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Waldkraiburg. (PM EHC Waldkraiburg) Brent Norris ist einer der neuen Kontingentspieler des EHC Waldkraiburg.   Im Interview spricht der Kanadier über... Mit Joga nach Europa! – Waldkraiburgs Nezuzgang Brent Norris im Interview / Hagemeister hört auf

Logo EHC WaldkraiburgWaldkraiburg. (PM EHC Waldkraiburg) Brent Norris ist einer der neuen Kontingentspieler des EHC Waldkraiburg.

 

Im Interview spricht der Kanadier über seine Vorfreude, warum er den Sommer aktuell gar nicht mag und mit welchen Hilfsmitteln er sich auf das Abenteuer in Europa vorbereitet!

 

Brent Norris, herzlich willkommen beim EHC Waldkraiburg! Sind Sie schon sehr aufgeregt?

Ja, ich bin total aufgeregt und kann nicht erwarten zu Euch zu kommen. Es ist echt frustrierend, dass jetzt Sommer ist und man noch ein paar Monate warten muss, bis es los geht. Aber die Vorfreude ist riesig!

 

Wie kam der Transfer überhaupt zustande?

Ich hab gerade mein Jura-Studium abgeschlossen und viele ehemalige Mitspieler, die den Weg nach Europa schon gegangen sind, haben sich da gut geschlagen. Darum war ich auch interessiert, diesen Schritt zu machen. Einer meiner Co-Trainer der Uni-Mannschaft hat ein paar Jahre in Europa gespielt und er meinte ich könnte es da packen. Er hat mich dann an einen Agenten vermittelt, den er kannte und als ich dann das Angebot aus Waldkraiburg bekam, habe ich mich extrem gefreut. Für mich hat es gepasst und ich denke, das wird super laufen!

 

Wie lief Ihre bisherige Karriere ab?

Ich habe im Nachwuchs für meine Heimatstadt gespielt, die Nepean Raiders. Dann später bekam ich ein Stipendium und konnte in den Vereinigten Staaten spielen. Zwei Jahre war ich jetzt an der University of Conneticut und dann habe ich mich entschlossen, wieder zuhause zu spielen. Ich habe mit dem Coach der Universität in Carleton in Ottawa gesprochen und so habe ich jetzt die letzten beiden Jahre hier gespielt. Die beiden Jahre waren recht gut und wir haben uns gut gemacht. Aber jetzt freue ich mich natürlich auf Europa.

 

Wie groß ist Ihr Respekt vor Europa? Es ist ein neuer Kontinent, ein neues Land, neue Kultur, eine neue Sprache. Außerdem ist die Eisfläche etwas größer?

Es ist wird am Anfang sicher ein kleiner Schock sein, aber ich freue mich auch auf den größeren Eisflächen zu spielen. Ich denke, das kommt mir und meiner Spielweise entgegen. Auf die Kultur, die Sprache und alles andere neue freue ich mich aber auch. Es ist alles eine aufregende Geschichte und ich kann es wirklich nicht mehr erwarten!

 

Sie gehen also nicht davon aus, Anpassungsprobleme zu haben?

Am Anfang höchstens. Aber meine Freundin wird mich begleiten und wenn es einem von uns mal nicht gut geht, helfen wir uns gegenseitig heraus! Und meine neuen Teamkollegen werden mir sicher auch helfen, mich schnell zu recht zu finden. Das passt schon!

 

Auf welchen Spieler dürfen sich die Fans hier freuen?

Ich denke, ich komme in allen drei Zonen auf dem Eis  gut zurecht. Natürlich spiele ich am liebsten offensiv, aber ich mache auch in der Abwehr meine Arbeit, um dann schnell umzuschalten, dass wir wieder angreifen können.

 

Haben Sie Informationen zum Team und der Liga eingeholt?

Ich hab ein bisschen recherchiert, ja. Mit unserer Uni-Mannschaft waren wir vor knapp zwei Jahren in Europa und haben gegen Peiting gespielt- die sind ja in unserer Liga und wir haben damals 2:0 gewonnen, glaube ich. Das Spiel damals war schon eine tolle Erfahrung, die Atmosphäre war überragend und ich wollte schon immer in Deutschland spielen. Jetzt bin ich in der Oberliga und ich denke, dass diese Liga für mich jetzt genau passt.

 

Sind Sie aktuell schon im Training?

Natürlich. Mit einem meiner Coaches mache ich Power-Skating, ich gehe ins Fitnessstudio und arbeite mit Gewichten, außerdem gehe ich laufen, mache Gymnastik für die Agilität und seit kurzem gehe ich auch vier Mal die Woche zum Joga. Etwas stressig, aber das gehört dazu, um für die Saison bereit zu sein!

 

Joga? Das würde man im ersten Moment nicht wirklich mit einem Eishockeyspieler in Verbindung bringen?

Ja, mag sein, aber das kommt gerade in Mode und ich denke, in Zukunft gehen noch mehr Leute zum Joga. Es hilft meiner Meinung nach extrem. Man wird viel beweglicher und beugt so auch Verletzungen vor- das habe ich in den letzten Jahren gemerkt, als ich jede Saison komplett durchspielen konnte.

 

Träumen Sie davon, auch einmal in einer höheren Liga in Deutschland zu spielen?

Als Eishockeyspieler will man sich immer verbessern, aber ich schaue jetzt nur von Schritt zu Schritt. Ich will erst einmal ankommen, hart arbeiten und gut spielen für Waldkraiburg- weiter will ich gar nicht schauen. Hauptsache ich kann noch so lange es geht Eishockeyspielen!

 

Was machen denn die Deutsch-Kenntnisse? Können Sie schon etwas?

Bisher sind es nur ein paar Dinge wie „Danke“ – Worte die mir am Anfang helfen, wenn ich rüberkomme. Das sollte doch klappen, oder (lacht)? Aber meine Freundin hat eine App am Handy und lernt schon Deutsch- sie kann mir dann auch etwas beibringen. Außerdem ist ihr Großvater aus Deutschland, da werde ich mir beim nächsten Familienfest etwas Hilfe holen!

 

Dann viel Erfolg dabei, nochmals herzlich willkommen und wann werden Sie in Waldkraiburg ankommen?

Ende August, am 31. glaube ich. Dann werde ich da sein und es kann losgehen!

 

 

 

Martin Hagemeister hört auf!

Martin Hagemeister

Martin Hagemeister – © by EHV Waldkrbg. Media

Martin Hagemeister wird im kommenden Winter nicht mehr für das Oberliga-Team des EHC Waldkraiburg auflaufen. Der 38-Jährige Stürmer verlegt seinen Fokus in Zukunft auf Job und Familie. Der gebürtige Rosenheimer überlegt aber, dem Verein noch etwas erhalten zu bleiben und in der 1b-Mannschaft der Löwen das ein oder andere Spiel zu absolvieren. Nach Björn Linda (Hannover), Fabian Zick (Rosenheim), Thomas Hingel (Moosburg), Daniel Hilpert und Martin Führmann (beide Karriereende) ist Hagemeister der aktuell sechste Akteur, den es im kommenden Jahr nicht mehr in der Oberliga zu sehen geben wird.

 

Ganze dreieinhalb Jahre zählte Martin Hagemeister zu den Stützen im Team der Waldkraiburger Löwen. Mit hoher Spielintelligenz und großartigen technischen Fähigkeiten ausgestattet, fasste er nach seinem Wechsel aus Trostberg bei den Industriestädtern schnell Fuß. Der gebürtige Rosenheimer machte im Nachwuchsbereich seine ersten Schritte bei den Berliner SC Preussen und in Rosenheim. Für die Starbulls stand er zudem in fünf DEL-Spielen im Kader. Nach den Stationen Dorfen und Frillensee/ Inzell kam der heute 38-Jährige im Jahr 2006 nach Trostberg. Für den Landesligisten lief Martin Hagemeister insgesamt sieben Jahre auf.

 

Im Winter 2013 folgte er dem Ruf der Löwen und wechselte während der Saison zum EHC Waldkraiburg. 2016 gewann er hier die Bayerische Meisterschaft und stieg in die Oberliga Süd auf, im letzten Jahr kam die bayerische Playoff-Meisterschaft hinzu. In Summe stand Martin Hagemeister in 124 Punktspielen für die Löwen auf dem Eis- variabel einsetzbar, ob als „alter Hase“ in der dritten Reihe, oder cleverer Spielgestalter in der ersten und zweiten Angriffsformation. Dabei verbuchte er 27 Tore und 60 Torvorlagen.
Ganz aufhören mit dem Eishockey kann und will Hagemeister aber offenbar noch nicht: „Aktuell bin ich noch am überlegen, das ein oder andere Jahr in der 1b dranzuhängen. Da ist der Zeitaufwand nicht so groß“ erklärte Hagemeister.
Der EHC Waldkraiburg bedankt sich in jedem Fall schon jetzt einmal bei seiner Nummer 91, der man auf und neben dem Eis durchgehend positives Verhalten attestieren kann und wünscht ihm für die berufliche und private Zukunft alles erdenklich Gute! Verbunden mit dem Wunsch, dass man sich über weitere Einsätze in der 1b der Löwen natürlich sehr freuen würde!

Redaktion

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