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Den Krefeld Pinguinen fehlten nur 13 Sekunden zum „Dreier“ Krefeld. (MK) Was für eine „wilde Fahrt“ im Westderby zwischen den Krefeld Pinguinen und den... Dritter Sieg für die Roosters in Folge! Andreas Jenike steht auch in der nächsten Saison im Iserlohner Tor

Den Krefeld Pinguinen fehlten nur 13 Sekunden zum „Dreier“

Andreas Jenike – © ISPFD

Krefeld. (MK) Was für eine „wilde Fahrt“ im Westderby zwischen den Krefeld Pinguinen und den Iserlohn Roosters und was für ein Finish in diesem bemerkenswerten Spiel. Trotz eines 2:0 Rückstandes gewannen die Iserlohn Roosters am Ende mit 3:4 nach Penaltyschießen.

Am Schoolsday in der Krefelder Yayla Arena wollten insgesamt 5878 Zuschauer das Derby live erleben. Sie sahen konzentriert startende Gäste aus dem Sauerland, die bis zum Krefelder Führungstreffer durch Jubilar Torsten Ankert (700. DEL Spiel) in der 9. Minute sogar die besseren Chancen hatten. Nach dem Führungstreffer der Pinguine agierten beide Teams vor allem kämpferisch auf Augenhöhe. Noch im zweiten Drittel (36.) gelang Philipp Kuhnekath der umjubelte Treffer zum 2:0. Der ansonsten wieder stark spielende Iserlohner Keeper Andreas Jenike wurde hierbei am kurzen Eck überlistet. Keine 30 Sekunden später aber setzte sich Brody Sutter energisch für die Roosters durch und erzielte den 2:1 Anschlusstreffer. Krefeld hatte zu Beginn des letzten Drittels wieder etwas mehr vom Spiel, aber der nächste Treffer war den Roosters durch Chris Rumble (46.) zum 2:2 Ausgleich vorbehalten. Krefeld zeigte sich aber keineswegs geschockt und antwortete fast postwendend 39 Sekunden später mit dem erneuten Führungstreffer zum 3:2 durch Jeremy Welsh. Krefeld schaffte es nicht vor der Schlussphase mit dem vierten Treffer den Sack zuzumachen. Auch deshalb, weil Iserlohns Keeper Jenike mehrmals stark parierte. Eine Strafe gegen Krefelds Nationalstürmer Daniel Pietta (56.) sorgte nochmals für Hochspannung. Iserlohn versuchte alles, nahm seine Auszeit und bei 57:10 Minuten Spielzeit den Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Krefeld stemmte sich lange erfolgreich gegen den drohenden Ausgleich, musste aber 13 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich durch Brody Sutter einstecken.

In der abwechslungsreichen Overtime gab es Chancen auf beiden Seiten, nur das entscheidende Tor wollte nicht fallen. Somit musste der Sieger im Penaltyschießen ermittelt werden. Vinny Saponari verwandelte den ersten Penalty sofort für die Pinguine, aber auch Jamie MacQueen traf prompt für die Roosters. Danach vergab Ex-Rooster Chad Costello für Krefeld und Brody Sutter netzte für Iserlohn ein. Der vergebene Penalty von Jeremy Welsh sorgte für die endgültige Entscheidung pro Iserlohn.

Die Iserlohn Roosters feierten damit ihren dritten Sieg am Stück und sind nun als Tabellenvorletzter punktgleich mit den Pinguinen, die auf Platz zwölf stehen bleiben. Der Rückstand für beide Teams auf den zehnten Platz beträgt aktuell zehn Punkte.

Am kommenden Freitag empfangen die Pinguine Meister Mannheim und die Roosters haben ebenfalls ein Heimspiel gegen die heute gegen München siegreichen Schwenninger Wild Wings.
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel attestierte Iserlohns Trainer Jason O´Leary beiden Teams eine gute kämpferische Leistung. Philipp Kuhnekath, Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0, zeigte sich über den späten Ausgleich enttäuscht. „Damit können wir auf jeden Fall nicht zufrieden sein“, so der 22- jährige Krefelder. Außerdem ging er auf die Gesellschafterkrise bei den Pinguinen ein.

Iserlohns Torwart Andreas Jenike war, wie zuletzt auch gegen Berlin und Straubing, wieder einer der Iserlohner Väter des Erfolges. „Es hat auch immer viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Jetzt läuft es für uns besser, dann tut sich jeder leichter. Dann fällt auch mal einer rein. Da wäre uns jetzt vor ein paar Monaten das Glück nicht hold gewesen“, erklärt der Goalie die augenblicklichen Erfolge. Am Rande erklärte er außerdem, dass er auch in der kommenden Saison im Tor der Roosters stehen wird. Anders, als zuletzt zu lesen war, verfügt er in Iserlohn über einen Vertrag für die kommende Spielzeit 20/21. Die Fans im Sauerland wird das sicherlich freuen. Nach Spielende wurde besonders Andreas Jenike von den mitgereisten Fans gefeiert. Er hat derzeit sportlich die Nase ein wenig vor seinem Torwartkollegen Anthony Peters. Der Schritt, nach zehn Jahren zurück an den Seilersee zu wechseln, war scheinbar eine gute Entscheidung für Klub und Spieler. Auch darauf ging der 31- jährige gebürtige Hamburger im Kurzinterview nach dem Spiel ein.

Das sagen die Trainer, Philipp Kuhnekath und Andreas Jenike zum Spiel

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