Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Las Vegas. (LM) Jeden Sommer werden in Las Vegas die Auszeichnungen für die vergangen Saison in der NHL vergeben. Doch die Zeichen deuten darauf...

Logo National Hockey League (NHL)Las Vegas. (LM) Jeden Sommer werden in Las Vegas die Auszeichnungen für die vergangen Saison in der NHL vergeben. Doch die Zeichen deuten darauf hin, dass Profieishockey eine dauerhafte Zukunft in der Stadt der Casinos haben könnte. Die National Hockey League bekommt in naher Zukunft möglicherweise eine neues Team in der Wüste von Nevada.

In Boca Raton, Florida findet aktuell das diesjährigen Board of Governors statt. Dabei handelt es sich um die jährliche Versammlung der Besitzer der NHL, bei der über alle Themen rund um die Liga geredet wird. Bill Foley, dem potenziellen Besitzer des Teams in Las Vegas, wurde die Genehmigung erteilt, eine Kampagne zur Ermittlung von Saisonkarteninhabern zu starten. Mit dieser Kampagne soll ermittelt werden, ob sich 10.000-12.000 Interessenten aus Las Vegas und der Umgebung finden, die bereit sind eine Dauerkarte für ein Eishockey-Team zu kaufen.

Arena ist bereits geplant

Bei einem erfolgreichen Ergebnis gilt es als sicher, dass die NHL in den nächsten 5 Jahren ein neues Team in der Stadt der Glückspiels gründen wird.  Aktuell wird von MGM Resorts International und AEG Live eine neue Arena im Wert von 350 Millionen Dollar in Las Vegas gebaut. Der Fertigstellungstermin soll im Frühjahr 2016 sein. Damit könnte die neue Franchise erstmals in der Saison 2016-2017 am Spielbetrieb teilnehmen.

Neben den genannten Stammzuschauern sollen vor allem Fans der Auswärtsteams die 20.000 Zuschauer fassende Halle füllen. Dabei erhofft sich die NHL ein großes Interesse der Casinos, ähnlich wie bei den zahlreichen Shows in „Sin City“.

Cleverer Schachzug und große Chance für die NHL

Das Vorgehen der Liga ist in diesem Fall sehr geschickt. Durch das Abklopfen des lokalen Interesses an einer Mannschaft, kann die Liga auf gesicherte Informationen für einen Beschluss zugreifen. Sollten sich nicht ausreichend Eishockeyfans für eine Jahreskarte finden, muss die NHL sich keine Vorwürfe gefallen lassen, dass sie ein Team in Las Vegas kategorisch ausgeschlossen hat.

Zeigen die „Las Vegans“ aber ernsthaftes Interesse, dann wäre die NHL die erste große Profiliga in den USA, die sich an den Standort Las Vegas wagt. Beispielsweise findet in jedem Jahr die NBA Summer League in Las Vegas statt, an ein Basketballteam ist dort aber aktuell nicht zu denken. Damit könnte die National Hockey League viel Publicity für sich beanspruchen.

Weitere Expansion nicht beeinflusst

Für die weiteren Kandidaten wie Quebec City, Seattle oder Hamilton bei Toronto bedeutet diese Entscheidung jedoch keineswegs das Aus für ein neues Team. Grundsätzlich  steht noch nicht zu einhundert Prozent fest, ob das neue Team in Las Vegas wirklich gegründet wird. Und selbst wenn, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Liga eine weitere neue Franchise gründen möchte. Ähnlich wie die National Football League, wird auch die NHL das Ziel haben mit der geraden Zahl von 32 Teams zu spielen. Aktuell gibt es zwar auch eine gerade Summe von 30 NHL-Teams, die sind aber ungerade zwischen dem Westen (14) und dem Osten (16) verteilt. Ein weiterer Grund der für die Aufstockung um zwei Teams spricht.

Weiterhin geht es der Liga zwar insgesamt gut (s.u.), aber trotzdem halten sich hartnäckige Gerüchte um einige Teams. Unter anderem werden immer wieder die Florida Panthers als eines der Teams genannt, das in eine neue Heimat umziehen könnte. Neben der Expansion gibt es also noch eine Chance für die interessierten Städte ein NHL-Team zu bekommen.

Expansion Fee bei 500 Millionen Dollar – Salary Cap wird erhöht

Eine weitere Information zum Thema Ligaerweiterung sickerte ebenfalls durch. Der Preis, der für eine neue Franchise bezahlt werden müsste, liegt Gerüchten nach bei ungefähr 500 Millionen Dollar.

Außerdem verkündete die Liga beim Meeting, dass die Obergrenze für die Spielergehälter eines Teams, der sogenannte Salary Cap, in der nächsten Saison vermutlich auf ca. 73 Millionen Dollar ansteigen wird. Gegenüber dem aktuellen Limit wäre das eine Steigerung von 4 Millionen Dollar. Da der Salary Cap von den Einnahmen der Liga aus TV-Rechten, Kartenverkäufen, Merchandising usw. abhängig ist, zeigt die Steigerung, dass die Entwicklung der Liga, zwei Jahre nach dem Lockout, wirtschaftlich hervorragend ist.

 

(Lars Mahrendorf)

 

Redaktion

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.