Wild Boys schaffen Sprung ins Mittelfeld

Dezember 22, 2012   ·   0 Comments

Logo der Wild Boys ChemnitzChemnitz. (PM) Vor dem Spiel stand die Frage, ob sich unsere Mannschaft vom Schrecken der letzten Partie gegen Schönheide erholt haben mochte und wie man sich dazu heute in Erfurt präsentieren werde. Vorab kann dazu gesagt werden: Heute waren Wild Boys zu erleben, die wieder einmal alles richtig gemacht haben, ein Spiel konzentriert zu Ende gespielt und damit drei wertvolle Punkte nach Hause mitnehmen konnten.
Schon das erste Drittel begann für Chemnitz mit einem Paukenschlag. Eben waren die Erfurter noch in der warmen Kabine gewesen, schon tauchten nur wenige Sekunden nach dem Bully die Wild Boys vor dem Erfurter Kasten auf. Martin Otte musste den Puck abprallen lassen, was sich Michal Vymazal nicht zweimal sagen ließ und damit den ersten Torschuss gleich in einen Treffer verwandelte.
Nun weckte Erfurt sichtlich auf und bestürmte in den folgenden Minuten immer wieder das Chemnitzer Tor und erarbeiteten sich immer wieder gute Chancen. Aber die Wild Boys mit Louis-Vincent Albrecht im Rücken sorgten dafür, dass der Kasten für die Black Dragons vernagelt blieb. Die Erfurter Offensive nutzte hingegen Tobias Rentzsch clever aus und fuhr aus einem Konter heraus einen Angriff, der im 0:2 zu Ungunsten der Dragons und endete.
Erfurt agierte weiter sehr offensiv, Chemnitz war hingegen eher defensiv ausgerichtet, spielte jedoch gefährliche Konter. In der 9. Minute gelang Florian Lüsch das 0:3, dass aber kurz danach von in der 11. Minute durch Benjamin Zech egalisiert wurde. Als jedoch kurz darauf der Schiedsrichter auf Penalty entschied, konnte Hannes Albrecht zum 1:4 erhöhen, was auch den Pausenstand darstellte. Zwar hatte Erfurt im ersten Drittel zwar doppelt so viele Schüsse aufs Chemnitzer Tor zu verzeichnen wie anders herum, aber auch hier zeigte sich wieder die Schwäche der Thüringer in der Chancenverwertung, die bereits in den Spielen zuvor beklagt wurde.
Zu Beginn des zweiten Drittels ergriff der Erfurter Trainer Thomas Belitz erste Gegenmaßnahmen und schickte Stephan Löffelholz statt Martin Otte ins Gehäuse. Wahrscheinlich hatte Belitz deutliche Worte gefunden, denn Erfurt begann mit einem starken Angriff – jedoch ohne Glück, da der Puck nach einem Schuss von Marak am Chemnitzer Pfosten abprallte. Nun ging es eher gleichmäßiger weiter bis in der 8. Minute Georg Albrecht in Unterzahl der Ausbruch gelang und er den Puck so platzierte, dass er genau zwischen den Schonern von Löffelholz hindurchrutschen konnte. Nun stand es schon 1:5 für Chemnitz, dem jedoch nur Sekunden später das 1:6 durch Hannes Albrecht folgte.
Erfurt hatte nun nichts mehr zu verlieren und spielte dementsprechend. In der 30. Minute verkürzte Vojcak zum 2:6 und kurz darauf Grosch zum 3:6. Nun bekam das Spiel wieder eine eigene Dynamik und es stand zu befürchten, dass Chemnitz wieder kippeln würde. Aber die folgenden Treffer durch Florian Lüsch und Benjamin Schulz stellten zum Ende des zweiten Drittels einen beruhigenden Vorsprung von 3:8 wieder her.
Das letzte Drittel begann für beide Mannschaften ohne Armin Trautmann und Benjamin Zech, da beide am Ende des 2. Drittels eine Spieldauer-Strafe erhalten hatten. Erfurt drängte nun aufs Chemnitzer Tor und in der 5. Minute hielten die etwa 620 Erfurter Zuschauer den Atem an und die Spieler reklamierten auf Tor, was jedoch der Schiedsrichter nicht so erkannte. Gegeben wurde jedoch das folgende Tor, als Hannes Albrecht für Chemnitz auf die Bank musste und in der Folge Zbynek Marak den Abstand im Überzahlspiel zum 4:8 verkürzte. Von nun an hieß es für die Wild Boys verteidigen, was das Zeug hielt und hier machte die Truppe von Trainer Torsten Buschmann alles richtig. Erfurt kam nicht mehr zum Zuge, auch ein kleiner Boxkampf zwischen Michael Stiegler und Robert Schmidt half nichts mehr. Zwar bestürmte Erfurt nun das Chemnitzer Tor mit allen Kräften und das Spiel wurde in den letzten Minuten deutlich rauher. Chemnitz musste zwei kritische Strafzeiten überstehen. Aber nur eine 5:3 Überzahl konnten die Erfurter durch Zbynek Marak schließlich nutzen, um zum 5:8 zu verkürzen.

Am Ende holt Chemnitz die drei Punkte mit einem wirklich verdienten 5:8 Sieg sicher nach Chemnitz.
Mit diesem Sieg macht Chemnitz nun einen wichtigen Schritt nach vorn und kann nun wieder einen Platz im Mittelfeld der Tabelle einnehmen. Viel wichtiger aber als die Platzierung in der Tabelle ist es, dass sich die Wild Boys nicht von der herben Niederlage gegen Schönheide haben aus dem Konzept bringen lassen und heute als ganzes Team ein hervorragendes Spiel abgeliefert und konzentriert jeden Fehler der Erfurter mit fast gnadenloser Präzision bestraft haben. So kann es gern in der nächsten Woche weiter gehen.

Nun aber haben sich alle erst einmal ein paar erholsame Tage mit ihren Freunden und Familien verdient.

 

Stenogramm
1:20, 0:1, Vymazal (Uhlig, H. Albrecht); 5:05, 0:2, Rentzsch (Vymazal); 9:38, 0:3, Lüsch (Schulz, Trautmann); 10:57, 1:3,
Zech (Otte); 12:19, 1:4, H. Albrecht, Penalty; 28:32, 1:5, G. Albrecht (Vymazal, Stiegler), Unterzahl ; 29:06, 1:6, H.
Albrecht (Brenninger, Schäfer); 30:27, 2:6 Vojcak (Weise); 34:41, 3:6, Grosch; 36:18, 3:7, Lüsch (Weber); 39:43, 3:8
Schulz (G. Albrecht); 48:02, 4:8, Marak (Otte, Nickel); 47:58, 5:8, Marak (Otte, Vavroch)
Zuschauer: 621

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