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Iserlohn. (MK) Ärger und Frust hielten bei den Fans der Roosters nach dem äußerst knappen 0:1 der Iserlohn Roosters gegen die Hamburg Freezers am...
Niedergeschlagen nach dem Spiel und doch ergriffen vom Zuspruch der Fans  waren die Roosters - © by Eishockey-Magazin (JB)

Niedergeschlagen nach dem Spiel und doch ergriffen vom Zuspruch der Fans waren die Roosters – © by Eishockey-Magazin (JB)

Iserlohn. (MK) Ärger und Frust hielten bei den Fans der Roosters nach dem äußerst knappen 0:1 der Iserlohn Roosters gegen die Hamburg Freezers am Freitagabend nicht lange an. Zwar wurde die best of seven Serie in sechs Spielen verloren, aber der Stolz auf das Erreichte war bei allen nicht nur lautstark noch weit nach Spielende zu hören, er war förmlich zu atmen in der wieder einmal rappelvollen Puckhöhle am Seilersee.

Auch am Tag danach bringt es nichts sich zu fragen was gewesen wäre, wenn Brooks Macek den zugesprochenen Penalty 9 Sekunden vor Spielende verwandelt hätte. Es hat schlicht und ergreifend nicht sollen sein.

Die Saison 13/14 wird als die vielleicht extremste in die nun 55- jährige Eishockeygeschichte im Sauerland eingehen. Ende Dezember hätte wohl kein Mensch auf eine Playoff-Teilnahme der Sauerländer gewettet. Pleiten. Pech, Pannen, ein Trainerwechsel, ein bis heute nicht genau erklärter Torwartwechsel und viele andere kleine Unstimmigkeiten ließen viele sogar schwarz für den Standort Iserlohn sehen.  Offensichtlich konnten im Spätherbst noch Gelder für die Nachverpflichtungen der Spieler Chris Connolly und Brodie Dupont „locker gemacht“ werden. Dazu wurde mit Co-Trainer Jamie Bartman die vielleicht beste Verpflichtung dieser Saison getätigt. Kurz nach Bartmans Verpflichtung wurde das System deutlich defensiver ausgerichtet und eine fast unglaubliche Aufholjagd von Platz 13 bis in die Pre-Playoffs gestartet. Der Rest ist noch frisch in Erinnerung: Die Millionentruppe aus München wurde in drei Spielen in die Sommerpause verjagt und Vorrundensieger Hamburg war zwischenzeitlich auch am Rande der sportlichen Verzweiflung. Noch höher ist der Erfolg anzurechnen, weil mit Mike York der Ideengeber schlechthin in der entscheidenden Phase gefehlt hat. Ein extremer Zusammenhalt im Team mit einem unbändigen Kampfgeist auf dem Eis zeichnete das Roostersteam 2014 aus.

Erfolg weckt natürlich auch Begehrlichkeiten bei anderen Klubs. Zwar äußerte sich Manager Karsten Mende vor Wochen positiv den Großteil des Teams halten zu können, aber die Abgänge von Tyson Mulock (Wolfsburg) und Marty Sertich (Straubing) gelten als sicher. Lasse Kopitz beendet seine Karriere und will eine Schiedsrichterlaufbahn einschlagen. Verträge haben für die kommende Saison Torwart Mathias Lange, die Verteidiger Colten Teubert und Dieter Orendorz, sowie die Stürmer Michael Wolf, Brooks Macek, Brent Raedeke, Marcel Kahle, Mike York und der kampfstarke Marko Friedrich aus Ravensburg. Offiziell noch unbestätigt ist die Verpflichtung von Torwart Patrick Ehelechner (Augsburg). Dadurch dürfte der Abschied von Erik Ersberg klar sein. Gemunkelt wird auch über einen Abschied von „Quarterback“ Bobby Raymond, der mit einer Rückkehr nach Nordamerika oder in die KHL liebäugelt. Viele Gerüchte ranken sich auch um Publikumsliebling und Wirbelwind Chris Connolly. Einerseits wird eine gemeinsame Zukunft mit dessen Bruder Jack am Seilersee vorausgesagt, andererseits sollen beide in Schweden bei Leksand als sichere Zugänge gelten. Laufende Verträge schützen zudem nicht vor Abgängen, falls die NHL bei dem einen oder anderen rufen sollte. Ebenso hält sich hartnäckig das Gerücht, wonach Kapitän Michael Wolf seine Zelte in Iserlohn aus privaten Gründen abbrechen wird, um sich dem EHC Red Bull München anzuschließen.

Wenn nicht schon hinter den Kulissen ausgehandelt, ist die Zukunft von Collin Danielsmeier, Richard Jares, Mike Brennan, Thomas Gödtel, Simon Fischhaber, Brodie Dupont, Jeff Giuliano, Alex Foster, Dusan Frosch und Christian Hommel noch offen. Insbesondere bei Brennan und Foster soll es einige Interessenten aus der DEL geben. Bei dem einen oder anderen Akteur dürfte neben den Finanzen auch die Frage im Raum stehen, ob er sich dauerhaft mit dem Defensivsystem anfreunden kann, welches ihn und sein aktuelles Teams so stark gemacht haben.

In der kommenden Woche wird  traditionell die sportliche Leitung mit jedem Spieler die Saison reflektieren. Dann dürfte bei einigen auch schnell klar sein, wohin die Reise in Zukunft geht.

Stimmen zum sechsten Spiel


 

Fotostrecke zum sechsten Spiel

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