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Elf Sekunden fehlen den U18-Frauen zum Drei-Punkte-Erfolg Elf Sekunden fehlen den U18-Frauen zum Drei-Punkte-Erfolg
München. (PM DEB) Die deutsche U18 Frauen-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel beim 4-Nationen-Turnier in St. Gallen (Schweiz) mit 2:3 (0:0, 0:0, 2:2, 0:0, 0:1)... Elf Sekunden fehlen den U18-Frauen zum Drei-Punkte-Erfolg

München. (PM DEB) Die deutsche U18 Frauen-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel beim 4-Nationen-Turnier in St. Gallen (Schweiz) mit 2:3 (0:0, 0:0, 2:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen Schweden verloren.

Die deutsche Mannschaft brauchte einen Wechsel, um ins Spiel zu finden. Dann hatte Nina Christof in der zweiten Spielminute bereits die Führung auf dem Schläger, die Tindra Holm im Kasten der Schweden gerade noch verhindern konnte. Alina Fiedler hatte quer an den langen Pfosten gepasst, wo Christof die Scheibe mit der Rückhand nicht über die Schoner von Holm lupfen konnte. Die Schwedinnen erspielten sich in der Folge mehr Spielanteile im deutschen Drittel, Sofie Disl im deutschen Tor musste aber nur selten eingreifen. Der Druck auf das deutsche Tor und die schwedischen Chancen nahmen mit fortlaufender Spielzeit zu. In diese Druckphase der Schwedinnen fiel dann in der zwölften Minute auch noch eine deutsche Strafzeit. Doch die deutsche Mannschaft verteidigte gut und egalisierte die Unterzahl bis eine Minute vor Ablauf der Unterzahl auch eine schwedische Spielerin auf der Strafbank teilnehmen musste. Das Vier-gegen-Vier-Spiel gestalteten beiden Teams ausgeglichen. Danach tat sich die deutsche Mannschaft im Powerplay schwer in die Formation zu kommen. So lief die schwedische Strafe ungenutzt von der Uhr. In der 16. Spielminute startete Katarina Jobst-Smith von der eigenen blauen Linie durch, nahm die Scheibe an, ließ die schwedische Verteidigerin stehen und zog über außen vor das gegnerische Tor. Sie bekam aber im entscheidenden Moment nicht mehr genug Druck auf den Schläger, um die Scheibe im schwedischen Gehäuse unterzubringen. Die deutsche Mannschaft spielte jetzt besser mit und kam durch Jule Schiefer fünfundvierzig Sekunden vor dem Schluss noch zu einer Großchance. Ronja Hark passte hinter dem schedischen Tor stehend die völlig ungedeckte Jule Schiefer an, die die Scheibe aber nur den Schoner der schwedischen Torfrau traf. Dreißig Sekunden erspielten Alina Leveringhaus und Thea Bartell eine identische Situation. Aber auch hier traf Bartell nur die gegnerische Torfrau. Mit deutlichen hochkarätigeren Chancen auf ihrer Seite ging die deutsche Mannschaft mit einem 0:0 in die Pause.

Das zweite Drittel begann mit einer Druckphase der Schwedinnen, die sich mehrere Wechsel lang im deutsche Drittel festsetzen konnten. Doch die deutsche Hintermannschaft leistete eine gute Defensivarbeit und Sofie Disl hielt, was auf ihr Tor kam. Da kam eine schwedische Strafzeit in der 25. Spielminute genau zur rechten Zeit. Nur dreißig Sekunden später folgte eine zweite Strafe gegen Schweden, die der deutschen Mannschaft eine doppelte Überzahl bot. Bereits zu Beginn der Überzahl schoss Heidi Strompf einen Schlagschuss Richtung Tor, der aber abgefälscht knapp das Tor verfehlte. Doch die Schwedinnen konnten sich immer wieder befreien und so lief die Strafe ohne weitere nennenswerte Chancen herunter. In der 30. Minute war es wiederum Heidi Strompf, die von der blauen Linie abzog, doch vor dem Tor war niemand, der den Nachschuss verwerten konnte. In der 33. Minute wechselte die deutsche Mannschaft die Torfrau: Für Disl kam nun Lilly Uhrmann zu ihren ersten Spielminuten bei einem U18 Länderspiel. Und auch sie hielt dem Druck der schwedischen Angriffe stand. Beide Mannschaften erarbeiteten sich bis zur zweiten Pause noch Spielanteile mit einem Chancenplus auf der schwedischen Seite. Ein fehlgeleiteter deutscher Pass traf in der 38. Minute genau den Schläger einer schwedischen Stürmerin im Slot des deutschen Drittels, Uhrmann parierte die brenzlige Situation aber ohne Probleme. Eine Minute später stand erneut eine Schwedin einschussbereit vor dem deutschen Tor, Uhrmann war aber schnell genug auf der anderen Seite und machte die kurze Ecke zu. Nun waren es die Schwedinnen, die mit ungenutzten hochkarätigen Chancen kurz vor Schluss in die Pause gingen.

Das letzte Drittel war noch keine Minute alt, da fuhr die deutsche Mannschaft den ersten Angriff auf das schwedische Tor. Eine zählbare Chance konnte sie sich aber nicht erarbeiten. Anders auf der anderen Seite, Lilly Uhrmann musste in den ersten zwei Minuten des letzten Abschnitts mehrmals eingreifen. In der 45. Minute war sie dann aber machtlos, als Thea Johansson den Puck nach einem Pass von außen alleinstehend zum 1:0 für Schweden ins lange Eck versenkte. Die deutsche Mannschaft bemühte sich gleich nach Wiederanpfiff den Ausgleich zu erzielen, doch eine deutsche Strafe in der 48. Minute setzte die Aufholjagd erstmal wieder aus. Gerade wieder komplett bekam Nina Christof die Scheibe in der neutralen Zone von ihrer Verteidigerin zugespielt und startete einen Sololauf. Sie umlief eine quer gelaufene Mitspielerin, die so eine Schwedin wegblockte, umspielte eine weitere Gegnerin und setzte den Puck genau unter die Latte des schwedischen Gehäuses zum 1:1-Ausgleich. Siebeneinhalb Minuten vor Schluss erhielt die deutsche Mannschaft nochmal die Chance im Powerplay zu erhöhen. Und Deutschland nutzte sie in Person von Franziska Klinger. Sie platzierte einen Schuss von der blauen Linie zur 2:1 Führung genau im Kreuzeck auf der Fanghandseite. In den folgenden Minuten gelang es der deutschen Mannschaft gut, die Schwedinnen aus dem eigenen Drittel fernzuhalten. Und wenn einmal ein schwedischer Angriff durchkam, war die deutsche Hintermannschaft um Lilly Uhrmann zur Stelle. Zwei Minuten vor Schluss erhielt die deutsche Mannschaft nochmal eine Strafe, der schwedische Trainer nahm seine Auszeit und seine Torfrau zugunsten einer weiteren Feldspielerin vom Eis. Es versprach eine heiße Schlussphase zu werden. Doch die deutschen Spielerinnen blockten Schuss um Schuss und schafften es immer wieder sich zu befreien. Fünfunddreißig Sekunden vor Schluss dann eine weitere Strafe gegen die deutsche Mannschaft. Jetzt nahm Tommy Kettner seine Auszeit, um seine Spielerinnen auf die letzten Sekunden einzuschwören. Nina Christof verfehlte nur Sekunden später das verlassene schwedische Tor um wenige Zentimeter. Einen Angriff später glichen die Schwedinnen durch Malou Berggren aus, die einen Abpraller per Volley zum 2:2 verwandelte.

So ging es in eine fünfminütige Verlängerung, die im Format Drei vs. Drei gespielt wurde. Die deutschen Spielerinnen spielten sehr diszipliniert, blockten alle Schüsse von der blauen Linie weg und hatten in Lilly Uhrmann einen sicheren Rückhalt. Schweden drückte auch nach der deutschen Unterzahl auf den Siegtreffer, um die Partie noch vor dem Penaltyschießen zu beenden. Doch die deutsche Mannschaft hielt dagegen und hielt den Spielstand bis zum Ende der Overtime.

Es folgte ein Penaltyschießen, in dem Schweden eröffnete, Lilly Uhrmann blieb cool und parierte den ersten Versuch. Nun war es an Nina Christof vorzulegen. Sie lief durch die Mitte an, zog auf die Stockhandseite und scheiterte knapp am lang gemachten Bein von Holm. Da Lilly Uhrmann auch den zweiten schwedischen Penalty hielt, hatte nun Katarina Jobst-Smith die Möglichkeit vorzulegen. Sie versuchte den gleichen Trick über die andere Seite, scheiterte aber auch. Die dritte schwedische Schützin setzte ihren Versuch über das deutsche Tor. Als letzte lief Ronja Hark an, schoss aber auch am Tor vorbei. Nun wurde im Prinzip Eins gegen Eins weitergeschossen. Franziska Klinger vergab den ersten deutschen Versuch. Auf der Gegenseite machte sich Lilly Uhrmann ganz lang und parierte gegen die schwedische Schützin. Alina Leveringhaus versuchte es als nächstes durch die Beine, scheiterte aber knapp. Da Lilly Uhrmann auch den nächsten schwedischen Schuss hielt, wurde munter weitergemacht. Jule Schiefer schoss in ihrem Versuch der schwedischen Torfrau in die Fanghand. Die darauffolgende schwedische Schützin Hanna Thuvik ließ Lilly Uhrmann keine Chance und traf so zum 3:2 Sieg für Schweden nach Penaltyschießen.

Franziska Busch, U18 Frauen-Assistenztrainerin: „Wir mussten heute natürlich erstmal ins Spiel finden, es war immerhin die erste Partie mit neu formierter Mannschaft. Die Mädels haben die Vorgaben gut umgesetzt, eine kämpferische Leistung und hohen Einsatz gezeigt. Das am Ende nur wenige Sekunden zur Überraschung gegen den Silbermedaillengewinner der letzten WM gefehlt haben, ist natürlich ärgerlich. Die Mannschaft kann aber stolz auf die gezeigte Leistung sein und in den nächsten Spielen darauf aufbauen.“

Deutschland: Disl (Uhrmann) – Raschke (A), Klinger (C); Hark, Schiefer, Jobst-Smith – Strompf, König/Badura; Bartell, Christof, Leveringhaus – Heinz, Merkle; Fiedler, Gruchot (A), Miller – Cyrulies, Sterzik, Liang

Tore: 0:1 Thea Johansson (44:42 / Maja Grundström, Jenny Antonsson), 1:1 Nina Christof (49:17 / Amelie Cyrulies), 2:1 Franziska Klinger (53:24 – PP1), 2:2 Hanna Thuvik (59:49 – PP2 / Josefin Bouveng), 2:3 Hanna Thuvik (Penalty)

Strafminuten: Deutschland 8 – Schweden 10

Redaktion

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