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geigenmüller Bayreuth. (PM) Mit Sebastian Mayer und Andreas Geigenmüller haben zwei Akteure, die bereits seit frühester Jugend – in Teilen gemeinsam... Zwei Urgesteine des Bayreuther Eishockeys bleiben den Tigers treu
Andreas Geigenmüller

Andreas Geigenmüller – © by EHC Bayreith Media

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Bayreuth. (PM) Mit Sebastian Mayer und Andreas Geigenmüller haben zwei Akteure, die bereits seit frühester Jugend – in Teilen gemeinsam – die Schlittschuhe für Gelb-Schwarz schnüren, ihre Verträge um eine weitere Spielzeit im Trikot der Tigers verlängert.

Sebastian Mayer durchlief alle Nachwuchsmannschaften des damaligen ESVB und bestritt als 17-Jähriger seine ersten von inzwischen insgesamt 484 Pflichtspieleinsätzen im Herrenbereich für ein Bayreuther Eishockeyteam. Unterbrochen wurde seine aktive Bayreuther Zeit lediglich von einer Saison beim benachbarten EV Pegnitz in der Spielzeit 2006/2007. Der als klassischer Stay-at-Home-Verteidiger anzusehende Mayer hat seine Stärken im Eins-gegen-Eins und besticht durch seine Schnelligkeit. Trotz seiner klar definierten Aufgaben, die eben in der Hauptsache defensiv ausgerichtet sind, erzielte der 1,85 Meter große und 78 Kilo schwere Modellathlet insgesamt 24 Tore und bereitete weitere 128 Treffer für seine Teams vor und verbrachte 727 Minuten auf der Strafbank – was angesichts der fairen Spielweise Mayers verwunderlich erscheint.

„Mein Lebensmittelpunkt ist Bayreuth, ich fühle mich wohl und bin dadurch, dass ich kürzlich Vater geworden bin, hier noch stärker verwurzelt als ohnehin schon“, freut sich Mayer auf eine weitere Spielzeit bei „seinem Verein“. „Ich habe, wie viele Fans auch, eigentlich alle Höhen und Tiefen mitgemacht in Bayreuth, vielleicht auch deshalb liegen mir der Verein und die treuen Fans sehr am Herzen“, so Mayer weiter.

Sportlich gesehen ist der 32-jährige Linksschütze zufrieden mit der abgelaufenen Saison. „Klar war die DEL2 eine neue Herausforderung für viele von uns, die wir meines Erachtens aber ganz gut gemeistert haben. Es geht immer noch etwas besser und genau das muss auch das Ziel sein: Sich persönlich und als Mannschaft immer weiterentwickeln und ein Stück weit zu steigern.“

Seit inzwischen sieben Jahren agiert Mayer an der Seite von Jozef Potac und war und ist damit die „persönliche defensive Absicherung des Kapitäns“ und war damit über drei Jahre – gemeinsam mit seinem Kollegen Geigenmüller, der in der sogenannten „KGB-Reihe“ mit Ivan Kolozvary und Michal Bartosch für Furore sorgt, – ein Teil des stärksten Blocks in der Oberliga Süd.

Auch Andreas Geigenmüller streift weiter das Trikot der Tigers über. Der 1,82 Meter große und 80 Kilo schwere Außenstürmer verbrachte seine Jugend anfangs in Bayreuth, bevor er nach Weiden in die Jugendbundesliga wechselte. In der Oberpfalz machte der gebürtige Pegnitzer auch seine ersten Schritte im Seniorenbereich, als er in der Saison 2005/2006 zum ersten Mal Oberliga-Luft schnuppern durfte. Nach einer schweren Handverletzung, die sich Geigenmüller außerhalb des Sports zuzog und die kurzfristig die Karriere in Gefahr brachte, kehrte der kürzlich 30 Jahre alt gewordene Rechtsschütze zurück zu seinem Heimatverein. Gleich in der ersten Saison deutete Geigenmüller an, wie wichtig er für die Tigers ist – schoss er den noch jungen Verein zusammen mit anderen Bayreuther Eigengewächsen wie Müller oder Haussauer – als einer der Topscorer in die Bayernliga.

„Ich bin, wie die meisten wissen, sehr heimatverbunden und es ist mir ganz recht, dass ich meine Familie und Freunde in der Nähe habe. Außerdem haben wir die letzten Jahre immer eine gute Truppe zusammen gehabt, auf dem Eis und in der Kabine hat es immer gepasst. Von daher habe ich nicht lange überlegen müssen, als das Angebot kam,“ erklärt Geigenmüller seine Vertragsverlängerung.

Inzwischen absolvierte Geigenmüller in 9 Spielzeiten – quer durch die Ligen – insgesamt 380 Pflichtspieleinsätze für die Tigers, schoss dabei 271 Tore und bereitete weitere 279 Treffer vor und bringt es damit auf einen Schnitt von 1,45 Punkten pro Spiel. Sein fast schon blindes Verständnis mit seinen Reihenkollegen, seine schlittschuhläuferischen Fähigkeiten und sein gefürchteter Handgelenksschuss versetzen die gegnerische Verteidigung oft in höchste Alarmbereitschaft.

„Wir haben eine, wie ich denke, sehr gute Saison gespielt. Für viele, wie auch für mich, war die DEL2 eine neue Erfahrung und gleichzeitig eine interessante Herausforderung. Man möchte sich als Sportler immer verbessern und das bestmögliche Ergebnis erreichen. Daran arbeiten wir und ich hoffe, dass wir die gute erste Saison in dieser Liga demnächst bestätigen können“, blickt Geigenmüller mit Vorfreude auf die kommende Spielzeit.

Andreas Geigenmüller und Sebastian Mayer, einer seiner engsten Freunde, bereiten sich seit Jahren – so auch in diesem Jahr – gemeinsam auf die kommenden Spielzeiten vor. Beide befinden sich also schon im Sommertraining.

Aktuelle Stellungnahme der Vereinsführung
des EHC Bayreuth „die Tigers“ e.V.

Nach dem Rücktritt des ersten Vorsitzenden Don Langlois, den diversen Veröffentlichungen im Nordbayerischen Kurier und in anderen Medien wollen wir die Mitglieder, Fans und Gönner über diverse Hintergründe informieren.

Unbestritten sind Forderungen verschiedener Stellen, die den Verein in eine existentielle Notlage bringen. Um es etwas verständlicher zu machen, muss man die Ursachen etwas aufteilen.

Einen Teil der Forderungen kann man als Altlasten bezeichnen.
Nach Ende der Spielzeit, am 28.04.2017, erhielt die seit Mitte März leitende Vorstandschaft Kenntnis von Forderungen der Deutschen Rentenversicherung aus der Zeit 2013 bis 2016. Ein Schreiben der DRV aus dem Mai 2016 mit dieser Ankündigung wurde von der damaligen Vereinsführung offensichtlich nicht komplett abgearbeitet, eine weitere Erinnerung vom Januar 2017 nicht genügend beachtet wurde. Dieser Vorgang ist aktuell in der Klärung, es werden noch Unterlagen dazu benötigt, was sich zum Teil schwierig gestaltet. Das Endergebnis ist im Moment noch nicht vorhersehbar, absehbar ist aber, dass dadurch weitere Kosten entstehen werden.

Der zweite Teil der Forderungen besteht von Seiten der Berufsgenossenschaft und splittet sich in zwei Teilzahlungen, der Ursprung beider liegt jedoch in der Spielzeit 2016/17. Der größere Teil in Höhe von 71.500 € ist sofort fällig und eine weitere Zahlung in Höhe von ca. 50.000 € muss dann im Mai 2018 erfolgen. Diese Kosten waren planbar, nur reichte die Liquidität nicht, um entsprechende Rücklagen zu bilden. Die in dieser Saison vorgenommenen Zahlungen in Höhe von 104.000 € betrafen ausschließlich die Saison 2015/16, belasteten aber dadurch die Liquidität der laufenden Spielzeit.
Einer der Hintergründe dürfte sein, dass man bei den Einnahmen aus dem Zuschaueraufkommen einen zu hohen Betrag kalkulierte, der nach den bisherigen Aufteilungen zwischen Sitz- und Stehplätzen in der jüngeren Bayreuther Eishockeygeschichte nicht realistisch erzielbar war. Der angesetzte Mittelwert hatte einen deutlich zu großen Sitzplatzanteil, der so in Bayreuth noch nie erreicht wurde. Dadurch reichten die eigentlich kalkulierten 1.650 Zuschauer pro Heimspiel nie, um die benötigten Nettoeinnahmen zu erzielen. Ähnliche Szenarien fanden sich auch in anderen Bereichen, wo geplante bzw. kalkulierte Werte in der Endabrechnung verfehlt wurden und somit die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr deckten. Trotz des Zuflusses weiterer externer Gelder am Saisonende reichten die noch vorhandenen Mittel also nicht.

Auch die von der ehemaligen Vorstandschaft mehrfach erwähnten und kalkulierten Überschüsse erschließen sich uns nach den bisher einsehbaren Unterlagen nicht. Die schon vor der Saison verhandelten Prämienzahlungen zum Klassenerhalt und zum Einzug in die Playoffs konnten in den KO-Spielen z.B. ebenfalls nicht mehr refinanziert werden.
Die in den Veröffentlichungen von der GmbH-Geschäftsführung genannten zusätzlichen 140.000 € Sponsoren- oder Spendengelder sind so spät in der Saison auch nicht mehr realisierbar gewesen, da kaum noch interessante Gegenleistungen wie Banden-, Spieler- oder Untereiswerbung frei waren.

Alle Rechnungen, die auf für uns verfügbaren Verträgen basieren, sind inzwischen auch gestellt und bezahlt worden und trotzdem sind die oben genannten Forderungen aktuell nicht mehr begleichbar. Das von der GmbH dazu angebotene Darlehen dazu können wir so nicht annehmen, da es Konstellationen beinhaltet, die uns als Vorstandschaft in die Privathaftung bringen könnten. Zusätzlich ist mit einem solchen Darlehen die zwingend erforderliche positive Fortführungsprognose des Stammvereins zur Neulizenzierung auch schon negativ belastet. Darüber hinaus beschneidet die Tilgung des Darlehens auch den finanziellen Handlungsspielraum für die zukünftige Nachwuchsarbeit. Dazu kommt, dass bereits ein Darlehen in Höhe von 70.000 € vorliegt, welches im Januar 2017 gezogen werden musste und nach Möglichkeit ebenfalls zurückerstattet werden soll. Der Jahresetat des Stammvereins ist knapp kalkuliert und liegt bei 140.000 €, wobei hier schon ein guter Teil Spenden selbst generiert werden muss, um diesen Etat überhaupt zu erreichen.

Niemand der aktuellen Vereinsführung war an den Entscheidungen, die zur Entstehung der jetzigen Situation führten, aktiv beteiligt, sondern wir versuchen nur, die Lage aufzuarbeiten und hiermit einen Stand der Dinge zu geben.

Wir arbeiten trotz aller Schwierigkeiten weiter intensiv an einer sportlich höchst möglichen Zukunft des Bayreuther Eishockeys. Alle Unterlagen für die Lizenzierung wurden von uns laut Kooperationsvertrag in Auftrag gegeben bzw. bereitgestellt. Wir wollen alles tun, was möglich ist, auch in der kommenden Saison hochklassiges Eishockey in Bayreuth zu sehen, brauchen dazu aber auch einen lebensfähigen Stammverein für unseren Nachwuchs. Und es ist unser Auftrag als Vertreter des Vereins, diesem das Überleben zu sichern.

Wir hoffen daher weiterhin, dass wie schon im Februar bei der Mitgliederversammlung durch Herrn Rechtsanwalt Voss beschrieben, der Kooperationsvertrag mit Leben erfüllt wird und es für alle Seiten vernünftige Lösungen gibt.

Bayreuth, 16.05.17

Christiane Colditz Michael Schwellengreber
2. Vorsitzende 3. Vorsitzender

Redaktion

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