Salzburg. (PM) Am kommenden Sonntag steigt erstmals in dieser Saison der Schlager der Erste Bank Eishockey Liga zwischen Meister EC Red Bull Salzburg und Vizemeister EC-KAC. Nicht erst seit der letzten Finalserie sprechen bei diesem Spiel schon viele von einem Derby, wobei sich das wohl mehr auf die sportliche Rivalität denn auf die geografische Nähe bezieht. In der Begriffsdefinition nach Wikipedia, wonach bei einem Derby rivali-sierende Sportvereine einer Region aufeinandertreffen, werden aber auch die Fans der betreffenden Mannschaften miteinbezogen, denn für die habe ein solches Ereignis eine hohe symbolische Bedeutung und rufe starke Emotionen hervor. In diesem Sinne darf man getrost von einem Derby sprechen, und die Erwartungen an das Sonntagsspiel sind nicht nur bei den Fans sehr hoch, weiß Stürmer Manuel Latusa: „Der KAC motiviert immer, das ist ein Prestigeduell. Wir freuen uns auf eine volle Halle und super Stimmung.“
Um sich bestmöglich auf das Schlagerspiel vorbereiten zu können, ist der Freitag zudem auch noch spielfrei. Das liegt zwar nur am Spielplan der Erste Bank Eishockey Liga, kommt den Red Bulls im Moment aber nicht unrecht. In der Phase des Konsolidierens und Sich-selbst-aus-dem-Sumpf-ziehens wird der morgige Freitag (nach dem heutigen freien Tag) für eine weitere intensive Trainingseinheit genutzt, in der weiterhin an der Beseitigung der eigenen Mängel gearbeitet sowie der Fokus auf den Sonntagsgegner eingestellt wird. Nochmal Manuel Latusa: „Wir haben gerade nach der letzten Niederlage in Znojmo wieder im Gespräch alle Fehler aufgezeigt, haben härter trainiert. Wir haben die Niederlagen wegen zu vieler Kleinigkeiten, sei es im technischen oder taktischen Bereich, die nicht gepasst haben, verloren. Es hat zum Teil auch der absolute Siegeswille gefehlt. Wir haben definitiv Potential, müssen das aber endlich abrufen.“ Und das wird besonders am kommenden Sonntag notwendig sein, denn nach dem bisherigen Verlauf der Meisterschaft hat der KAC wohl die besseren Karten.
Die Kärntner holten aus neun Spielen 15 Punkte, also sieben Siege und einen Punkt aus der Niederlage nach Verlängerung in Linz, führten noch bis zum letzten Wochenende ununterbrochen die Tabelle an und haben den Red Bulls beim 6:2-Saisonauftakterfolg in Klagenfurt gezeigt, wo der Bartl den Most holt. Die Red Bulls haben zwar daheim nach vier Spielen noch eine weiße Weste, konnten aber bei bislang fünf Auswärtsreisen nur einmal Punkte entführen, was in Summe den sechsten Tabellenplatz bedeutet. Aber gerade diese Heimstärke und die oben angesprochenen starken Emoti-onen der Fans sind das große Plus des amtierenden Meisters, und das weiß auch der KAC. Einzig Thomas Koch, der im Sommer nach fünf erfolgreichen Jahren mit den Red Bulls zu seinem Stammverein nach Klagenfurt zurückgekehrt ist, kann sich auch als Rotjacke zu Recht auch der Sympathien der Salzburger Fans gewiss sein.
Sorgenfalten bereitet nach wie vor der Blick auf die Verletztenliste, obwohl sich Marco Brucker und Ryan Kavanagh wieder fit gemeldet haben – ob beide am Sonntag schon eingesetzt werden, ist noch offen. Nach wie vor out sind Steve Regier und Johannes Bischofberger und leider jetzt auch Daniel Welser. Bei dem Verteidiger wurde nun doch ein Bruch des Mittelfußknochens diagnostiziert. Daniel Welser hatte im Spiel gegen Zagreb am vergangenen Freitag einen Schuss auf den Fuß bekommen und gehofft, dass es sich nur um eine schmerzhafte Prellung handelt. Nun muss er mindestens fünf Wochen pausieren und hat bereits mit dem Rehabilitationstraining begonnen. Ganz frisch ist aber auch der KAC nicht, zuletzt fehlten die Verletzten Andy Chiodo, David Schuller, Martin Schumnig und Tyler Spurgeon.
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
EC Red Bull Salzburg – EC-KAC
So, 16.10.2011; Salzburger Eisarena, 17:30 Uhr
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