Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters

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Collin Danielsmeier und Patrick Hager (rechts) / © by Eishockey-Magazin

 

Iserlohns Keeper Caron scheidet gegen Ende des zweiten Drittels mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus

 

Krefeld. (RS) Endspielwochen für die Krefeld Pinguine. So zumindest war es vor dem Spiel gegen die Iserlohn Roosters von den Verantwortlichen ausgegeben worden. Mit 8 Punkten Rückstand auf den heutigen Gegner, der aktuell Platz 10 inne hat, zählte nur ein „Dreier“, wenn man das Ziel der Qualifikation für die Pre-Playoffs nicht endgültig abhaken wollte. Die Sauerländer wiederum wollten mit einem Sieg den Abstand auf die Pinguine deutlich vergrößern und somit einen großen Schritt Richtung Playoffs machen.

 

Der Wichtigkeit der Begegnung bewusst taten sich die Krefelder schwer ins Spiel zu finden. Dazu bekam ihnen das harte Forechecking der Iserlohner überhaupt nicht und man benötigte bis zur 10. Spielminute um den Spielrhythmus zu finden.
So war es auch nicht verwunderlich, dass Michael Wolf die erste gute Chance hatte aber am Schoner von Langkow scheiterte (4.). Ebenfalls Endstation Langkow hieß es eine Minute später für York und Ritter im Doppelpack.
Das erste Überzahlspiel für den KEV hätte beinahe Wolf (11.) nach einem schlechten Pass von Blank zur Führung nutzen können. Besser machte es Blank dann im Doppelpass mit Pietta, doch Sebastien Caron hatte etwas dagegen (11.).

Die bitterste Szene aus Sicht der Roosters: Krefelds Andreas Driendl rutscht in Iserlohns Torhüter Sébastien Caron, der sich dabei verletzte - © by Eishockey-Magazin


Ihr zweites Powerplay nutzen die Pinguine deutlich besser. Zwar kam etwas Glück hinzu, doch das nahm man gerne in Kauf. Pascal Trepanier hatte von der blauen Linie abgezogen und vor dem Tor Kopitz und Verwey getroffen, von wo die Scheibe unberechenbar für Caron vor die Kelle von Francois Methot fiel, der mühelos ins leere Tor einschießen konnte (15.).
Kurz vor Drittelende prallte Driendl unabsichtlich auf Caron, was dessen Mitspielern überhaupt nicht gefiel.

 

Herberts Vasiljevs - © by Eishockey-Magazin


Den Mittelabschnitt begannen die Rooster mit einem Überzahlspiel in dem sie aber bis auf einen abgefälschten Schuss von Sean Blanchard nicht viel zusammen brachten. Zunehmend erarbeiteten sich die Schwarz-Gelben mehr Spielanteile und kamen durch Pietta (25.) und Robar (27.) nach schöner Vorarbeit durch Hager zu guten Möglichkeiten, doch jedesmal scheiterten sie an Caron.
In der 30. Minute sah Michael York dass Dave Spina startete, bediente ihn mustergültig musste aber mit ansehen, wie sein Teamkollege an Langkows Schulter scheiterte. Spina war es auch, der Sekunden vor dem Ablauf eines Iserlohner Überzahlspieles in der 32. Minute den Ausgleich verpasste. Quasi im Gegenzug erarbeitete sich Rok Ticar in der Rundung die Scheibe, spielte zu Duncan Milroy, der von der Aussenbahn quer durch Drittel und den Torraum Richard Pavlikovsky bediente und ihm so das 2-0 perfekt servierte (33.). Nur 40 Sekunden später zog Trepanier von der blauen Linie ab und Caron ließ abprallen. Die Schiebe landete direkt vor Daniel Pietta der den Iserlohner Torsteher auf engstem Raum ausspielte und so das Zwischenergebnis auf 3-0 schrauben konnte. Piettas Schuß war es auch der in der 36. Minute wie ein Pinball von Peltier auf Blanchard und von dort knapp am Tor vorbei flitschte. Dies war auch die letzte Aktion die Sebastien Caron auf dem Eis miterlebte. Er hatte sich bei der Aktion im ersten Drittel verletzt und machte Platz für Tim Siekmann.
Dieser Wechsel schien die Waldstädter wach gerüttelt zu haben, denn nur Sekunden später tauchte York gefährlich vor Langkow auf nahm aber nicht den Schuss sondern versuchte den Querpass, der abgefälscht vor Ardelan landete, der mühelos das Spielgerät zum 3-1 ins Netz schob (37.).

 

Tim Siekmann kam zu seinem zweiten Einsatz in der laufenden Saison - © by Eishockey-Magazin


Im letzten Drittel wurde es turbulent. Die Roosters wurden von den Pinguinen stark unter Druck gesetzt, doch ein Konter brachte das überraschende 3-2 (44.). Robert Hock war der Torschütze. Die Seidenstädter wirkten nun sichtlich nervös und mussten ein weiteres Powerplay ungenutzt verstreichen lassen. In der 47. Minute wurde Mike York vom Bullypunkt geschickt. Nichts besonderes, doch sein Ersatzmann machte die Sache perfekt. Er gewann das Anspiel, die Scheibe landete bei York, der direkt abzog und Langkow zum 3-3 Ausgleichstreffer überwinden konnte (47.).
Daniel Pietta war es der unter den Augen des Bundestrainers Jakob Kölliker das Sieg bringende 4-3 (51.) erzielen konnte. Über die Aussenbahn überlief er seinen Gegenspieler und schien um das Tor zu fahren um dann doch an der kurzen Ecke vors Tor zu ziehen und Siekmann mit der Rückhand zu bezwingen.
Gästecoach Doug Mason versuchte alles und nahm, als beide Teams einen Spieler auf der Strafbank hatten, Siekmann zu Gunsten eines fünften und nach Ablauf der Strafe eines sechsten Feldspielers vom Eis, jedoch ohne die Partie nochmals auszugleichen zu können.
So gelang den Pinguinen ein wichtiger Sieg, der ihnen weiterhin die Chance auf das erreichen der Pre-Playoffs ermöglicht.

 

Wie Trainer Doug Mason auf der Pressekonferenz bestätigte haben die Roosters umgehend auf die Verletzung von Sébastien Caron reagiert und den vorgestern erst als Standby-Goalie verpflichteten Finnen Tero Leinonen nach Iserlohn beordert. Er soll am Donnerstag erstmals mit der Mannschaft trainieren.

 

Am kommenden Freitag, steht für die Krefeld Pinguine das zweite Endspiel, diesmal bei der DEG an. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, den 05.02.2012 im KönigPALAST statt. Gegner ist dann um 16.30Uhr zum Endspiel Nummer drei der EHC München. Die Iserlohn Roosters empfangen am Freitag die Adler Mannheim und reisen am Sonntag nach Wolfsburg.

 

Statistik
Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 4:3 (1:0/2:1/1:2)
Tore:
1:0 (14:05) Methot (Verwey/Trepanier) PP 5-4, 2:0 (32:17) Pavlikovsky (Milroy/Ticar), 3:0 (33:07) Pietta (Methot/Trepanier), 3:1 (36:34) Ardelan (York/Wolf), 3:2 (43:18) Hock (Hommel/Blanchard), 3:3 (46:59) York (Wörle), 4:3 (50:57) Pietta

Strafen: Pinguine 8 – Roosters 16

Schiedsrichter:
Piechaczek, Schukies
Linienrichter: Janssen, Melia

Zuschauer: 3.052

 

Aufstellungen:
Krefeld Pinguine:
Langkow (Kovacic) – Milo, Pavlikovsky; Akdag, Robar; Trepanier, Dück, Zerressen –  Blank, Pietta, Methot; Vasiljevs; Hager, Driendl, Verwey; Shvidki, Endraß, Ondrus; Milroy, Ticar, Vasiljevs.

Iserlohn Roosters: Caron (Siekmann) – Ardelan, Kopitz; Cullimore, Blanchard; Langwieder, Peltier – Spina, Hock, Hommel; Wörle, York, Wolf; Fretter, Rupprich, Cowan; Ritter, Danielsmeier, Holzmann.

 

Three Stars:
+++ Pietta (1.Top-Star)
++ York (2.Top-Star)
+ Trepanier (3.Top-Star)

 

Die Stimmen nach dem Spiel von Rick Adduono (CHeftrainer Krefeld), Doug Mason (Cheftrainer Iserlohn), Thomas Holzmann (Iserlohn Roosters), Sinan Akdag (Krefeld Pinguine), Andreas Driendl (Krefeld Pinguine und Bundestrainer Jakob Kölliker

 



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