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Bayreuth. (PM Tigers) Dieses Duell „gegen die rote Laterne“ gingen beide Mannschaften etwas ersatzgeschwächt an und den besseren Start erwischten die... Tigers entscheiden Kellerduell für sich

Eric Chouinard – © by Eh.-Mag. (DR)


Bayreuth. (PM Tigers) Dieses Duell „gegen die rote Laterne“ gingen beide Mannschaften etwas ersatzgeschwächt an und den besseren Start erwischten die Gäste aus Oberbayern.

Sie hatten anfangs mehr Spielanteile, kamen aber nicht zu großen Torchancen. Mit zunehmender Spielzeit schwammen sich die Tigers dann aber frei, auch begünstigt durch zwei Powerplays. Es dauerte in einer sonst ziemlich ausgeglichenen Partie bis zur 17. Min., um den ersten Treffer des Abends bestaunen zu können. In einer Druckphase der Hausherren nahm sich Gläser ein Herz, zog wuchtig aus der Distanz ab und Timo Gams hielt gezielt seinen Schläger in die Schussbahn. Damit überwand er den guten finnischen Goalie Rämö zum 1-0 gegen seinen früheren Stammverein.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Tölzer mit etwas Wut im Bauch aus der Kabine und bekamen immer mehr Oberwasser. Eine Fehlerkette in der Bayreuther Defensive bestrafte schließlich Strobl mit dem verdienten Ausgleich. Die Löwen blieben auch danach weiter am Drücker und dieser Ausgleich hinterließ sichtbare Spuren im Nervenkostüm der Gastgeber. Offensiv gelang kaum noch etwas konstruktives und fast logische Konsequenz war die Führung für den ECT im Powerplay durch Sedlmayrs Nachschuss. Die Freude darüber blieb aber eher kurz, denn Chouinard nutzte einen Stellungsfehler vom sonst guten Rämö von ganz links außen mit einem satten Schuss ins lange Eck zum erneuten Remis. Mit dem besten Spielzug des Tages drehte dann aber der auffällige Sergej Stas sogar noch das Spiel komplett vor der zweiten Pause. Mit viel Tempo initiierte er den Gegenzug aus der neutralen Zone selbst, spielte „give and go“ mit Chouinard und netzte trocken oben ein. Zuvor hatte Trainer Waßmiller mit taktischen Wechseln im „line-up“ – S.Busch rutsche hoch für seinen Bruder Valentin – für eine wichtige Umstellung gesorgt, die gut aufging.

Mit diesem knappen und fast etwas glücklichen Vorsprung ging man dann ins Schlussdrittel und beide Teams neutralisierten sich erstmal weitestgehend. Größere Torchancen waren auch jetzt Mangelware und wenn es doch mal gefährlicher wurde, hatten beide Goalies die bessere Antwort oder der Außenpfosten half, wie beim Versuch von Frank (52.). Durch das Zwischenresultat waren die Gäste aber gezwungen langsam etwas aufzumachen und den dadurch bedingten mehr Raum nutzte der dynamische Bartosch zu einem unwiderstehlichen Break, dass er auch noch cool bleibend, unten gegen Rämö zum 4-2 verwandeln konnte. Löwentrainer Boehm nahm dann schon 2 Minuten vor Ende seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis um nochmals eine Wende zu erzwingen. Das gelang aber nicht, stattdessen machte Torjäger Luciani im Zusammenspiel mit Chouinard endgültig den „Deckel drauf.“ Es war sicher kein Schmankerl für Eishockeyästheten, aber zumindest spannend und fair, mit dem besseren Ende, nicht ganz unverdient, für die Tigers. Dadurch konnte man sich bei den Wagnerstädtern nun etwas Luft nach unten und 5 Punkte Vorsprung zum Tabellenende verschaffen, um in den letzten Wochen der Hauptrunde vielleicht doch noch mal Platz 12 anzugreifen.

Das nächste Heimspiel der Tigers folgt am Freitag 16.02 um 20 Uhr gegen die Bietigheim Steelers.

Bayreuth Tigers – Tölzer Löwen 5:2 (1-0;2-2;2-0)

Zuschauer: 1531 Strafen: BT: 4 Min T: 4 Min Powerplays: BT: 0/2 T: 1/2

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu, Neher, Linden, Müller (2), Potac, Mayer – S.Busch, Voronov, Bartosch, Chouinard, Gams (2), Alanov, V.Busch, Stas, Luciani, Ontl, Gläser

Bad Tölz: Rämö, Mechel – Borer, Kolacny, Reiter, Horschel , Schwarz, Frank (2), Huss – Edfelder, Strobl, Sedlmayr (2), Schenkel, Endraß, Vihko, Kathan, Hörmann, Schlager

Tore: 1:0 (17) Gams (Gläser, Gerstung); 1:1 (22) Strobl (Sedlmayr, Schwarz); 1:2 (35) 5-4 Sedlmayr (Borer, Kornelli); 2:2 (38) Chouinard (Luciani, Vosvrda); 3:2 (40) Stas (Chouinard, Müller); 4:2 (58) Bartosch (Luciani, Potac); 5:2 (59) 5-6 Luciani (Chouinard, Müller)

Redaktion

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