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Stuttgart. (PM Rebels) „Wir können mit dem 3. Platz einen großen Erfolg vermelden“, das verkündeten die eissporttreibenden Vereine nach der Veröffentlichung des Ergebnisses des... Dritte Eishalle im Stuttgarter Bürgerhaushalt auf 3. Platz – Eissportreibende Vereine: Rückenwind für Realisierung

Stuttgart. (PM Rebels) „Wir können mit dem 3. Platz einen großen Erfolg vermelden“, das verkündeten die eissporttreibenden Vereine nach der Veröffentlichung des Ergebnisses des Stuttgarter Bürgerhaushalts. 3198 Stimmen haben die Vereine gemeinsam gesammelt. Von 2901 Projekten ist der Antrag für eine weitere Eishalle auf dem 3. Platz gelandet.

„Ein großer Erfolg“, so die Vorsitzenden der Eiskunstlaufvereine tus Stuttgart Eissport, TEC Waldau und Stuttgarter Eis- und Rollsportclub (SERC), des Stuttgarter Eishockey-Clubs (SEC) mit seiner ersten Mannschaft Stuttgart Rebels, des Stuttgarter Eishockey Traditionsverein mit seiner Mannschaft „Waldau Old Boyz“, der Eisstockschützen des ESC StuttgartVaihingen, der Eisfreestyler Icerad und der Formation United Angels. Die eissporttreibenden Vereine und Gruppierungen auf der Eiswelt Stuttgart haben in den vergangenen Wochen mit dem Antrag für den Bürgerhaushalt der Landeshauptstadt Stuttgart gemeinsam für eine 3. Eishalle geworben.

Bei den eissporttreibenden Vereinen ist die Freude und der Stolz über den 3. Platz und das dadurch öffentlich gewordene große Bürgerinteresse groß. Dadurch habe man positive Erwartungen an Politik und Verwaltung der Stadt. „Das Ergebnis ist ein wichtiger Schritt zur dritten Eishalle“, sagten die Vereinsvorsitzenden. „Ab jetzt werden wir – mit dem Rückenwind des 3. Platzes beim Bürgerhaushalt – Gespräche mit der Stadt Stuttgart, den Gemeinderatsmitgliedern und anderen Betroffenen führen. „Unser Ziel ist es, dass unser Projekt 3. Eishalle bei den nächsten Haushaltsberatungen der Stadt im Herbst diesen Jahres Mittel erhält, um die Realisierung voranzutreiben“.

Dabei ist es für die Vorsitzenden auch wichtig, dass auch die noch offenen Punkte adressiert werden: „Uns ist eine gute Lösung sowohl für den Eissport als auch für die Waldau und die ganze Stadt wichtig.“ Die Begründung der Eissport-Vereine für eine weitere Eishalle hat die vielen Unterstützer beim Bürgerhaushalt offenbar überzeugt: „Mit Eiskunstlauf, Eishockey, Eisstockschießen, Eisfreestyle, Publikumslauf, Eisdisco und Angebote wie Kindi auf Kufen für Kindergärten, Wintersporttage der Stuttgarter Schulen oder Kurse der Eislaufschule Waldau bieten wir ganz hervorragende Angebote für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter an.

Doch der Eissport in Stuttgart ist an seinen Grenzen angekommen: Die Eiszeiten auf der Waldau sind komplett ausgebucht, oft stehen unterschiedliche Nutzungen in Konkurrenz zueinander“, sagt der Abteilungsleiter Eis- und Rollkunstlauf des TEC, Roland Hocker, der zugleich Präsident des Eissport-Verbandes Baden-Württemberg (EBW) ist.

Teilweise muss der Publikumslauf für andere Aktivitäten oder Meisterschaften der Vereine eingeschränkt werden. „Größere Veranstaltungen oder Turniere sind nur noch sehr eingeschränkt möglich“, betont der Vorsitzende des SEC, Christian Ballarin. „Den Vereinen und den Sportlern fehlen dadurch wichtige Entwicklungsmöglichkeiten“, ergänzt Stephanie Brand, Vorsitzende des tus Eissport. Talente kehren Stuttgart den Rücken, da ihnen an anderen Orten bessere Trainingszeiten und vor allem mehr Zeiten auf dem Eis angeboten werden.

Auch die Vorsitzende des SERC Qing Lü beklagt: „Viele Angebote müssen mangels Eiszeiten ganz oder teilweise auf der Strecke bleiben“. Im Eiskunstlauf fehlen beispielsweise Zeiten für Eistanz, Paarlaufen, Nachwuchsformationen und Erwachsenengruppen. Im Eishockey sind die Zeiten für Spiele extrem knapp. Selbst im Nachwuchsbereich müssen Spiele auf den späten Abend gelegt werden, so dass die Gastmannschaft ihre weite Heimreise oft erst gegen 23 Uhr antreten kann. Der Stuttgarter Eishockey Traditionsverein („Waldau Old Boyz“) kann nur einmal im Monat eine Eiszeit nutzen.

Andere Stuttgarter Freizeitmannschaften müssen auf andere Eishallen ausweichen. Interesse an weiteren Angeboten wie einer Para-/Sledge-EishockeyMannschaft (Behindertensport) oder an Frauen-Teams bestehen, sind aber derzeit nicht realisierbar. Daniel Butterweck, Vorsitzender des ESC, führt aus, dass für die Eisstockschützen und ihre Bundesliga-Sportler aktuell auch nur ein Abend für Training zur Verfügung steht. „In der Bundesliga sind aber mindestens zwei üblich“, fährt er fort. Im Eisfreestyle stehen aktuell gar keine eigenen Eiszeiten zur Verfügung. Die Zeiten für Wintersporttage der Stuttgarter Schulen sind schnell ausgebucht. Das Programm „Kindiauf-Kufen“ für Kindergartengruppen hat jedes Jahr eine Warteliste mit Kindergärten, die nicht zum Zuge kommen.

„Das ist einer Sportstadt wie Stuttgart nicht würdig“, sagen die Vereinsvorsitzenden einstimmig. Gerade im Eiskunstlauf haben sich die Stuttgarter Vereine einen nationalen Ruf geschaffen und repräsentieren die Sportstadt Stuttgart. Die deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf fanden Ende 2018 bereits zum 2. Mal in Stuttgart statt. Die United Angels gelten als eins der besten Synchron-Eiskunstlauf-Teams Deutschlands. Der Stuttgarter Eishockey-Club mit seiner ersten Mannschaft – den Stuttgart Rebels – ist in der Regionalliga Süd-West vertreten. Und die Eisstockschützen des ESC StuttgartVaihingen spielen seit Jahren in der 1. Bundesliga und locken mit ihrem internationalen Turnier jährlich hochkarätige Mannschaften aus ganz Europa mit Welt- und Europameistern nach Stuttgart.

„Auf diesen Erfolgen wollen und können wir uns aber nicht ausruhen. Wir wollen mit anderen Städten konkurrieren können.“ Und neben dem Vereinssport haben auch die Besucher des Publikumslaufes gute Angebote verdient. Daher braucht Stuttgart eine dritte Eishalle“, betonen die Vereinsvorsitzenden. Diese schaffe neue Möglichkeiten für die Vereine, gibt neuen Angeboten eine Chance und erlaubt es zugleich, den beliebten Publikumslauf weiter in bisheriger Form anbieten zu können.

Redaktion

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