Straubing. (ma) Nach dem grandiosen Auswärtssieg in Ingolstadt wurde es das erwartet schwere Spiel am Sonntag gegen den Tabellenletzten aus Hannover. Gegen die Niedersachsen tut man sich am Pulvertrum seit Jahren generell schwer, da spielt die aktuelle Platzierung nur eine untergeordnete Rolle.
Es dauerte einige Minute bis die Zuschauer die ersten Torchancen serviert bekamen. Rene Röthke vergab vor dem leeren Tor die bis dato größte Möglichkeit der Tigers, die mit der exakt selben Aufstellung wie schon am Freitag zu Werke gingen. Die Scorpions spielten ganz gut mit und beinahe hätte Scott King Jan Guryca im Tor der Tigers überwinden können. Aber auf den Backup war von Beginn an Verlass. Auf der anderen Seite wurde der Ex-Straubinger Dimitri Pätzold weiterhin gut beschäftigt. Hundhammer und nur wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels Daoust konnten den Schlussmann der Scorpions nicht überwinden.
Zu Beginn des Mittelabschnitts kamen die Tigers schwungvoller aus der Kabine und je länger das Spiel dauerte, desto mehr Spielanteile hatten sie. Sie schnürten den Gegner phasenweise in deren Zone ein und Canzanello, sowie Ramsay vergaben gute Möglichten ihre Farben in Führung zu schießen. Die beste Chance der Tigers hatten Dustin Whitecotten, als er am auf dem Eis liegenden Pätzold scheiterte und Hundhammer den Nachschuss sogar ins leere Tor nicht unterbringen konnte. Diese Fahrlässigkeit, die man noch von Anfang der Saison kennt, sollte noch bestraft werden. Bei einem eher harmlosen Gegenangriff konnte man die Scheibe nicht energisch genug klären und der mitgelaufene Niki Mondt bediente Andreas Morczinietz. Dieser tauchte auf der Seite neben Guryca auf und schob den Puck unter dem Schoner ins kurze Eck zur 0:1 (35.) Führung durch. Die überraschende Führung konnte der Tabellenletzte auch bis zum Pausentee für sich behaupten.
Der letzte Abschnitt begann für die Tigers gleich mit zwei Schrecksekunden. Zum einen wusste Guryca nach einem abgefälschten Schuss nicht wo die Scheibe lag und der heranstürmende Hlinka konnte den Puck zum Glück für die Tigers nicht im Tor unterbringen. Nur Sekunden später bekam Dotzler einen Schlagschuss an den Hals und blieb verletzt auf dem Eis liegen. Er konnte aber nach wenigen Minuten wieder weitermachen. Zur Freude der 4284 Zuschauer entwickelte sich im Schlussabschnitt ein offener Schlagabtausch. Der Fokus richtete sich von nun an auf beide Torhüter, die glänzende Paraden zeigten. Während beide Teams hochkarätige Chancen vergaben, nutze Alexander Dotzler eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Scorpions zum verdienten 1:1 Ausgleich. In diesem Schlagschuss aus nächster Distanz steckte auch eine gehörige Portion Wut. Die letzten zehn Spielminuten hatten es dann in sich. Die Fans bekamen all das zu sehen, was in der vorherigen Spielzeit fehlte. Es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft und eine Torchance jagte die nächste. Dennoch blieben die beiden Goalies stets Sieger und so ging diese Partie in die Verlängerung. In der hatten die Tigers ein leichtes Übergewicht. Aber wie schon zuvor konnte kein Treffer mehr erzielt werden. Für die Entscheidung sorgte dann Tommi Hannus im Penaltyschiessen zu Gunsten der Gäste, die somit zwei Punkte aus der Gäubodenstadt entführen konnten.
Straubing Tigers – Hannover Scorpions: 1:2 n. P. (0:0,0:1, 1:0, 0:1)
Tore: 0:1 (34:16) Morczinietz (Mondt), 1:1 (48:59) Dotzler (Schönberger),
1:2 (65:00) Hannus (Penalty)
Strafen: 2-10
Schiedsrichter: HSR Bauer – Vogl – LSR Hauber –
Zuschauer: 4284
Aufstellung:
Straubing Tigers: Guryca – Ondruschka,, Bakos; Canzanello, St. Jacques; Dotzler, Osterloh; Elfring – Germyn, Meunier, Ramsay; Stewart, Hussey, Röthke; Schönberger, Daoust; Sparre, Whitecotton, Hundhammer, Keil,
Hannover Scorpions: Pätzold – Goc S., Wilhelm; Daschner, Lampman; Reiß, Mondt; Thomson – Maki, Herperger, Hoggan; King, Buzas, Morczinietz; Hannus, Hlinka, Sulkovsky; Krüger, Fauser, Grass
Three Stars:
*** Daoust (STR)
** Goc (HAN)
* Canzanello (STR)
Stimmen nach dem Spiel
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