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Pyeongchang. (MK) Die Enttäuschung stand den deutschen Spielern ins Gesicht geschrieben. Erst in der Overtime fand das russische Team den Weg... Russland siegt in der Overtime – Silber ist für das deutsche Eishockey ein gefühlter Olympiasieg

© IIHF Media

Pyeongchang. (MK) Die Enttäuschung stand den deutschen Spielern ins Gesicht geschrieben. Erst in der Overtime fand das russische Team den Weg zum Sieg. 4:3 hieß es am Ende für die olympischen Athleten Russlands.

Im Spiel selbst zeigte die DEB-Auswahl Nehmerqualitäten und glich nach zweimaligem Rückstand aus.

Den unglücklichen Rückstand aus der Schlusssekunde des ersten Drittels hatte Felix Schütz in der 30. Minute egalisiert. Und auch auf die erneute Führung der Russen (54.) zum 2:1 fand Kahun nur zehn Sekunden später die prompte Antwort.
Als der junge Jonas Müller in der 57. Minute Deutschland erstmals in Führung brachte, kannte der Jubel bei den zahlreichen deutschen Fans und Athleten in der Halle kaum noch Grenzen. Das Momentum schien schwarz-rot-gold zu tragen. In der hochdramatischen Schlussphase war Deutschland eigentlich in Überzahl. Die Russen hatten ihren Torwart schon für den fünften Feldspieler geopfert, als Gusev doch noch der Ausgleich gelang. In der Overtime hielt Deutschland das Spiel lange offen. Im Powerplay, Reimer saß draußen, fand Kaprizov dann aber die Lücke zum Siegtreffer und damit zum Gold für die olympischen Athleten Russlands.

Silber für Deutschland ist der größte Erfolg des deutschen Eishockeys. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm hat deutsche Sportgeschichte geschrieben. Wer hätte das vor zwei Wochen für möglich gehalten!

In Deutschland fanden trotz des frühen Spielbeginns um 05:10 Uhr in der Früh zahlreiche Public Viewing statt. Eishockey war in den letzten Tagen das Thema schlechthin in den Medien, an den Stammtischen und überhaupt in der Bevölkerung. Bleibt zu hoffen, dass von diesem Schwung möglichst viel in den Alltag mitgenommen werden kann. Schon am kommenden Mittwoch geht es in der DEL weiter.

Statistik:
OAR:
Koshechkin – Gavrikov, Voinov; Kiselevich, Nesterov; Zubarev, Zub; Jakovlev – Kovalchuk, Kalinin, Andronov; Gusev, Datsyuk, Kaprizov; Shirokov, Prokhorkin, Barabanov; Telegin, Grigorenko, Mozyakin; Kablukov

Deutschland: Aus den Birken – Ehrhoff, Boyle; Jo. Müller, Yannic Seidenberg; Mo. Müller, Hördler; Krupp – Noebels, Goc, Macek; Schütz, Hager, Reimer; Kink, Kahun, Mauer; Plachta, Fauser, Ehliz; Wolf

Tore: 1:0 (20.) Voinov, 1:1 (30.) Schütz, 2:1 Gusev (54.), 2:2 (54.) Kahun, 2:3 (57.) J. Müller, 3:3 (60.) Gusev, 4:3 (70.) Kaprizov.
Zuschauer: 5075.
Schiedsrichter: Lemelin (USA), Rantala (Finnland).
Strafminuten: OAR 4 – Deutschland 6.

Redaktion

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