Salzburg. (PM) Das zweite Viertelfinalspiel der Erste Bank Eishockey Liga führte den EC Red Bull Salzburg erstmals in der Best-of-seven-Serie in die Klagenfurter Messehalle, der Heimstätte des EC-KAC. Der wollte natürlich unbedingt Revanche nehmen für die Niederlage zum Play-off-Auftakt am vergangenen Sonntag in Salzburg, begann aber nervös. Die Red Bulls, heute wieder ohne Danny Bois und Jeremy Williams, standen schon in der ersten Minute gefährlich vor Klagenfurts Goalie Andy Chiodo, der sich im ersten Drittel allerdings als sicherer Rückhalt erwies. Die Red Bulls spielten einige Male die KAC-Defense aus, gingen zu zweit gegen einen Verteidiger aufs Tor, fanden aber immer wieder in Chiodo ihren Meister. In der elften Minute traf dann plötzlich der KAC aus der Distanz zur Führung, Salzburgs Goalie Marty Turco war die Sicht verstellt. Danach wurden die Hausherren stärker, und das Spiel wurde zunehmend von Strafen zerrissen. In der 20. Minute nutzten die Klagenfurter ein 5:3-Powerplay zur 2:0-Führung, die Scheibe ging im Nachschuss ins Netz. Aber Thomas Raffl konnte nach Alleingang fast im Gegenzug noch auf den 1:2-Pausenstand aus Salzburger Sicht verkürzen, es wurde höchste Zeit, dass die Red Bulls aus der Vielzahl an Chancen Kapital schlugen.

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts bewahrte Andy Chiodo sein Team in Unterzahl vor dem Ausgleich, ehe die Red Bulls in der 25. Minute dann doch zuschlugen. Robbie Earl traf im Nachschuss nach schönem Angriff von Markus Schlacher und Steven Regier. Doch in der 27. Minute legte der KAC wieder vor, als Mike Siklenka nach einem Kurzpass vor dem Tor traf. Das Spiel war jetzt schnell und ausgeglichen. In der 34. Minute traf Salzburgs Brent Aubin aus spitzem Winkel zum neuerlichen Ausgleich, nachdem er zuvor an der blauen Linie schön bedient wurde. Das passierte zu einem Zeitpunkt, als der KAC die vielleicht stärkste Phase bis dahin hatte. Und prompt holten die Kärntner die Führung nach einem Gestocher vor Marty Turcos Tor gleich wieder zurück und nahmen diese auch mit in die zweite Pause.

 

Im vermeintlichen Schlussdrittel lief von Beginn an ein offener Schlagabtausch, der an Spannung nichts zu wünschen übrig ließ. Beide Teams bekamen ihre Top-Chancen, die von beiden Torhütern auf beiden Seiten lange Zeit auch entschärft wurden. Bis zur 53. Minute, da schoss Andreas Kristler aus der Distanz von halblinker Position und traf für die Red Bulls zum Ausgleich. Es ging in die Verlängerung, und dort überstand der KAC anfangs ein 3:4-Unterzahlspiel und netzte wenig später zum 5:4-Endstand ein. Salzburgs Kapitän Matthias Trattnig meinte enttäuscht: „Wir haben leider im ersten Drittel unsere vielen Chancen nicht genutzt. Wir haben auch danach weiterhin viel Druck gemacht, aber auch viel zu leichte Tore bekommen. Mit fünf Gegentoren kann man auswärts nicht gewinnen.“

 

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA – VIERTELFINALE
EC-KAC – EC Red Bull Salzburg 5:4 (2:1, 2:2, 0:1) n.V.
Tore: Reichel (11.), S. Geier (20./PP2), Siklenka (27.), Scofield (35.), Herburger (64.) resp. Raffl (20.), Earl (25.), Aubin (34.), Kristler (53.)

 

Spiel Nr. 3 der Viertelfinalserie zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem EC-KAC steigt übermorgen, Donnerstag, wieder in Salzburg. Alle Viertelfinalspiele der Red Bulls gegen den KAC findet man hier in der Übersicht.

 



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