Köln. (HHK). Es sollte ein Eishockeyfest werden in der Lanxessarena, die  194. Auflage des Rhein-Derbys zwischen den Kölner Haien und den DEG Metro Stars. 18.581 Zuschauer sorgten für eine großartige Kulisse, die Haie hatten mit einem Sieg bei den Augsburger Panthern am Freitag nochmals Werbung in eigener Sache betrieben und eine Kölsche Rockband heizte unmittelbar vor dem ersten Bully die Stimmung lautstark an. Doch die Partie verlief dann aus Sicht der Gastgeber völlig anders als gewünscht und nach 60 Minuten standen die Gäste verdient als 4:2-Sieger fest.

 

Torlos stand es nach den ersten zwanzig Spielminuten. Die beiden Teams lieferten sich einen flotten Schlagabtausch, beschäftigten die beiden Torhüter Youri Ziffzer und Bobby Goepfert mit jeweils 13 Torschüssen, es fehlten allerdings spektakulären Szenen. Die gab es dafür im zweiten Spielabschnitt zuhauf. Die erste schon nach 95 Sekunden mit einem unhaltbaren Schuss von Adam Courchaine, den  die Kölner Abwehrspieler  völlig allein gelassen hatte. Zwei Minuten später lag der Puck ein zweites Mal im Kölner Kasten nach einem tollen Solo von Patrick Reimer. Doch dem Treffer verweigerte Schiedsrichter Georg Jablukov wegen  Torraumabseits’ die Anerkennung.

 

Die Gäste jubelten in der 26. Minute ein weiteres Mal – doch erneut entschied Jablukov nach Sicht des Videobands auf „kein Tor“, der Puck hatte Latte und Pfosten getroffen, die Linie aber nicht überschritten. Keinen Zweifel aber gab es an der Anerkennung des 0:2 in der 31. Minute, als Connor James aus spitzem Winkel im Nachschuss traf. In der 34. Minute bemühte der Unparteiische die Videoaufzeichnung erneut, diesmal nach einer Szene vor dem DEG-Tor. Und zur Freude der Kölner Fans erkannte Jablukov den Abstauber von Jason Jaspers als 1.2 an – die Haie waren wieder im Spiel. Die hätten in der 39.Minute beinahe noch den Ausgleich geschossen, doch Marcel Ohmann konnte bei einem Konter in Unterzahl so gerade noch von Goepfert gestoppt werden.

 

Zweikampf zwischen Kölns Björn Krupp und Düsseldorfs Martin Hinterstocker - © by ISPFD (sportfotocenter.de)


Innerhalb von einer Minute entschieden die Gäste die Begegnung im Schlussabschnitt für sich. Zunächst düpierte Curchaiune mit einem tollen Solo und einem Schuss in den Winkel die Kölner Abwehr zum 1:3, dann nahm Ben Gordon einen Querpass von Daniel Kreutzer volley und hämmerte die Scheibe zum 1:4 ein. Kölns Anhang jubelte über Philipp Gogullas Powerplaytor in der 53.Minute und kurz danach über eine starke Parade von Ziffzer gegen Evan Kaufmann. Dann hatte Tino Boos das Anschlusstor auf dem Schläger, doch der zweifache Torschütze Adam Courchaine blockte Boos’ Schuss kurz vor Überschreiten der Torlinie.  

 

Als in der 57.Minute Jeff Ulmer auf die Strafbank musste, riskierte Haie-Coach Uwe Krupp alles und nahm seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch zu unpräzise spielten sich die Kölner den  Puck zu, so dass die Gäste in Unterzahl die größeren Torchancen  in den nächsten Spielminuten hatten.  Aber Evan Kaufmann schob den Puck knapp am leeren Tor vorbei und Johan Akerman rettete mit einem Hechtsprung gegen Connor James.

 

Es blieb beim 2:4 und bei der anschließenden Pressekonferenz waren sich die beiden Trainer dahingehend einig, dass der Erfolg der Gäste verdient war.

 

Trainerstimmen:

Jeff Tomlinson (DEG): Es ist sehr motivierend, vor einer solchen Kulisse zu spielen, das puscht beide Teams und es gibt keinen Heimvorteil. Wir haben uns 60 Minuten lang nicht aus der Ruhe bringen lassen und viel Moral gezeigt. Gegen Köln ist es schwer zu spielen, die Spieler sind alle sehr groß und decken die Scheibe sehr gut ab. Aber wir haben gut dagegen gehalten.

Uwe Krupp (KEC): Es war ein sehr gutes Derby mit einem verdienten Sieg der DEG. Die Düsseldorfer waren immer einen Schritt näher an der Scheibe. Sie haben gut verteidigt und sonst war Goepfert da. Bis zu den nächsten Spielen nach der Pause haben wir viel Arbeit.

 

Die Fotos zum Spiel

DEL, Kölner Haie - DEG Metro Stars

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Zweikampf zwischen Kölns Björn Krupp und Düsseldorfs Martin Hinterstocker / © by ISPFD (sportfotocenter.de)

 

Statistik:

0:1 (21:35) Adam Courchaine (Simon Danner, Jeffrey Ulmer); 0 :2 (30:44) Connor James (Andrew Roach, Andrew Hedlund); 1:2 (33:02) Jason Jaspers (Jonathan D´Aversa, Charles Stephens); 1:3 (47:43) Adam Courchaine (René Kramer, Jeffrey Ulmer); 1:4 (48:35) Benjamin Gordon (Daniel Kreutzer, Patrick Reimer); 2:4 (52:48) Philip Gogulla (Überzahl-Tor) (Johan Åkerman, Alexander Weiß)

Strafminuten: KEC , DEG

Torschüsse: KEC ,  DEG

Schiedsrichter: Jablukov (Schrader, Gemeinhardt)

Zuschauer: 18.581

 



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