München: Alles neu – und ein Sieg

Veröffentlicht am 6. September 2010

München. Bereits am vergangenen Freitag hatte der EHC München das erste DEL-Spiel in seiner zwölfjährigen Historie. Nach dem Auswärtspunkt in Mannheim durfte sich der Aufsteiger am Sonntag nicht nur München, sondern ganz Deutschland präsentieren. Das Spiel gegen die Iserlohn Roosters übertrug der Abo Sender „Sky“. Doch diese Premiere sollte nicht die einzige bleiben. Um Punkt 19:06 Uhr bat Schiedsrichter Georg Jablukov zum Anbully und eröffnete damit die DEL Spielzeit 2010/11 auch in München.

Unter dem Motto „alles neu“ ging die Partie dann in das erste Drittel. München zeigte große Willensstärke und erzielte sieben Minuten nach dem ersten DEL Bully auch das vermeintlich erste Tor. Allerdings beförderte Bryan Adams den Puck mit der Hand über die Torlinie.

Freundliche Begrüßung des Iserlohner Anhangs an den EHC München. - © by Heike und Franz Feiner

Nach knapp neun Spielminuten machte er es aber besser und fuhr in einen Schuss von Dylan Gyori den er dann ohne aktive Bewegung in das Gehäuse von Danny aus den Birken lenken konnte. Somit war der Kanadier der zweite Neuzugang der mit dem EHC Geschichte schrieb. Bereits am Freitag war Stephane Julien der erste DEL Torschütze des EHC, nun war es dem Kanadier Adams geglückt sich als erster Heimtorschütze feiern zu lassen.

Die verdiente Führung glichen die Iserlohn Roosters allerdings sechs Spielminuten später durch eine sehenswerte Kombination durch das Top Duo Wolf und Hock aus. Doch München hielt weiter dagegen und erarbeitete sich die erneute Führung durch Martin Schymainski der im Fallen abzog und genau neben den Pfosten traf.

Nach einem druckvollem Auftakt der Landeshauptstädter in Drittel zwei kamen die Roosters besser ins Spiel. Die Sauerländer konnten sich ein ums andere Mal im gegnerischen Drittel festsetzen und kamen zu einigen Chancen. Eine nutzten sie nach gut zehn Minuten, als Adrian Veidemann von der blauen Linie abzog und Münchens Sören Sturm den Puck durch die Schoner von Torhüter Sebastian Elwing abfälschte. Allerdings blieb das Unentschieden nicht lange bestehen da sich Iserlohn mit zwei unnötigen Strafen selbst um die Möglichkeit brachte München das Spiel aus der Hand zu nehmen. Also dauerte es nur wenige Sekunden bis Jordan Webb einen Schuss, der an der Bande hinter dem Tor abprallte, aufnehmen konnte und ins Tor beförderte. Iserlohn drängte zum Ende des zweiten Spielanschnitts vehement auf das nächste Tor.

Michael Wolf vor dem Tor von Sebastian Elwing. - © by Heike und Franz Feiner

Dieses gelang ihnen allerdings erst im letzten Drittel durch einen satten Schlagschuss von Shane Joseph, bei dem EHC Torwart Elwing die Fanghand nicht weit genug ausgefahren hatte und der Puck Freund und Feind passieren konnte. Wieder waren die Iserlohner das bessere Team und fanden auch endlich die nötige Konsequenz Münchens schnelle Angriffe zu unterbinden. Trotzdem war es knapp sechs Minuten vor Ende der Partie genau ein solcher der Aus den Birken keine Chance lies. Ried spielte von der blauen Linie den Pass an Ryan Ready vorbei auf Jordan Webb, der wieder am langen Eck stand und ohne Mühe vollenden konnte. Spätestens jetzt war die Moral der Sauerländer gebrochen. Abgerundet wurde der erste DEL Sieg der Münchner dann noch von einem schönen Zusammenspiel zwischen Buchwieser und Schneider, der den Iserlohner Schlussmann fein ausspielte und nur noch einschieben musste.

Somit konnte der erste Sieg in Deutschlands höchster Spielklasse für den EHC München verzeichnet werden. Iserlohn übergab die anfängliche Euphorie über den ersten Tabellenplatz an den EHC aus München. Der ist bereits am ersten Wochenende ganz oben angekommen. Mit vier Punkten gehen die Münchner mit großer Vorfreude in die nächsten Partien zu Hause gegen Krefeld und in Hamburg. Am Ende gab es dann noch ein „Humba“ mit den Fans – auch das war die Premiere in der DEL.  (Gregor Röslmaier)

Statitiken:

München – Iserlohn 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)
Tor: 1:0 (9.) Adams, 1:1 (15.) Hock, 2:1 (16.) Schymainski, 2:2 (30.) Veideman, 3:2 (33.) Webb, 3:3 (51.) Veideman, 4:3 (55.) Webb, 5:3 (59.) E. Schneider;

Strafminuten: München 4, Iserlohn 8;

Zuschauer: 3.133.

Schiedsrichter: Jablukov (Berlin)

Strafen: München 4 – Iserlohn 8

München: Elwing – Julien, Petermann; Reid, Ejdepalm; Lavallee, Vogl; Sturm – Schneider, Webb, Ready; Gyori, Maurer, Adams; Kompon, Dietrich, Rautert; Wichert, Schymainski, Buchwieser.

Roosters: Aus den Birken – Insana, Ryan; Ardelan, Veidemann, Danielsmeier, Langwieder; Orendorz – Kavanagh, Giuliano, Roy; Hock, Wolf, Wörle; Paddock, Joseph, Hommel; Rupprich, Sparre, Oppolzer.

Three Stars:

1. Jordan Webb

2. Adrian Veidemann

3. Eric Schneider

(Gregor Röslmaier)

Fotos vom Spiel

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