Iserlohn. (MK) Wichtiger Sieg für die Iserlohn Roosters! Durch einen 4:0 Erfolg gegen stark ersatzgeschwächte Eisbären Berlin – es fehlten mit Bielke, C. Braun, Christensen, Felski, Pederson, Rankel und Ustorf sieben Cracks verletzt bzw. gesperrt – untermauerten die Roosters ihre Playoff-Ambitionen. Christian Hommel setzte mit seinen ersten beiden Saisontoren einem für die 4600 Fans gelungenen Eishockeyabend obendrein ein ganz besonderes Krönchen auf.

 

Jeff Cowan prüft Rob Zepp - © by Eishockey-Magazin


Beide Teams begannen mit viel Offensivdrang. Fretter (2.) hatte die erste Großchance für die Gastgeber. In Überzahl, Schlenker saß für Berlin auf der Strafbank, gelang den Sauerländern allerdings wenig. Dafür ergab sich den Eisbären eine 2-1 Konterchance, die Weiß aber über das Tor setzte. Während Iserlohns erster Hinausstellung gegen Ardelan präsentierte sich der Meister wesentlich gefährlicher als zuvor die Gastgeber. Tallackson verpasste nach Olvers Zuspiel die Berliner Führung. Vor allem mit verdeckten Schüssen von der blauen Linie ließen die Schützlinge von Don Jackson ihre Gefährlichkeit aufblitzen. So auch in der 12. Minute, als Mulock am linken Pfosten gefährlich nachsetzte. Keine Minute später konnte Cowan nach feinem Zuspiel von Hackert Berlins Keeper Zepp nicht überlisten. Sekunden danach wurde Spina nach „Turbokonter“ über den linken Flügel unsanft ausgebremst. Die daraus resultierende Strafe verpuffte aber wirkungslos. Ritter (16.) und Wörle (20.) aus spitzem Winkel hatten die letzten Iserlohner Chancen in einem abwechslungsreichen Anfangsdrittel.

 

Rob Zepp (72, Eisbaeren Berlin) kann in dieser Situation dem Puk nicht kontrollieren - © by Eishockey-Magazin


Gerade einmal 46 Sekunden waren im Mittelabschnitt gespielt, als im wahrsten Sinne des Wortes der Bann gebrochen wurde. Iserlohns Hommel zog über den rechten Flügel kommend vors Tor und klinkte zum 1:0 ein. Sein erster Saisontreffer. Das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf. Der Berliner Chance von Sim (22.) folgten zwei Iserlohner Hochkaräter durch Wörle (23.) und Langwieder (25.), die aber noch an Zepp scheiterten. Weil aber einmal keinmal ist, nutzte Hommel nur Sekunden später ein Zuspiel von Hackert zum 2:0. Und es kam noch besser für die Gastgeber. Keine vier Minuten später versenkte Spina über rechts heranstürmend eiskalt zum 3:0. Zepp musste danach seinen Kasten räumen. Nastiuk übernahm. Wohl auch, weil Trainer Jackson seinem dezimierten Team noch einmal etwas Leben einhauchen wollte. Tallackson (30.) fand aber die Lücke nicht. Wenn es einmal läuft, dann hat man auch das nötige Scheibenglück, wie York in der 32. Minute, als er hinter der Torlinie stehend Keeper Nastiuk einfach ganz ausgebufft anschoss und der Puck über die Linie sprang. Sims hässliches Revanchefoul in der 35. Minute ahndete Referee Zehetleitner völlig richtig mit einer Spiedauerstrafe. Das fünfminütige Powerplay blieb aber trotz guter Gelegenheiten von Ardelan ungenutzt. Pech hatten die Eisbären bei Olvers Lattenschuss (38.). Somit blieb es beim überraschenden, aber durchaus verdienten 4:0 nach vierzig Minuten.

 

Lasse Kopitz (6, Iserlohn Roosters) und Caron Sebastien (35, Iserlohn Roosters) gratulieren Christian Hommel (61, Iserlohn Roosters) - © by Eishockey-Magazin


Im letzten Drittel ging es für die Roosters darum die drei Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Beide Mannschaften erspielten sich weiter hochkarätige Chancen, schafften aber letztendlich nicht mehr den Torerfolg. Das bestätigte auch der Schiedsrichter nach Studium des Videobeweis in der 55 Minute, als TJ Mulock Iserlohns Keeper Caron bezwungen zu haben schien. Der aber schaffte es vor allem auch gegen die immer brandgefährlichen „Zwillinge“ Tallackson und Olver seinen dritten Shutout der laufenden Saison ins Ziel zu bringen.

 

Am Sonntag sind die Roosters spielfrei. Dienstag steht das wichtige Auswärtsmatch in Krefeld an, ehe am Freitag die Adler Mannheim ihre Visitenkarte am Seilersee abgeben.
Berlin reist vom Seilersee weiter nach Bayern zu den Straubing Tigers.

 

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:0 (0:0/4:0/0:0)
Tore: 1:0 (20:46) Hommel (Hock/Spina), 2:0 (24:43) Hommel (Hackert/Langwieder), 3:0 (28:33) Spina (Hock/Blanchard), 4:0 (31:54) York (Wörle, Wolf).
Strafen: Iserlohn 8 – Berlin 40
Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (Andreas Kowert, Robert Schelewski)
Zuschauer: 4.599

 

Aufstellungen:
Iserlohn:
Caron – Kopitz, Ardelan; Blanchard, Cullimore; Langwieder, Peltier; Danielsmeier – Spina, Hock, Wolf; Fretter, Hackert, Hommel; Ritter, Rupprich, Cowan; York, Wörle
Berlin: Zepp (ab 28:33 Nastiuk) – Sharrow, Baxmann; Regehr, Hördler; Angell, Supis – Talbot, L. Braun, TJ. Mulock; Olver, Busch, Tallacksson; Weiß, T. Mulock, Sim; Schlenker.

 

Three Stars:
1st Star: Mike York
2nd Star: Christian Hommel
3rd Star: Sébastien Caron

 

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