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Bayreuth. (PM Tigers) Nach einer schwierigen Hauptrunde, in der das Verletzungspech in einigen Phasen der Saison teilweise den halben Kader lahmgelegt... Tigers gehen mit Zuversicht in die Playdowns

Geschäftsführer der Tigers, Margrit und Matthias Wendel – © Media

Bayreuth. (PM Tigers) Nach einer schwierigen Hauptrunde, in der das Verletzungspech in einigen Phasen der Saison teilweise den halben Kader lahmgelegt hat, steht für die Bayreuther der Gang in die Playdowns an.

Gegner sind zunächst die Lausitzer Füchse. Gelingt der Seriengewinn in dieser „Best-of-Seven“-Runde ist die Saison für die Tigers beendet und der Verbleib in der DEL2 gesichert. Sollten die Lausitzer diese Serie für sich entscheiden, geht es für die Tigers in eine alles entscheidende Serie gegen Freiburg oder Bad Tölz.

Die Geschäftsführer der Tigers, Margrit und Matthias Wendel, blicken zurück auf eine erste Spielzeit, in der man mit neuer Geschäftsform antrat, wagen einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben und äußern sich zum Status Quo des Bayreuther Eishockeys.

Herr Wendel, es geht gegen Weißwasser. Wie sehen Sie persönlich die Chancen, dass die Serie an die Tigers geht?
Matthias Wendel: Auf Grund der bisherigen Spiele, die immer sehr knapp waren, sehr positiv. Wir haben zwar nur einen Sieg gelandet, aber die Spiele waren immer knapp und die Playdowns haben ihre eigenen Gesetze, haben mit der Hauptrunde wenig zu tun.

Worauf kommt es besonders an in diesen Entscheidungsspielen?
Matthias Wendel: Wir selbst müssen natürlich unsere Form aufs Eis bekommen und wenn wir es schaffen, Schlüsselspieler wie Ranta und Hayes in den Griff zu bekommen und Goalie Franzreb überwinden können, steigen unsere Chancen um einiges.

Frau Wendel, sollte diese Serie doch verloren gehen. Gibt es für die nächste Runde einen Gegner, den Sie bevorzugen?
Margrit Wendel: Natürlich wollen wir nach Möglichkeit gleich in der ersten Playdown-Serie den „Deckel drauf machen“, aber Sport und im speziellen Eishockey ist kein Wunschkonzert. Wenn es doch soweit kommen sollte, würde uns Freiburg vielleicht ein bisschen besser liegen, aber so weit ist es ja noch nicht.

Wenn man sich die Playdown-Kandidaten anschaut: Wo sehen Sie die Tigers im Vergleich?
Matthias Wendel: Wir können mit allen diesen Teams mithalten. Jede Mannschaft hat herausragende Akteure. Tölz mit Schlager, Rodman oder Kathan, Freiburg mit Linsenmaier, Billich oder Duda und Weißwasser mit den bereits angesprochenen Akteuren. Ich sehe uns in jedem Fall auf Augenhöhe mit diesen Mannschaften.

Trotzdem hat man sich am Ende mit der roten Laterne anfreunden müssen.
Matthias Wendel: Wenn man sich die Situation über die Saison mal ansieht, ist das fast nicht verwunderlich. Die Mannschaft musste teilweise mit zehn oder elf Feldspielern antreten. Das Verletzungspech war schon extrem und nicht zu vergleichen mit der letzten Saison, wo man im Übrigen selbst als Achter nur sehr knapp (2 Punkte) an den Playdowns vorbei geschrammt ist.
Margrit Wendel: Wenn man mal genauer hinsieht und betrachtet, dass wir eigentlich nie komplett auflaufen konnten und wie viele Partien unsere Jungs passen mussten, ist das schon heftig und eigentlich kaum zu kompensieren. Martin Heider hat 34 Spiele in der Hauptrunde verpasst, Stas (10), Voronov (16), Neher (8), Mayer (12), Gläser (11), Geigenmüller (9), Bartosch (11), Drews (25), Pavlu und Potac je 4 Spiele. Einzig Jonas Gerstung und Sebastian Busch konnten alle Partien absolvieren. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass weder Training noch die Spiele selbst optimal angegangen werden konnten. Dazu hatte man Pech auf den Kontingent-Positionen und musste handeln.

Sie sprechen es an. Hätte man ggf. schneller reagieren müssen, als Pesut und Barta den Verein verlassen haben?
Matthias Wendel: Wir haben so schnell reagiert wie es möglich war. Der Tausch dieser Positionen hat Kosten verursacht und wir haben, auch um definitiv bessere Spieler verpflichten zu können, weitere Gelder akquirieren müssen. Letztlich hat dies funktioniert. Mit Luciani und Chouinard haben wir uns qualitativ stark verbessert.

Man hätte sich, nach der vergangenen, erfolgreichen Saison sicher mehr Zuschauer gewünscht? Und wie zufrieden sind Sie im Bereich Sponsoring?
Matthias Wendel: Ja, selbstverständlich. Man wünscht sich immer mehr Zuschauer, aber die Situation ist, wie sie ist. Wir müssen damit umgehen und werden im Anschluss an die Saison alles in Ruhe analysieren. Bei unseren Sponsoren und Partnern können wir uns nur bedanken. Wir haben mit fast 90 Sponsoren so viele Mitstreiter wie noch nie und dies auch im Bereich, was das Volumen der erbrachten Leistungen angeht.

Der Ruf nach einem Groß-Sponsor, wie es an anderen Standorten teils vorkommt, kommt immer mal wieder – gerade in den sozialen Netzwerken, die sich mit den Tigers beschäftigen?
Margrit Wendel: Wir haben viele kleinere und mittelgroße Sponsoren und sind hier sehr gut aufgestellt. Man darf nicht vergessen, dass wir in einer Stadt wie Bayreuth mit Fußball, Handball und vor allem Basketball weitere hochklassige Sportarten vertreten haben, die ebenso um die Sponsoren buhlen.

In der jetzigen Situation ist die Planung für die kommende Saison sicher nicht leicht. Wie ist hier der Stand?
Margrit Wendel: Es wird sehr zeitnah nach der Saison Gespräche mit den Gesellschaftern geben. Hier müssen wir abwarten, in welche Richtung es geht. Verschiedene Entscheidungen können nicht nur von uns als Geschäftsführer kommen, sondern müssen von den Gesellschaftern insgesamt getroffen werden.

Was passiert im schlechtesten Fall – die Tigers schaffen den Klassenerhalt nicht und müssen zurück in die Oberliga?
Matthias Wendel: Dann müssten wir auch dies annehmen. Wir planen derzeit in beide Richtungen und führen Gespräche. Ein großer Teil unserer Sponsoren würde auch diesen Weg mitgehen – wohlgemerkt ohne ihr Engagement zu verändern. Darauf können wir stolz sein.
Margrit Wendel: Hier zeigt sich vielleicht auch ein Vorteil von kleineren und mittelgroßen Sponsoren, die regional verbunden sind und ihr Betätigungsfeld zumeist hier im Umland haben. Man ist einerseits nicht auf nur einen Partner angewiesen und unsere derzeitigen Partner erreichen mit den Medienkontakten, die wir über Rundfunk, Printmedien oder Partner wie Sprade TV und TVO anbieten können, ihr Klientel.


Frau Wendel, Herr Wendel, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen, der Mannschaft, den Fans und den Sponsoren der Tigers eine erfolgreiche Serie gegen die Lausitzer Füchse und einen insgesamt zufriedenstellenden Saison-Abschluss.

Redaktion

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