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NHL: Stürmischer November –  Die wichtigsten NHL News und ein Blick auf die Metropolitan Division NHL: Stürmischer November –  Die wichtigsten NHL News und ein Blick auf die Metropolitan Division
New York. (MaK) Die Saison ist gerade einen Monat alt, da gibt es bereits die ersten Trainerwechsel. Die Los Angeles Kings... NHL: Stürmischer November –  Die wichtigsten NHL News und ein Blick auf die Metropolitan Division

New York. (MaK) Die Saison ist gerade einen Monat alt, da gibt es bereits die ersten Trainerwechsel. Die Los Angeles Kings haben sich am 04.11. wegen fehlender sportlicher Erfolge von Cheftrainer John Stevens sowie Assistent Don Nachbaur getrennt. Den Rest der Saison soll der ehemalige Trainer der Vancouver Canucks Willie Desjardins hinter der Bank bestreiten. Ihm assistieren wird neben anderen Marco Sturm, der dafür das Amt als deutscher Bundestrainer aufgegeben hat. Sturm spielte 2010/11 in 17 Partien für die Kings.

 

Auch die Chicago Blackhawks haben am 06.11. nach einer schwachen Saison im Vorjahr und einem mäßigen Start in die neue Spielzeit mit zuletzt fünf aufeinanderfolgenden Niederlagen Cheftrainer Joel Quenneville sowie die Assistenztrainer Kevin Dineen und Ulf Samuelsson entlassen. Nachfolger Quennevilles, der dreimal den Stanley Cup mit Chicago gewinnen konnte, wird Jeremy Collition. Collition wird mit 33 Jahren der jüngste Cheftrainer in der NHL sein und trainierte zuletzt das AHL Team der Blackhawks, die Rockford IceHogs.

 

Torontos Jungstar Austin Matthews, der sich nach furiosem Saisonstart am 27.10. im Spiel gegen die Winnipeg Jets verletzt hatte, wurde bereits wieder auf dem Eis gesehen, was auf eine baldige Rückkehr in den Spielbetrieb hoffen lässt.

 

Davon unberührt zeichnet sich in der Metropolitan Division der Eastern Conference ein ganz anderes Drama ab. Gerade einmal 5 Punkte Differenz liegen dort zwischen den die Division anführenden New York Islanders und dem momentanen Schlusslicht aus New Jersey. Werfen wir einen Blick auf die Mannschaften rund um die Titelverteidiger aus Washington, D.C.!

 

New York Islanders

Metropolitan Division (MD): 1. Eastern Conference (EC): 4. Punkte: 18 Spiele: 14

Die Islanders haben die ersten Wochen nach John Tavares gut überstanden und sind die einzige Mannschaft in der Division mit einer Tordifferenz von mehr als +1. Dabei überzeugt New York vor allem durch eine gut organisierte Spielweise, in der man klar die Handschrift von Trainer Barry Trotz erkennen kann. Hoffnungsträger Mathew Barzal bleibt bislang mit nur einem geschossenen Tor in dieser Hinsicht hinter den Erwartungen zurück, hat aber in 14 Spielen bereits 11 Tore mit aufgelegt. Mit fünf Siegen in den letzten sechs Spielen und mit sieben Punktgewinnen in Folge sind die Islanders eine der momentan heißesten Mannschaften der Liga. Besonders positiv ist außerdem die bislang 100%-ige Erfolgsquote gegen Divisionsrivalen.

 

Alex Ovechkin

Alex Ovechkin – © by Media

Washington Capitals

MD: 2. EC: 6. Punkte: 17 Spiele: 14

Die Capitals machen das, was sie müssen. Mehr tun sie allerdings nicht. Alex Ovechkin, Evgeny Kuznetsov, Nicklas Backstrom und Verteidiger John Carlson haben alle mehr Punkte als Saisonspiele auf dem Konto, und das Powerplay ist momentan das erfolgreichste der Liga. Das reicht aus, um in Reichweite der Playoffs zu bleiben, auch wenn Torwart Braden Holtby seiner gewohnten Form noch hinterherhinkt und ein Großteil der Mannschaft zu häufig Reserven zu schonen scheint. Mit dem 2:1 Erfolg gegen Pittsburgh am 07.11. konnte Washington zum ersten Mal in dieser Saison an einen Sieg (4:2 gegen Edmonton am 05.11.) anknüpfen. Vorher war jedem Sieg mindestens eine Niederlage gefolgt. Insofern gibt es durchaus Grund zur Besorgnis. Ende Oktober hat sich Verteidigerurgestein Brooks Orpik eine Verletzung (Unterkörper) zugezogen. Er sollte aber nicht allzu lange ausfallen.

 

Columbus Blue Jackets

MD: 3. EC: 7. Punkte: 17 Spiele: 15

Die Blue Jackets sind mit einigen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet und haben in einigen Spielen auch schon richtig gut ausgesehen. Leider fehlt es ihnen an Konstanz. Einem überzeugenden Sieg folgt gerne einmal eine überraschend klare Niederlage. Neben Stürmerstar Artemi Panarin sorgt insbesondere der erst 21-jährige Verteidiger Zach Werenski für Zählbares in der Offensive, doch die Schwächen des Teams liegen vor allem in der Verteidigung und dem noch nicht immer überzeugend wirkenden Torwart Sergei Bobrowsky. Neuigkeiten bezüglich der Zukunft Panarins, dessen Vertrag mit Columbus am Ende der Saison ausläuft, gibt es noch nicht.

 

Pittsburgh Penguins

MD: 4. EC: 9. Punkte: 15 Spiele: 14

Es kriselt in Pittsburgh, denn von den letzten fünf Spielen konnte keines gewonnen werden. In den letzten drei Partien wurden sogar insgesamt 12:2 Tore kassiert. In der eher schwachen Metropolitan Division sind  solche Schwächephasen allerdings verschmerzbar, vor allem wenn man neben Sidney Crosby, Phil Kessel und Kris Letang über einen hervorragend aufspielenden Evgeni Malkin verfügt. Der 32-jährige Center hat in 14 Spielen bereits 20 Punkte einfahren können. Dennoch müssen sich die Penguins insgesamt steigern, was besonders für Torwart Matt Murray gilt.

 

Philadelphia Flyers

MD: 5. EC: 10. Punkte: 15 Spiele: 15

Torwartprobleme waren in Philadelphia zu erwarten, im November haben sie allerdings ein neues Niveau erreicht. Brian Elliott ist verletzt und fällt genau wie Michael Neuvirth erst einmal aus. Mit Calvin Pickard verfügen die Flyers allerdings über einen dritten Torhüter, der über gewisse Strecken erstklassige Leistungen abliefern kann. Dies hat er zuletzt eindrucksvoll gegen die Arizona Coyotes gezeigt. Mit dem Sieg in dieser Partie hat Philadelphia jetzt in den letzten vier Spielen Punkte geholt und sich nach einem durchwachsenen Saisonbeginn gefestigter gezeigt. Neben der Torwartposition fehlt es an Tiefe in der Offensive, denn gefährlich vor dem gegnerischen Tor wird es fast nur, wenn Claude Giroux und Jakub Voracek involviert sind.

 

NHL New York Rangers

Hendrik Lundqvist – © by Eh.-Mag.


New York Rangers

MD: 6. EC: 12. Punkte: 15 Spiele: 15

Henrik Lundqvist ist der Hauptgrund, warum die Rangers nach 15 Spielen nicht ganz unten in der Tabelle zu finden sind. Der inzwischen 36-jährige Torwart arbeitet hart hinter einem engagierten Team, das sowohl offensiv als auch defensiv zu schwach aufgestellt ist. So konnten zuletzt vier Siege in Folge eingeheimst werden, wodurch sich New York sogar vor die gut gestarteten aber momentan schwächelnden Hurricanes setzen konnte. Trainer David Quinn dürfte sich über das dadurch gewonnene Vertrauen freuen und vielleicht den Schwung nutzen, um aus den Rangers etwas zu formen, das größer als die Summe der Einzelteile ist. Debütant Brett Howden, der mit neun Punkten in 14 Partien sehr gut in seine NHL Karriere als Center gestartet ist, hat das letzte Spiel gegen Montreal verletzt aussetzen müssen, sollte aber bald zurück auf dem Eis sein.

 

Carolina Hurricanes

MD: 7. EC: 13. Punkte: 14 Spiele: 15

Die Hurricanes sind mit vier Siegen in fünf Spielen hervorragend in die Saison gestartet. Dann aber folgten acht Niederlagen in zehn Partien. Carolina hat abgesehen von Sebastian Aho zu wenig im Sturm zu bieten und kann aufgrund großer Mängel im Tor die Früchte der konstant guten Defensivarbeit zu selten nutzen. Die Probleme zwischen den Pfosten sind jetzt möglicherweise sogar noch größer geworden, da Torwart Petr Mrazek zumindest kurzfristig verletzt ausfällt. Dafür scheint Kollege Scott Darling wieder einsatzbereit zu sein, der den ersten beiden Spielen nach zu urteilen allerdings noch einigen Rost abschütteln muss.

 

New Jersey Devils

MD: 8. EC: 14. Punkte: 13 Spiele: 13

Die Devils hatten aufgrund ihrer Eröffnungspartie gegen Edmonton im schwedischen Göteborg einen ungewöhnlichen und verlangsamten Saisonbeginn, den sie allerdings hervorragend bewältigten. Die ersten vier Spiele wurden allesamt gewonnen, und das Team wirkte gerade offensiv sehr stark. Dann folgte die erste Niederlage gegen die Colorado Avalanche. Seitdem haben die Devils nur zwei der folgenden neun Spiele gewinnen können. Die Mannschaft ist durchaus gefährlich, wenn sie ins Spiel gekommen ist, und Nico Hischier und Taylor Hall sind in der Lage aus dem Nichts Großchancen zu kreieren, aber das Team ist auch leicht zu verunsichern und wirkt gerade defensiv oft konfus. Es liegt an Trainer John Hynes, New Jersey mehr Struktur im Spiel zu geben. Dies sollte er schnell tun, bevor sich die momentane Negativserie verselbstständigt und die Saison verloren ist.

 

(Marcel Klocke)

Redaktion

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