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Kaufbeuren. (PM ESVK) Trainer Andreas Brockmann konnte beim heutigen Auswärtsspiel in Ravensburg wieder auf Verteidiger Valentin Gschmeissner zählen. Da bis auf den langzeitverletzten Philipp... ESVK: Gutes Auswärtsspiel wird leider nicht mit Punkten belohnt

Olafr Schmidt (Ravensburg Towerstars) – © Sportfoto-Sale (JK)

Kaufbeuren. (PM ESVK) Trainer Andreas Brockmann konnte beim heutigen Auswärtsspiel in Ravensburg wieder auf Verteidiger Valentin Gschmeissner zählen. Da bis auf den langzeitverletzten Philipp de Paly auch sonst alle Spieler fit waren, schaffte es Stürmer Louis Latta nicht in den Kader. Das Spiel fand vor 2.782 Zuschauern, darunter bestimmt 200 bis 300 aus Kaufbeuren statt.

Beide Mannschaften spielten von Beginn an mit einem sehr hohen Tempo, wobei sich die Hausherren die ersten Torabschlüsse erspielten. Die erste ganz große Chance der Partie hatte Robin Just nach gut sechs Minuten, als er alleine auf Stefan Vajs zu laufen konnte, mit seinen Handgelenkschuss aber an der Fanghand des Kaufbeurer Torhüters scheiterte. Die Joker hatten in zwei Powerplays durchaus gute Schüsse, konnten Olafr Schmidt im Kasten der Towerstars dabei aber auch nicht überwinden. Insgesamt verteidigten beide Teams sehr stark, so dass auch kaum wirklich gefährliche Abschlussaktionen zu Stande kamen. Konsequenterweise ging es dann auch mit einem Spielstand von 0:0 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel häuften sich dann die gefährlichen Torszenen. Dies aber vor allem auf Seiten der Ravensburger. Nach 23 Minuten gingen die Hausherren dann auch in Führung. Einen seitlichen Pass durch den Slot nutzte Tero Koskiranta zum 1:0 für die Towerstars. Die danach auch nochmals das Tempo erhöhten und die Joker zeitweise im eigenen Drittel festsetzen. Eine solche Situation nutzen die Allgäuer dann aber für sich selbst aus. Nach einem Scheibengewinn verzögerte Julian Eichinger solange hinter dem eigenen Tor den Pass in die Offensive, bis er Antti Kerlälä auf die Reise schicken konnte. Der Finne ließ sich nicht zwei Mal bitten und tunnelte Olafr Schmidt gekonnt mit der Rückhand und stellte das Ergebnis auf 1:1. Die Ravensburger konnten auch zwei Powerplays, trotz zahlreicher Chancen nicht nutzen und verpassten es in diese Phase wieder in Führung zu gehen. Kurz vor der Pause ging der ESVK dann nach einem gewonnen Bully mit 2:1 in Führung. Alex Thiel bekam die Scheibe, ging ein paar Schritte nach Vorne und wuchtete die Scheibe in den Winkel. Leider sollten die Kaufbeurer die Führung nicht in die Pause bringen. Andreas Driendl packte kurze Zeit später ebenfalls einen tollen Schuss aus und traf ebenfalls direkt in den Winkel. Wie zuvor Olafr Schmidt, war auch Stefan Vajs ohne Abwehrchance. Somit ging es wie schon nach den ersten 20 Minuten auch nach 40 Minuten mit einem Unentschieden in die Pause.

Der Schlussabschnitt sollte der beste des ESVK in diesem Spiel werden. Allerdings vergaben die Joker beste Chancen und hatten zusätzlich mit einigen fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter zu kämpfen. Joey Lewis hatte nach 44. Minuten Pech, als er frei vor Olafr Schmidt nur den Pfosten traf. Sekunden später hatte Branden Gracel das leere Tor vor Augen, wurde dabei aber zu Fall zu gebracht, was zum entsetzten der Joker Fan im Stadion keine Strafe nach sich zog. Auch die Nächte Top Chance gehörte der zweiten Kaufbeurer Sturmformation. Nach tollen Pässen hatte Branden Gracel die hundertprozentige Chance auf das 2:3, er vergab jedoch und im direkten Gegenzug markierte Jared Gomes mit etwas Glück und viel Durchsetzungsvermögen das 3:2 für die Oberschwaben. Die Joker sahen sich nun einigen Unterzahlsituationen Gegenübergestellt, welche alle gut verteidigt wurden. Glück hatten die Allgäuer aber als Jakob Svoboda nur die Latte traf und Hauptschiedsrichter Koch zur Überraschung aller auf Tor entschied. Nach Würdigung des Videobeweises wurde der Treffer dann aber dementsprechend und logischerweise nicht anerkannt. Ein weiteres Powerplay der Hausherren sollte dann aber doch die Entscheidung bringen. Dem Treffer ging zwar wohl ein Handpass bei einem Gewühl an der blauen Linie voraus, zählen sollte er trotzdem. Tero Koskiranta ließ sich diese Chance frei vor Stefan Vajs nicht nehmen und erhöhte drei Minuten vor dem Ende auf 4:2. Die Joker setzten knapp vier Minuten vor dem Ende alles auf eine Karte und nahmen Stefan Vajs zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Angriffsbemühungen wurden dann aber je unterbrochen, als einer der beiden Linesmann aus dem Nichts auf ein Icing der Kaufbeurer entschied. Die Hauptschiedsrichter überstimmen ihren Kollegen, Stefan Vajs musste trotzdem vorerst zurück in seinen Kasten, da das Bully dann in der Mittelzone stattfand. Zu allem Überfluss knockte wenig später und das unbestraft, ein Ravensburger Julian Eichinger mit einem unfairen Check in der Mittelzone aus und dieser musste nach einer Behandlungspause leicht benommen das Eis verlassen. Nach ersten Erkenntnissen hat sicher der Joker Kapitän allem Anschein nach zum Glück nicht schwerer verletzt.

Der ESVK agierte nach der Verletzungsunterbrechung weiter mit sechs Mann und kassierte 16 Sekunden vor dem Ende noch das 5:2. Sören Sturm traf aus dem eigenen Drittel in das leere Tor der Joker.

Für die Kaufbeurer geht es bereits am Freitag mit einem Auswärtsspiel in Heilbronn weiter bevor am Sonntag dann die Falken in Kaufbeuren zu Gast sind, die den heutigen Spieltag ausgeruht von zu Hause aus begutachten konnten.


Towerstars setzen Treffer zur rechten Zeit


Ravensburg. (PM Towerstars) Die Ravensburg Towerstars konnten sich für die knappe Niederlage am Freitag in Kaufbeuren revanchieren. Sie gewannen im vierten und vorerst letzten Derby am Ende verdient mit 5:2.

Mit einer guten Nachricht warteten die Towerstars bereits bei der Veröffentlichung des Kaders auf. Pawel Dronia, der seit Mitte Dezember aufgrund einer Unterkörperverletzung pausieren musste, war wieder dabei. Bei den Kontingentspielern pausierte diesmal Shawn O´Donnell, im Tor startete Olafr Schmidt.

Der erste, letztlich torlose Startabschnitt, offenbarte bei beiden Teams eine gewisse Nervosität sowie fehlende Präzision in den Pässen. Meist spielte sich das Geschehen daher in der neutralen Zone ab. Zwar hatten auch die Gäste in den Startminuten durchaus gute Einschusschancen, die hochkarätigste verbuchte aber sicherlich Robin Just in der 5. Minute. David Zucker bediente ihn mit einem starken Pass an die blaue Line, beim nachfolgenden Alleingang fand der Ravensburger Stürmer seinen Meister allerdings in ESVK-Keeper Stefan Vajs. Auf der Gegenseite stand auch die Ravensburger Defensive sehr solide, vor allem zwischen der 9. und 13. Minute. Hier kassierten die Towerstars kurz hintereinander zwei Strafzeiten, Kaufbeuren fand aber selten eine Powerplay Aufstellung.

Im zweiten Spielabschnitt dauerte es dann genau zweieinhalb Minuten, ehe die Zuschauer in der für einen Werktag durchaus gut gefüllten CHG Arena erstmals jubeln durften. Die Towerstars hatten sich über die rechte Seite im Drittel festgesetzt, einen scharfen Querpass von Robin Just drückte Tero Koskiranta direkt vor dem Torraum lauernd dann zum 1:0 über die Linie. Die Freude währte aber nur zwei Minuten, dann vollendete Antti Kerälä einen Alleingang knochentrocken zum 1:1 Ausgleich.
Danach waren die Spielanteile meist gerecht verteilt, wobei beide Teams jeweils ihre Druck-, als auch Schwächephasen hatten. Bei den Towerstars lief es gegen Ende des zweiten Spielabschnitts zusehends holpriger, das zeigte sich auch in der 39. Minute. Ex-Towerstars Stürmer Alexander Thiel hatte viel Zeit und Raum sich die Scheibe zurechtzulegen, sein Schlenzer fand den Weg halbhoch ins Ravensburger Netz. Ein Rückstand in einem engen und teils zerfahrenen Spiel so kurz vor der zweiten Pause, damit konnte freilich niemand zufrieden sein. Das dachte sich auch Andreas Driendl, als er einen starken Pass von David Zucker zum 2:2 Ausgleich in die Maschen hämmerte – 40 Sekunden waren noch im zweiten Drittel auf der Uhr.

Zwar merkte man beiden Teams an, dass in den vergangenen Tagen so einiges an Kräften liegengelassen wurde, dennoch war die Partie unterhaltsam und wieder einmal fair geführt. Mit fortdauernder Spielzeit unterstützten die Zuschauer auf den Rängen die Ravensburger Cracks immer lautstärker die Bemühungen, das Tempo und den Druck zu erhöhen. In der 51. Minute stockte den Towerstars Fans aber kurz der Atem, als Branden Gracel den Puck am leeren Tor vorbeischob, 27 Sekunden später entlud sich dann die Anspannung beim 3:2 Führungstreffer für die Oberschwaben. Die Towerstars kämpften sich ins Angriffsdrittel, Vincenz Mayer brachte die Scheibe vor das Tor und mit zusätzlicher Hilfe eines Kaufbeurer Verteidigers drückte Jared Gomes den Puck über die Linie.

Nicht einmal eine Minute später tauchte Jakub Svoboda frei vor Stefan Vajs auf und hob den Puck mit der Rückhand unter die Latte. Während die Zuschauer und Mitspieler sich mit dem Schusspech abfanden, unterbrach der Hauptschiedsrichter das Spiel und zeigte auf die Torlinie. Bei der nachfolgenden Sichtung des Videobeweises wurde aber offenkundig, dass der Puck die Linie nicht überquert hatte, es blieb beim 3:2. Doch die Towerstars haderten nicht, drückten stattdessen weiter und verleiteten die Gäste hierbei zu Strafzeiten. Nachdem ein Powerplay in der 53. Minute noch ohne Treffer blieb, besorgte Tero Koskiranta mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das vorentscheidende 4:2.

Zwei Minuten vor Ende nahm Gäste-Coach Andreas Brockmann eine Auszeit und ließ seinen Torhüter draußen. In Bedrängnis gerieten die Towerstars aber nicht mehr, auch nicht als Robin Just 18 Sekunden vor Ende noch eine Strafzeit aufgebrummt bekam und Kaufbeuren eine 6-4 Überzahl spielte. Nach gewonnenem Bully kam die Scheibe zurück zu Sören Sturm, der diese in hohem Bogen zum 5:2 Endstand im gegnerischen Tor unterbrachte.

Das war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, vor allem defensiv“, sagte Towerstars Coach Rich Chernomaz nach dem Spiel. Zusammen mit seiner Mannschaft konnte er sich auch darüber freuen, dass die Oberschwaben wieder auf Platz 6 stehen. Dank der Punkteverluste der Konkurrenz hat sich auch der Abstand nach oben noch mehr verringert.

1:0 22:30 Tero Koskiranta ( Robin Just , David Zucker ) 1:1 24:29 Antti Kerälä ( Julian Eichinger ) 1:2 38:29 Alexander Thiel ( Max Lukes , Flor ) 2:2 39:20 Andreas Driendl ( Pawel Dronia , David Zucker ) 3:2 50:42 Jared Gomes ( Maximilian Kolb , Pawel Dronia ) 4:2 57:15 Tero Koskiranta ( Robin Just , Daniel Stiefenhofer, 5:4 ) 5:2 19:44 Sören Sturm ( Jared Gomes, ENG, 4:5 ). Strafminuten: Ravensburg 6, Kaufbeuren 8. Zuschauer: 2782.

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