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Sonntag, 20. Juli 2008

Prescott Valley, Arizona – Verteidiger Dan Laperriere ist in Deutschland kein Unbekannter. Insgesamt sechs Spielzeiten jagte er in Deutschland der kleinen Hartgummischeibe für Schwenningen, die Eisbären Berlin und Duisburg nach. Nun wechselt er im Team des aktuellen CHL-Champions Arizona Sundogs endgültig ins Trainergeschäf

 

 

Der am 28. März 1969 in Laval /PQ geborene Verteidiger sorgte schon an der St. Lawrence University für Aufsehen. Vier Spielzeiten absolvierte er dort von 1988 – 1992. Bis heute hält er die Rekorde für die meisten Tore, Assists und Punkte eines Verteidigers an der St. Lawrence University. 

 

 

Es folgte der direkte Wechsel in die NHL zu den St. Louis Blues, die ihn 1989 in Runde fünf an Position 93 gedraftet hatten. Laperriere zählte drei Spielzeiten lang zum Kader der Blues, spielte aber in erster Linie für das Farmteam der Peoria Rivermen. Zwei weitere Spielzeiten in der Organisation der Ottawa Senators schlossen sich mit viel Spielpraxis in der damaligen International Hockey League (IHL) an. Für AHL-Klub Portland Pirates verbuchte Laperriere in der Saison 1996/1997 insgesamt 40 Scorerpunkte in 69 Spielen. Europa wurde auf den damals 28- jährigen Blueliner aufmerksam.
Der Sohn von NHL-Legende und Hall of Fame Mitglied Jacques Laperriere hatte den endgültigen Durchbruch in der NHL nicht geschafft. Vielleicht auch, weil der „Schatten“ des Vaters zu groß war? Laperriere wechselte in den Schwarzwald zu den Schwenninger Wild Wings. Dort wurde er zu einer festen Größe in der Abwehr, bereitete zahlreiche Treffer vor und erzielte dabei selbst so manch entscheidenden Treffer selbst.
Nach drei Spielzeiten folgte 2000 der Tapetenwechsel zu den durch das Anschütz-Engagement finanzkräftigeren Eisbären Berlin. Insgesamt 98 Spiele absolvierte Laperriere für den Hauptstadtklub. 16 Tore und 34 Assists bei „bescheidenen“ 48 Strafminuten konnte er für die Eisbären verbuchen. In Berlin wollte man aber nach der Saison das Team verändern. Nach einer mageren ersten Saison schaffte das Team 2002 den Sprung in die Play-offs. Für Laperriere war dennoch Schluss im Wellblechpalast.
Mit 33 Jahren wechselte er in die zweite Bundesliga zum EV Duisburg. Duisburg schaffte allerdings nur Platz neun und verpasste damit die Play-offs. Nach einer für Laperriere turbulenten Saison an der Wedau veränderte er sich für zwei weitere Jahre in die Schweiz zum HC Ajoie. 2005 folgte die Rückkehr als „Veteran“ zurück über den großen Teich zu St Georges Express.
Ein Jahr später schloss sich Laperriere den Arizona Sundogs aus der Central Hockey League (CHL) an, um seine reichhaltigen Erfahrungen in den letzten beiden Serien an junge Spieler weiterzugeben. Für die Sundogs verbuchte er praktisch einen Scorerpunkt pro Spiel. Gemeinsam mit dem früheren DEL-Profi Chris Bartolone führte er die jungen Spieler im Team zum CHL Titel.
Schon in der vergangenen Saison hatte er Headcoach und Generalmanager Marco Pietroniro als Assistent zur Seite gestanden. Nun wechselt der 48-fache NHL-Spieler endgültig hinter die Bande, um nur noch Assistenztrainer zu sein. Insgesamt 16 Spielzeiten absolvierte Laperriere als Profi.
Bei den Sundogs schlägt Laperriere nun also endgültig das nächste Kapitel seiner Karriere auf. Ähnlich, wie Vater Jacques, der nach seiner aktiven Karriere 25 Spielzeiten für Montreal, die News York Islanders und die New Jersey Devils als Assistent hinter der Bande stand. Für Experten ist klar, dass Dan Laperrieres Weg mittelfristig zurück in die NHL gehen wird. Er ist eben doch ganz wie der Vater.

 

 

Foto: Dan Laperriere; © by Sundogs
 

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