unbedingt von Ihnen beraten lassen?

M.G.: Das ist eine sehr gute Frage. Ein junger Spieler sollte sich von mir beraten lassen, weil ich es einfach ehrlich mit ihm meine und auch sehr den persönlichen Kontakt pflege, was bei anderen nicht so der Fall ist. Ich verspreche keine großen Karrieren, aber dafür gebe ich alles, damit sich der Spieler voll und ganz entwickeln kann. Ich nehme mir viel Zeit für die Spieler, erkläre meine Philosophie und spiele niemanden etwas vor. Es ist nämlich nicht meine Art den Spielern Honig um den Mund zuschmieren!

 

Veröffentlicht von: News-Redaktion, 19:24  | Ganze News lesen Ganze News lesen

 
Dienstag, 9. Dezember 2008

Braunlage - Am Freitag um 20 Uhr steigt im Braunlager Wurmbergstadion das absolute Spitzenspiel der Eishockey-Regionalliga Nord. Die Harzer Wölfe als Tabellenzweiter erwarten den bisher noch ungeschlagenen Spitzenreiter EHC Timmendorfer Strand 06. Im Vorfeld der Partie standen die beiden Trainer Matthias Schnabel (EHC Timmendorfer Strand) und Bernd Wohlmann (Harzer Wölfe) zu einem Doppelinterview bereit.

 

Wie zufrieden sind sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Matthias Schnabel: Ich bin sehr zufrieden. Bei elf Siegen in elf Spielen gibt es eigentlich auch keinen Grund zum Meckern.

Bernd Wohlmann: Eigentlich bin ich sehr zufrieden. Man muss halt sehen, dass wir eine junge Mannschaft haben. Da ist es normal, dass es nicht immer 60 Minuten komplett rund läuft. Geärgert habe ich mich bisher vor allem über einige dumme Strafzeiten.

 

Worin sehen sie die Stärken ihres Teams?

Matthias Schnabel: Die Disziplin ist unsere große Stärke, sowohl die taktische als auch die spielerische Disziplin stimmt. Das Umsetzen der Vorgaben klappt in der Mannschaft sehr gut.

Bernd Wohlmann: Unsere Stärken sind läuferischer Natur und technischer Natur. Wenn wir komplett sind, können wir mit drei guten Blöcken Druck machen.

 

Welche Schwächen hat ihr Team bisher noch gezeigt?

Matthias Schnabel: Der Torabschluss ist bisher unser großes Manko. In den meisten Spielen hatten wir 50 und mehr Torschüsse, haben dann aber nur vier Tore gemacht. Auch beim Spielaufbau gibt es noch das eine oder andere zu verbessern.

Bernd Wohlmann: Die Chancenverwertung könnte noch besser sein. Zudem hapert es manchmal noch an der taktischen Disziplin, aber das ist auch altersbedingt.

 

Welche Stärken sehen sie bei ihrem Gegner?

Matthias Schnabel: Braunlage hat unheimlich viel Offensivpower. Sie haben drei unterschiedliche Reihen, die alle stark und gut sind.

Bernd Wohlmann: Die Timmendorfer Stärken liegen ähnlich wie bei uns. Sie haben einen sehr guten ersten Block und viele junge Spieler in der Mannschaft, die läuferisch stark sind. Taktisch spielt Timmendorf äußerst diszipliniert.

 

Warum werden sie mit ihrem Team am Freitag als Sieger vom Eis gehen?

Matthias Schnabel: Wir werden gewinnen, weil wir die diszipliniertere Mannschaft sind und in unserem Herzstück, der Abwehr, besser stehen werden als Braunlage.

Veröffentlicht von: News-Redaktion, 18:35  | Ganze News lesen Ganze News lesen

 
Mittwoch, 3. Dezember 2008

Heilbronn - Am Wochenende startet der EHC Eisbären Heilbronn mit Spielen in Hügelsheim (Freitag, 20 Uhr) und in der heimischen Lavatec-Arena gegen Stuttgart (Sonntag, 20 Uhr) in die Zwischenrunde der Baden-Württemberg-Liga. Dort spielen die vier Teams aus Mannheim, Hügelsheim, Stuttgart und Heilbronn zwei Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Oberliga aus. Im Falle der Qualifikation würden Gegner wie Moskitos Essen, Elche Dortmund, Ratinger Ice Aliens und Düsseldorfer EG II auf die Eisbären warten. Wir unterhielten uns im Vorfeld mit dem Trainer und 1. Vorsitzenden der Eisbären Heilbronn, Kai Sellers:

Acht Spiele, sieben Siege und der erste Platz in der Gruppenphase der Baden-Württemberg-Liga - wie sind Sie mit dem bisherigen Abschneiden Ihrer Mannschaft zufrieden?
Was soll ich sagen? Mit diesem Abschneiden kann ich als Trainer nur zufrieden sein. Mehr noch: Die Jungs haben mich richtig stolz gemacht. Nach drei Jahren Training hat jeder Einzelne das Spielsystem verinnerlicht und ruft es Spiel für Spiel ab. Wir hatten uns zwar als Ziel gesteckt, die Gruppenphase zu überstehen und uns für die Zwischenrunde zu qualifizieren, aber dass wir Stuttgart zweimal schlagen und Tabellenerster sind, hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.Kai Sellers

Jetzt startet die Zwischenrunde gegen die starken Teams aus Hügelsheim, Mannheim und Stuttgart. Was erwarten Sie sich von dieser Runde, in der es ja um die Teilnahme an der Oberliga-Aufstiegsrunde geht?
Ich erwarte, dass wir unsere starken Leistungen aus der Gruppenphase bestätigen. Wir haben uns bei den anderen Vereinen einen gewissen Respekt erarbeitet und würden gerne dem einen oder anderen Gegner die Suppe auf dem Weg in die Aufstiegsrunde versalzen. Sicherlich gehen Mannheim und wir als Außenseiter in die Runde, denn Stuttgart und Hügelsheim wollen ja unbedingt nach oben spielen. Für uns ist dies dagegen kein Muss, insofern können wir befreit aufspielen. Und wer weiß, was dabei heraus kommt...

Angenommen, die Eisbären würden einen der beiden ersten Plätze belegen. Würdet Ihr dann tatsächlich die Aufstiegsrunde gegen die übermächtigen West-Teams spielen? Es wird ja immer wieder gemunkelt, dass die Eisbären dies gar nicht wollen...
Wer sagt denn so etwas? Natürlich wollen wir, und wenn wir die sportliche Qualifikation schaffen, müssen wir sogar - sonst würde uns der Verband vom Spielbetrieb ausschließen. Wir sind uns sowohl im Vorstand als auch in der Mannschaft einig, dass wir uns auf dieses Abenteuer einlassen wollen - die sportliche Qualifikation natürlich vorausgesetzt. Eine Teilnahme an der Oberliga-Aufstiegsrunde würde natürlich einen finanziellen Mehraufwand bedeuten. Da müssten wir nochmal Gespräche mit unseren Sponsoren führen. Aber darüber reden wir, wenn es dann tatsächlich so weit sein sollte. Übrigens: Ich sehe es nicht so, dass die West-Teams übermächtig sind. Schließlich war sowohl Stuttgart als auch Hügelsheim im letzten Jahr unter den ersten Vier in der Aufstiegsrunde.

Werden sich die Eisbären während der gerade gestarteten Transferphase verstärken, die noch bis zum 15. Januar geht?
Daniel Brendle wird von den Junioren des Heilbronner EC zu uns zurückkommen. Er hat sich gut weiterentwickelt und wird den Abgang von Artur Votler kompensieren. Sonst ist momentan kein weiterer Neuzugang eingeplant. Wenn sich natürlich der eine oder andere Spieler bei uns vorstellen sollte, würden wir ihn uns schon genauer anschauen. Momentan liegt aber unser Hauptaugenmerk darauf, das aktuelle Team beisammen zu halten. Durch die guten Leistungen in der Vorrunde hat der eine oder andere Spieler Angebote von anderen Vereinen bekommen.

Am letzten Samstag haben die Eisbären Heilbronn zusammen mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei und der Stadtgalerie Heilbronn die Typisierungsaktion "Hilfe für Eileen und andere" durchgeführt. Wie ist das Resümee des 1. Vorsitzenden?
Wir haben 535 Menschen aus der Region dazu gebracht, sich in der Stadtgalerie typisieren zu lassen - das ist für uns ein sehr großer Erfolg, der das, was wir sportlich erreicht haben, überwiegt. Jetzt hoffen wir natürlich, dass aus diesen 535 Menschen möglichst viele Lebensspender hervorgehen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die an der Aktion beteiligt waren. Das sind zum einen die vielen Hilfswilligen, die die Nadel nicht gescheut haben und sich typisieren ließen. Zum anderen rede ich aber auch von den über 100 Helfern, die den reibungslosen Ablauf möglich gemacht haben und von den beiden Schrimherren, Herrn Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und Herrn Bundestrainer Uwe Krupp, die die Aktion mit ihrer aktiven Schirmherrschaft belebt haben. Nicht zuletzt geht mein Dank an die Stadtgalerie Heilbronn, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat, und an die DKMS, mit der die Zusammenarbeit wieder großen Spaß gemacht hat.

 

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