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Nürnberg. (STM) Nichts war es mit einer Serienführung für die Thomas Sabo Ice Tigers im Viertelfinale gegen die Kölner Haie. In... Unglückliche Ice Tigers verlieren auch das zweite Heimspiel

14-Tom Gilbert (N) und 21-Nicolas Kraemmer (K)
Foto: ISPFD


Nürnberg. (STM) Nichts war es mit einer Serienführung für die Thomas Sabo Ice Tigers im Viertelfinale gegen die Kölner Haie. In einer packenden und intensiven Partie war es am Ende ein Fehler von Patrick Köppchen, der das Spiel zu Gunsten der Haie entschied. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Dupuis und Reinprecht.

Fast 78 Minuten waren am Donnerstag Abend in Köln gespielt, da holte Leo Pföderl mit seinem Treffer in Overtime das Heimrecht in der Serie nach Nürnberg zurück. Dabei sah es phasenweise gar nicht gut aus für die Thomas Sabo Ice Tigers. Schnell gingen die Kölner Haie mit 2-0 in Führung, ehe die Ice Tigers in den Play-offs-Modus schalteten und sich zurück in die Partie kämpften.

So wollten die Ice Tigers heute in der ausverkauften Arena vor 7672 Zuschauern nachlegen und mit dem zweiten Sieg ein Zeichen setzen. Gute Nachrichten gab es dabei bereits vor dem Spiel. Kapitän Patrick Reimer, der in Köln nach einem geblockten Schuss in der Verlängerung in der Kabine geblieben war, meldete sich rechtzeitig zurück. Im Tor bekam Niklas Treutle seinen dritten Start in Folge.

Während die letzten Zuschauer gerade noch ihren Platz in der Arena suchten, hatten die Ice Tigers schon das erste Mal zugeschlagen. Dane Fox passte perfekt hinter dem eigenen Rücken auf Phil Dupuis, der Wesslau mit einem Schuss in die lange Ecke zum frühen 1-0 nach gerade einmal 22 Sekunden überwand. Zum ersten Mal waren die Ice Tigers damit gegen die Haie in Führung gegangen.

Die Gäste aus der Domstadt benötigten einige Minuten um in die Partie zu kommen, hatten dann aber kurz vor Drittelende die passende Antwort parat. Alanov konnte den Puck im eigenen Drittel nicht kontrollieren und Blair Jones hielt seinen Schläger gekonnt in einen scharfen Pass von Moritz Müller (19.).

Im Mitteldrittel hatten die Ice Tigers die erste Chance, Eugen Alanov tauchte alleine vor Wesslau auf, der im letzten Moment seine Beinschienen zusammen bekam (24.). Wenig später funktionierte endlich das Powerplay der Gastgeber. Steven Reinprecht stand völlig frei vor Wesslau und schob den Puck überlegt zum 2-1 ins Tor (26.). Die Ice Tigers waren am Drücker, nahmen sich aber mit einer unnötigen Strafzeit gegen Dave Steckel selbst den Wind aus den Segeln.

Denn auch das Powerplay der Kölner war erfolgreich. Ein Schuss von Uvira fand irgendwie den Weg zum 2-2 Ausgleich ins Tor (29.). In der Folgezeit entwickelte sich ein packendes Play-off-Spiel in dem beide Teams um jeden Zentimeter Eis verbissen kämpften. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, kein Puck wurde verloren gegeben. Die Ice Tigers hatten mehr vom Spiel, suchten das Körperspiel und erarbeiteten sich so ihre Torchancen. Aber auch die Haie blieben zu jeder Phase des Spiels gefährlich.

Im Schlussdrittel kamen die Ice Tigers schläfrig aus der Kabine, es spielten nur noch die Kölner Haie. Ben Hanowski hatte die Chance zum Führungstreffer (42.), ehe ein furchtbarer Pass von Patrick Köppchen quer durch das eigene Drittel Blair Jones das 3-2 ermöglichte. Treutle konnte den ersten Schuss von Hanowski noch entschärfen, beim Nachschuss von Jones war er jedoch machtlos (45.).

Nun waren die Ice Tigers gefordert, wollte man nicht auch das zweite Heimspiel gegen die Kölner Haie verlieren. Wilson stellte auf drei Sturmreihen um, wollte so den Druck erhöhen, lange Zeit aber erfolglos. Zu clever und zu konsequent agierten die Haie in der eigenen Zone, die wenigen Schüsse waren sichere Beute von Gustaf Wesslau. Auch ein Powerplay nach einer Strafzeit gegen Mulock blieb ungenutzt. So wurde auch langsam die Zeit zum Gegner der Ice Tigers.

Kölns Trainer Peter Draisaitl (K)
Foto: ISPFD

Wilson nahm seine letzte Option und die Ice Tigers versuchten mit sechs Feldspielern doch noch zum Ausgleich zu kommen. Wieder war es eine Strafe gegen Dave Steckel, die ein spätes Comeback der Ice Tigers endgültig verhinderte. Wilson nahm Treutle erneut vom Eis, ehe Gogulla neun Sekunden vor dem Ende für das 2-4 sorgte.

„Das war heute wieder ein hart umkämpftes Spiel zweier ausgeglichener Mannschaften. Der Schlüssel für uns war, dass wir nach einem Rückstand zweimal wieder ausgleichen konnten. Im letzten Drittel haben wir dann das so wichtige dritte Tor geschossen und haben es dann geschafft, das Spiel nach Hause so bringen“, so Peter Draisaitl.

„Wir sind mit einem 2-2 ins letzte Drittel gegangen, dann kam der unnötige Rückstand. Es ist natürlich immer leichter, mit einer Führung im Rücken zu spielen. Wir haben schon gezeigt, dass wir in Köln gewinnen können. Wir brauchen am Dienstag die gleiche Einstellung wie am Donnerstag, dann haben wir eine gute Chance gegen diesen starken Gegner“, so das Fazit von Rob Wilson.

Somit durften sich die Haie über eine 2-1 Serienführung freuen, auch weil an sie an diesem Nachmittag einen Fehler weniger machten als die Ice Tigers. Weiter geht es mit Spiel vier am Dienstag in Köln.

Redaktion

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