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Courchevel. (MR) Bereits nachmittags ging es zwischen Lettland und Deutschland um eine Vorentscheidung, und die Balten lieferten ihr wohl bestes Spiel... U20 WM Div.1 Gruppe A: Deutschland scheitert an den eigenen Ansprüchen, Kasachstan Turniersieger
Ausgebremst - Deutschland scheitert an Lettland - © by EH-Mag. (DR)

Ausgebremst – Deutschland scheitert an Lettland – © by EH-Mag. (DR)

Courchevel. (MR) Bereits nachmittags ging es zwischen Lettland und Deutschland um eine Vorentscheidung, und die Balten lieferten ihr wohl bestes Spiel des Turniers ab.

Beide Teams benötigten den Sieg, um im Fernduell mit Kasachstan die Chance auf den Aufstieg wahren zu können. Lettland kam druckvoll aus der Kabine und diktierte zunächst das Spiel, während Deutschland schwer selbiges fand. Nach 13:7 Torschüssen zugunsten der Letten, waren diese schließlich zur Spielmitte in Überzahl erfolgreich. Im Schlussabschnitt drehte Team Germany dann endlich auf. Auch wenn noch immer die Letten ständig an der Blauen im Weg standen oder mit den offenbar längeren Schlägern Pucks und Pässe klauten, kam das Team von Christian Künast jetzt öfter vor des Gegners Tor, hatte ein paar gute Einschussmöglichkeiten. Ein Treffer wollte aber trotz aller Bemühungen nicht fallen. So konnten die Letten das knappe 1:0 über den Zielstrich retten. Während sie den zumindest zweiten Platz feierten, der ihnen sicher ist, landete Deutschland nur auf dem dritten Platz und bleibt noch ein weiteres Jahr in der Zweitklassigkeit. Die Spieler schlichen enttäuscht in die Kabine. Auch über die Auszeichnungen zum besten Spieler des Spiels (Moritz Seider) und des Turniers (Mirko Pantkowski) konnten diese sich nicht wirklich freuen.

Kampf gegen den Abstieg

In Méribel lautete das letzte Spiel Österreich gegen Ungarn. Hier hatte Österreich bereits 4:1 vorne gelegen, ehe Ungarn kurz vor Ende des Mittelabschnittes auf 4:2 verkürzen konnte. Am Ende konnten sie das Spiel aber nicht mehr drehen, und so hatte das ÖEHV-Team mit einem 5:2 Sieg, ihrem einzigen Sieg bei diesem Turnier, nochmals den Kopf aus der Schlinge gezogen und verbleibt in der Gruppe, während die Ungarn direkt wieder absteigen.

Kasachstan ungeschlagen Turniersieger

Courchevel sah das allerletzte Spiel dieser Weltmeisterschaft, das da lautete Frankreich gegen Kasachstan. Beide Teams spielten stark auf, aber Kasachstan ist in dieser Saison wohl das stärkste Team der Gruppe. Teilweise schon beeindruckend, was sie auf das Eis zauberten oder auch arbeiteten. Frankreich zeigte sich aber als ebenbürtiger Gegner. In Überzahl erzielten die Asiaten im Startabschnitt den Führungstreffer. Da hielt Frankreich noch gut dagegen. Ein verwandelter Strafschuss und ein weiterer Powerplaytreffer brachte die Kasachen allerdings weiter nach vorn, ehe Kasachstan eine Spieldauer kassierte. In dieser Strafzeit meldete sich auch Frankreich zu Wort, dass beim Stand von 1:3 erneut die Seiten gewechselt wurden. Bisher sah Kasachstan wie der verdiente Sieger aus.

Viele Strafen im letzten Drittel

Doch im Schlussabschnitt wurde es lächerlich, schade. Einerseits gab es das eine oder andere Frust-Foul der Franzosen, andererseits aber fielen die Kasachen auch wieder vermehrt auf die eigene Nase. Das natürlich nur, wenn ein Gegenspieler in der Nähe war, worauf die Schiedsrichter meist auch hereinfielen – ein Gebaren, das sie das ganze Turnier über immer mal wieder gezeigt hatten. So wurden im letzten Drittel des Turniers die Strafbänke, vor allem auf Seiten der Franzosen, nicht kalt (84:20 Strafminuten!). Die letzten 10 Minuten spielten die Gastgeber permanent in Unterzahl, über weite Strecken davon gar mit zwei Mann weniger (oder 3 gegen 4), und Kasachstan traf noch drei Male. Damit ging das Spiel 1:6 aus, ein verdienter, letztlich aber zu hoher Sieg für die Asiaten, die mit fünf Siegen als Tabellenführer und damit Aufsteiger in die Topdivision feststehen.

Das finale Ranking:

  1. Kasachstan (13 Punkte)
  2. Lettland (12)
  3. Deutschland (10)
  4. Frankreich (6)
  5. Österreich (3)
  6. Ungarn (1)

Michaela-Ross

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